Sonntag, 11. November 2018

Ist die neue E-Auto Dienstwagenregelung wirklich ein Anschub für die E-Mobilität?

Die Regierung hat beschlossen, dass E-Farhrzeuge und Hybrid-Fahrzeuge nur noch mit 0,5% des Anschaffungswertes versteuert werden müssen.

Das soll der E-Mobilität einen Schub geben und den Fahrern solcher firmen-gesponsorten Mobilen einen Anreiz liefern, beim Umstieg Geld sparen zu können.

Der Grundgedanke dieser Idee gefällt mir gut: der Umstieg läuft nicht so schnell wie erwartet. Die Förderung einer grossen Masse von Autos, neben der Prämie bei der Anschaffung, kann einen wirklichen Hebel darstellen.

Dummerweise kann sich ebenfalls das genaue Gegenteil entwickeln.

Wenn ich nur die Hälfte für das Mobil zahlen soll, dann kann ich für das gleiche Geld, dass ich heute ausgebe, eine entsprechend größere und teurere Karre als fahrbaren Untersatz wählen.

Die Auto-Industrie kann den Faktor nutzen und die - aktuell noch spärlich vorhandenen und zukünftig hoffentlich in breiter Masse verfügbaren - Fahrzeuge entsprechend im Preis hochschreiben.
Also deutlich teurer machen und trotzdem verkaufen, der Nutzer zahlt nicht mehr als vorher für ein klassisches Verbrennerfahrzeug.

Auf diesem Wege bereite ich den Weg zur E-Mobility bei Firmenfahrzeugen und vergesse den kleinen, durchschnittlichen Arbeitnehmer, der keinen Anspruch auf einen Firmenwagen hat.

Für diese Gruppe, bekannt als "kleiner Mann" oder "Durchschnittsverdiener", wäre eine solche Entwicklung auf dem Weg zum Elektroauto kontraproduktiv. Die heute schon, bei gleichem Komfort, wesentlich teureren Hybrid- und E-Autos werden noch teurer und für private Autobesitzer noch unerschwinglicher, trotz der gültigen Restriktionen in punkto Reichweite, Ladeinfrastruktur, usw.

Diese nicht unerheblich kleine Gruppe wird vom E-Movement abgehängt. Wer soll die Preise bitte aus dem privaten Geldbeutel bezahlen?

Kann man diese Dinge besser machen? Vielleicht?

Was wäre es mit einer Kappungsgrenze für die Besteuerung? Alles was drüber hinausgeht, muss der firmenwagen-verwöhnte Arbeitnehmer vom Netto direkt zahlen. Die niedrigeste Kappungsgrenze gilt für Verbrenner, dann kommen Hybride und zum Schluss die E-Mobile. Die Kappungsgrenze für den geldwerten Vorteil kann so gesetzt werden, dass E-Mobile nur dann steuerneutral für den Fahrer sind, sofern sie einen Marktpreis haben, der aktuellen den aktuellen Preisniveaus von Verbrennern entspricht.

Somit macht es für die Autoindustrie sehr viel mehr Sinn E-Mobile mit vergleichbaren Preisen zu heutigen Verbrennern und Hybriden anzubieten. Und da ein E-Mobil aus deutlich weniger Komponenten besteht, dürfte das produktionstechnisch nicht so schwer sein. Die Batterie und deren Reichweite macht es dann aus.

Was wäre es mit einer Stufen-Regelung, die die Steuer anders abstuft? E-Mobile sind mit 1%, Hybride mit 1,5% und Voll-Verbrenner mit 2% zu versteuern. Damit ist die leidige Diskussion um Steuerausfälle der Kommunen obsolet. Und der Arbeitnehmer muss Geld drauflegen, wenn er an einem Verbrenner hängt.

Mit solchen Ansätzen wird meiner Meinung  nicht nur der Firmenwagensektor gesponsort und gepampert, sondern auch die breite Masse der Autofahrer zu E-Mobilität angeregt. Prämien, weniger Steuern bei vergleichbarem Anschaffungspreis - das macht die Autos erst attraktiv für private Nutzer und lässt über die aktuellen Einschränkungen der Fahrzeuge hinweg sehen.

Bleibt die Frage, wie die Politik das Thema Ladeinfrastruktur lösen will? Ersetze alle Autos, die heute in einer deutschen Gross-Stadt nachts auf der Strasse, in Garagen und Parkhäusern stehen durch E-Mobile. Und dann? Wo kommen die Leitungen her? Die Stromkapazitäten? Die Lade-Dosen? Und das alles in der Srückzahl von heute auf der Strasse rumfahrenden Automibilen.... Oh oh oh.....

Was machen wir mit den alten E-Mobil-Batterien? Hochregal-Lager bauen, alle alle Alt-Batterien dort in Stapel packen und als Zwischenspeicher nutzen? Zweifelhaft bei dem Platz-Bedraf und Kapazitätsvolumen ausgedienter, ausgelutschter Fahrzeug-Akkus. Und wenn ganz Deutschland mit solchen Lagertempeln überzogen und voll ist? Wenn die ganze Landschaft aussieht wie ein einziger Logistik-Park, wo die Lager eins neben dem anderen stehen? Was dann?

Wir sind noch gar nicht reif für E-Mobilität im grossen Stil. Was als Alternative zum jetzt auf der Pfade der Ausrottung befindlichen Verbrenner?

#cdu #cdubw #spd #spdbw #gruene #gruenebw #fdp #fdpbw




Freitag, 5. Oktober 2018

Stirb nie ohne Urkunde....und fettes Bankkonto.

Es ist ein trauriger Anlass, immer, wenn ein geliebtes Familienmitglied stirbt. Nach dem ersten Schock beginnt die Trauerarbeit. Und Trauerarbeit ist ganz anders als man sich das vorstellt. Ich will nicht von der emotionalen Trauerarbeit reden. Es kommt zur Trauer eine Unmenge echter, realer Arbeit, mengenweise Aufwand und Irrsinn auf die Hinterbliebenen zu. Alles das zusätzlich zur Trauer.

Wenn man Zeit hat und der sich ankündigende Tod ein schleichender Prozess ist, kann man viele Dinge schon vorbereiten oder abarbeiten, während man die sterbende Person begleitet.

Man löst eine Wohnung auf. Man stellt fest, wieviel Zeug sich ansammelt, an wie vielen Dingen Erinnerungen hängen. Der ganze Umfang ist viel zu viel als das man alles aufheben kann. Irgendwie gehört zu jedem Gegenstand, mag er noch so banal sein, eine Geschichte, ein Ereignis, eine liebe oder böse Erinnerung. Oft genug glaubt man an einen Wert der Gegenstände, auch wegen des eigenen emotionalen Wertes des Stücks, und wird bitter enttäuscht. Seltsamerweise vermögen Dritte diese Werte nicht zu sehen, zu verstehen oder anerkennen zu wollen. Der Vorgang wird einfacher, wenn man einen professionellen Entrümpler beauftragt. Die Belastung sich mit allen Gegenständen intensiv zu befassen entfällt oft. Ein voller Keller ist schneller leer. Man sichert sich nur eine Hand voll wirklich, wirklich, wirklich wichtiger Sachen als Andenken, als Erinnerung, als Gedenken.

Kleidung geht zur Altkleidersammlung mit der Hoffnung, dass brauchbares Kleidungsgut irgendwem helfen wird.

Diverse Verträge sind zu kündigen. Mietvertrag. Telefon & Internet. Versicherung aller Art in allen Umfängen und vielen Fristen. GEZ. Strom. Zeitungen. Werbungsabos.
Dutzende Ordner mit Unterlagen - je nach Gewissenhaftigkeit des Verstorbenen, sind zu sichten und zu sortieren. Was wird gebraucht, was kann weg. Was geht in den Müll. Was muss geschreddert werden.

Das Fahrzeug, sofern vorhanden, wird verkauft. Mit mehr oder weniger Aufwand, abhängig von der Variante, wie man es "los wird". Oder gewillt ist, den Aufwand zu betreiben, für ein paar eventuelle Euros mehr.

Dann irgendwann passiert es wirklich. Ein Mensch stirbt. Ein Mitglied der Familie. Jemand, der dich dein ganzes Leben lang begleitet hat.



Stille. Leere. Trauer. Tränen.



Bestatter.

In der Werbung und im Fernsehen sind sie alle einfühlsam. Empathisch. Ein Stütze für die Hinterbliebenen. Warme Worte. Heimelige Atmosphäre im Institut.

In der Realität einfach ein knallhartes und emotionsfreies Geschäft. Nichts weiter. Kalt, sachlich, nüchtern. Marmor oder Granitböden. Spartanische Büroeinrichtung. Eine Unzahl von Dokumenten, die zu befüllen und zu unterschreiben sind.

Auftragsformular. Formulare für die Stadt: Krematorium, Friedhof, Standesamt, Datenschutz, Vollmacht des Bestatters, die Liste ist ewiglich. Trauerkarten? Ja, nein? Welches Motiv? Welcher Spruch? Personalausweis der verstorbenen Person. Familienstand? Geschieden. Ok, Scheidungsurkunde bitte!

Hoppla!

Wirklich? Echt jetzt? Eine steinalte Scheidungsurkunde?

Man fasst es nicht. Dein Leben lang kannst du rumlaufen und bei jeder Gelegenheit, wo man gefragt wird einen Familienstand behaupten, den keiner nachprüft. Nicht auf dem Einwohnermeldeamt. Nicht beim Anfordern eines neuen Personalausweises. Nicht bei einem neuen Reisepass. Und auch sonst nie.

Aber wehe, wenn du stirbst und beerdigt werden sollst, dann geht es nicht ohne. An der einen Stelle deines Lebens, wo dein Familienstand sowas von Scheissegal ist wie niemals sonst in deinem Leben, braucht es eine Urkunde. Deutscher Bürokraten Unsinn höchster Stufe.

Der Stress beginnt.... wo findet man die Scheidungsurkunde einer Scheidung von vor über 40 Jahren?
In den Ordnern ist nix. Und nun? Ehemaliger Ehepartner? Auch schon verstorben vor Jahren. Standesamt des damaligen Wohnortes? Nein. Amtsgericht? Nicht zuständig. Landgericht? Heute Betriebsausflug, nur Notfälle bitte! Übermorgen wieder anrufen. Nein, per Email geht das nicht. Schriftlich auf Papier bitte. Mal schauen, wie lange das dauern wird. Auf geht's durch die Archive.

Und was noch?

Es kostet Unmengen Geld, wenn man stirbt. Die Liste der Kosten, Auslagen und Beträge schwillt an, wie ein Insektenstich auf den man allergisch reagiert. Sarg und Auskleidung. Um eingeäschert zu werden braucht es das. Man kauft für ein Mördergeld das Zeug, um das Geld stante pede, im wahrsten Sinne des Wortes, zu verbrennen.

Die Versuchung ein Business mit "Do-it-yourself-Särgen" aufzuziehen und zu entwickeln ist echt gross. Das Business ist gross. Der Bedarf ist da. Bei dem Preisniveau ohne Probleme rentabel. Aber vermutlich gibt es auch dafür in Deutschland ein Gesetz, dass man das nur darf, wenn man IHK akkreditierter Sargtischlermeister ist.

Nach Auslagen blubb und Bla des Bestatters und der Stadt und Ping-Ping-Ping stehen ein mittlerer, vierstelliger Eurobetrag auf deiner Rechnung. Ohne Trauerfeier, Aufbahren und was weiss ich nicht alles.

Je nach Verbreitung der Verwandschaft und der Bekannten über Deutschland kann, darf, muss, soll man einen weiteren nicht unerklecklichen Geldteil für Todesanzeigen ausgeben. Für den Preis von 2 Jahresabos der Tageszeitung, in der man inseriert, darf man dann unter vielen anderen Todesanzeigen in einer 50x70mm grossen Anzeige den Tod verkünden. Muss man das in mehreren Zeitungen in mehreren deutschen Gebieten tun, verschwindet ein weiterer vierstelliger Eurobetrag in Druckerschwärze und kleinen, schwarz umrandeten Kästchen. Selbst bei einem Preis von über 500€ für die Anzeige ist sich der Verlag nicht zu schade für eine Rechnung in Papierform (Email ist nicht) nochmal 1,79€ zu verlangen. An dieser Stelle ein kleiner Gruss an die Funke Medien Gruppe - diese Geschäftspraktik sollten Sie mal überdenken.

Dann kommt noch das Nachlassgericht. Mir graut es schon jetzt davor. Welche Urkunden will man dort wohl sehen?



Mein Fazit: 

Stirb niemals ohne eine Urkunde, die deinen Familienstand nachweist, wenn du deinen Angehörigen das Leben leicht machen möchtest.

Fang in jungen Jahren schon an Geld beiseite zu legen. Ja, für deine Altersvorsorge (das ist ein anderes Thema) und für dein Ableben. Der Tod ist nicht umsonst, er kostet das Leben. Und deine Ersparnisse.


#tod #sterben #urne #funkemediengruppe #trauer #urkunde


Dienstag, 3. April 2018

Mit Alexa daheim.... erste Erfahrungen mit digitalen Assistenten, die immer zuhören.

Irgendwann hatte meine Neugier und meine nerdige Tech-Seite sich durchgesetzt: ich habe einen amazon Echo bestellt. Sehr zum Unwillen meiner Frau, die das nicht so mag, wenn da dauernd irgendsoein Device alles belauscht.

Datenschutz ist sicher eins der grossen Themen mit allen schlauen Assistenten, die einem analog in alten wie neuen SciFi Filmen, immer zuhört. Immer mit dem elektronischen Ohr am Puls der Zeit.

Das merke ich lustigerweise öfter mal im Office. Da sagt irgendwer, irgendwo im Büro "Ok" und schon taucht auf meinem Mobile der google Assistent auf und will wissen wie er mir helfen könne.

Also erster Schritt war der Anschluss von Echos stromführender Lebensader an eine abschaltbaren Steckdose. Mechanisch abschaltbar. Irgendwie ist es sonst ein cooler Gag, dass über eine smarte Steckdose zu machen, würde sich Alexa/Echo praktisch per akustischem Befehl so ausschalten, das man es ohne weiteres Gerät im WiFi nicht mehr reaktivieren kann.

Nach langem Hin- und Her ist es ein Echo geworden. Warum? Gute Frage. Den wirklich umfassenden und für alles geeigneten digitalen Assi gibt es für mich noch nicht, evtl. wird der auch nie kommen. Meine Meinung: Apple hinkt bereits jetzt deutlich hinterher mit Siri. google hat die vermutlich beste KI, aber genau wie Apple ein auf volle Abschottung zu google konzipiertes System. Die Lautsprecher mit Microsofts Cortana gibt es in Deutschland (noch) nicht zu kaufen. Sonos wäre noch eine Alternative gewesen. Aber das ist schliesslich auch Alexa drauf.

Bestellen, auspacken und anschliessen war ein Klacks. Erstaunlich jedoch, dass man als amazon Prime Kunde eine Weile warten musste, bis das Teil kam. Nix mit heute bestellt, morgen da.

Und sobald alexa WiFi hat geht es los. Und funktioniert blendend. Tägliche Zusammenfassungen, Wetter, sprachgesteuertes WiFi Radio, Einbindung in den google- oder Microsoft Kalender zum Erfassen von Terminen per Sprache, Timer Funktion....
Alles top. Man werkelt in der Skill Liste rum, Skill aktiviert und los gehts. Kein Skill dabei, den man sucht? Pech gehabt. Dann geht es halt nicht.

Wirklich zufrieden macht die gute Echo alexa mich leider nicht. Haken? Ausreichend vorhanden. Eine der für mich wichtigen Core-Funktionen kann das Ding dummerweise nicht. Es kann keine Musik von meiner eigenen, daheim betriebenen Home-Cloud, auf Basis einer Synology Diskstation, NICHT abspielen. Es gibt zwar einen Skill dafür. Nur nicht in Deutschland. Oder Europa. Erinnert mich an meine NFL Ticket Abenteuer (siehe einen älteren BlogPost von mir NFL Tickets).
Na ja... man kann ja in der amazon Cloud Musik Speicher kaufen - noch ein Pay-Abo neben amazon Prime abschliessen und monatlich blechen. Dann darf man seine komplette Library zu amazon uploaden. Und dann - oh Wunder - kann der Echo die Mucke dudeln.

Ähnliches bei Spotify. Kostenlos auf dem Handy? Kein Problem. Aber mit Echo im hauseigenen WiFi verbinden? Neeeee. Nur als Spotify Premium Kunde. Bitte zahlen. Das ist eine ziemlich verschrobene Logik. Wenn ich es auf dem Handy kostenlos abspielen kann, soll ich für die gleiche Leistung bei WiFi Übertragung mit von mir bezahlten WiFi und Infrastruktur zahlen? Ziemlich verschroben, wie ich finde. Da kaufe ich mir für 3€ einmalig ein Kabel mit Klinkenstecker und schon dudelt es per Kabel kostenlos aus jedem Lautsprecher mit Klinkenstecker-Eingang. Oder leite mein Handy Audio über Bluetooth generell auf einen Bluetooth Lautsprecher um.

Das gleiche Echo-Skill-Schicksal trifft meine mir ans Herz gewachsene Aufgabenliste von RTM (remember the milk). Leider nur einen Skill in den USA, nicht in Europa oder Deutschland. Bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen zu einer anderen App, mit der Alexa was anfangen kann, zu wechseln.

Fragt man Alexa nach dem Lieblingsfussballverein (ein Vorschlag, der mich von amazon selber per Mail erreicht hat), antwortet Alexa, dass sie einem Münchener Verein mit rot-weisser Vereinsbeflaggung nahestehen würde. Es sind also weder Unterhaching oder 1860, was beides noch tolerierbar wäre. Was soll einen durch und durch schwatz-gelbe BvB Familie mit so einem Gerät?

Auf zu viele Fragen weiss Alexa keine Antwort. Oder sie versteht mich einfach nicht.....

Irgendwie macht das ganze nur Sinn, wenn man auf den vollkommenen SmartHome Zug in gesamter Bandbreite aufspringen will. Alle Steckdosen, Lampen und Heizungsthermostate per Alexa steuerbar sind. Und man bereit ist sich wirklich an amazon und seine Cloud auf Lebenszeit zu binden. Denn wenn man mal drin ist, kommt man so schnell nicht wieder raus. Das sind fast Entscheidungen fürs Leben. Gilt nicht nur für amazon, sondern für alle Anbieter. Bei Apple sieht man das schon lange so. Apple Geräte ohne die verf***te iCloud zu betreiben ist (so gut wie) unmöglich gemacht worden. Wer will sich schon von einem angebissenem Apfel bevormunden und in der Form gängeln lassen, dass man nicht mal mehr eine Wahl hat? Wenn man sich nicht mit irgendwas beschäftigen will, ist das ja toll. Aber man liefert sich dem total ohne wenn und  aber aus. Einmal in iCLoud, gibt es kaum einen Weg raus. Wenn man sich nicht doch noch wesentlich mehr damit beschäftigen will, als die Zeit vorher zu investieren. Bund fürs Leben.

Ich bin noch nicht für den digital Assistant & Cloud Bund des Lebens. Daher wird der Echo erstmal noch nette Spielerei bleiben. Und wenn der JBL Speaker mit Cortana endlich in Deutschland ankommt, dann wird auch das Teil getestet. Und falls die "never be evil" googles mehr als ihr eigene Uni-google-versum zulassen, vielleicht auch das.

Apple wird es nicht mehr. Die jahrelange Extremvernachlässigung der Desktop Nutzer, das zum Kinderspielzeug und lollipop-bunten Murks verkommene macOS fliegt dann raus, wenn mein Photoshop nicht mehr darauf laufen wird. Dann wird Windows wieder zum Zug kommen und die Apfel-Infrastruktur in voller Gänze und Bandbreite hochkantig und mit Lightspeed aus meinem Heim fliegen.

Mal schauen, wann es soweit sein wird....

#apple #icloud #amazon #prime #echo #amazonecho #google #siri #jbl

Dienstag, 10. Oktober 2017

Von einem der auszog, um paperless NFL Tickets zu erwerben

Seit vielen Jahren bin ich eib grosser Fan der NFL. In diesem Jahr habe ich das erste Mal die Gelegeneheit ei NFL Spiel live in den USA zu sehen - bei den Detroit Lions.

Also los.... Termin check. Passt.

Tickets besorgen kann ja nicht so schwer sein; hat bei Baseball, Eishockey und Basketball problemlos funktioniert.

Ab auf die Seite der Dteroit Lions, Ticket Link angeklickt und...... oh. Kaum Tickets. Und wenn nur Sauerbier-Plätze, am "Arsch" der Arena. Da hikft selbst auch der vergleichsweise günstige Preis nix. Wobei günstig hier im Kontext der Gesamtpreis-Spanne der Tickets zu sehen ist. NFL Tickets sind erschreckend teuer. Dagegen sind Bundesliga Tickets auf der Hauptribüne ein Schnäppchen.

Aber ok. Es gibt Ticketmaster und die offizielle NFL Ticket-Exchange, den Superticketladen, StubHub oder Seatgeek.

Ab zu Ticketmaster. Lege einen Account an. Oh. Man muss in den USA oder Kanada wohnen. Sonst kein Account. Es scheint, dass das Trumpsche Weltbild sich durchsetzt. Menschen, die ausserhalb der USA leben, kann es nicht geben. Wozu auch? Ach so, ja: sie sollen NFL Fan Artikel kaufen, für Fernsehrechte zahlen, usw. Schliesslich wird die NFL ausserhalb der USA, speziell in Deutschland, massiv beworben und vermarktet. Aber in den USA ins Stadion gehen? No way! Das geht gar nicht.


Und nun? Email an den Customer-Service der Detroit Lions: Wie komme ich an Tickets? Antwort: Benutze eine Fake-Postkeitzahl (die man mir nennt) und lege deinen Account als Pseudo-Fake-US Bewohner an.

Gesagt, getan. Geht.

Tickets ausgesucht, Tickets bezahlt, grosses Pop-Up Fenster: Du musst Flash Seats benutzen, um dein paperless Ticket zu erhalten. Oh!

Na gut. Kann ja nicht so schwer sein.

Lege einen Account an - siehe da: man muss in den USA oder Canada wohnen. Oh. Na gut... Oh. Die Fake PLZ tut hier nicht. Oh. Also einen Bekannten aus den USA gefragt und seine Adresse benutzt. Gut! Tickets sind da. Prima. Fehlt nur noch die Flash Seats App auf dem Handy, um mit dem Barcode Eintritt zu erhalten.

Ab in den Google Store, suche Flash Seats. App gefunden. Installieren. Oh.
Die App ist in deinem App Store nicht verfügbar. Nur im Google Play Store oder Apple APP Store in den USA. Oh.

Mit einem wenig Web Recherche findet man dann einen (Legalen? Ich glaube nicht!) Weg:
Per Web Browser in den App Store, URL kopieren, Website zu Umwandlung von URL in Download benutzen, generierten Link benutzen, APK downloaden und lokal installieren.

Und? Oh. Funktioniert!!!!!!!

Wer meint, dass es über stubhub, seatgeek oder superticketladen besser geht:
Nope. Es gibt keinen Weg um Flash Seats herum. Es gibt ausreichend Teams, die auf das papierlose Ticket per Flash Seats umstellen. Nur dort, wo es noch Papiertickets gibt wird es einfacher.

Bei Seatgeek braucht es auch eine US Adresse bzw. US Billing Adress für die Kreditkarte.

Superticketladen hat eine deutsche Hotline, aber dafür noch höhere Gebühren als beim sonstigen Ticketkauf. Und die regulären Aufschläge sind schon Horror für das europäische Empfinden. Wie früher bei Flugtickets.

Moral von der Geschichte: Gib nix auf AGBs, wenn du NFL Tickets willst. Benutze deine Hoteladresse oder sonstige Adresse in den USA, um Accounts anzulegen. Umgehe lokale App Store Beschränkungen, ohne nachzudenken. Zum Schluss: Habe einen Haufen Dollars, es wird teuer. Der angezeigte Ticketpreis wird sich um 20+% verteuern wg "Gebühren", "Tax" und "Versandkosten". Letzteres ist ein Joke, bei paperless E-Tickets.

Ich fühle mich irgendwie diskriminiert. Das sollte mal ein Fussball Verien in der EU probieren, so schnell wie der Club wg Diskrimierung und Ungleichbehandlung vor dem Gericht landet, kann man wahrscheinlich gar nicht mit den Augen blinzeln. Oder in Football Sprache: Unsportsmanlike Conduct!

#NFL #Detroit #DetroitLions #Football #Tickets #Ticketmaster 

Mittwoch, 3. Mai 2017

Tech Trouble... Google Blogger App is a piece of sh#@#y crap!

Tja... Das wars dann wieder. Da die Zeit nicht für lange Beiträge reicht, wollte ich die google Blogger App benutzen.

Aber das Teil ist unterirdisch schlecht. Es strotzt vor Bugs. Sobald Fotos und Locations ins Spiel kommen, wird es ein Absturz- und Uploaderror Festival.

Sorry. Damit ist wieder Schluss mit Text.
Bilder gibt's nach und nach bei Instagram.
Oder ich finde doch noch mehr Zeit für Blog-Einträge per PC.

Dienstag, 2. Mai 2017

Stranded in Amsterdam... short stop

Yolo!
Unser Zubringer von Stuttgart nach  Amsterdam  Schiphol hatte Verspätung.
Das Gate vom Weiterflug war schon geschlossen, das Gepäck nicht so schnell transferiert.

Lange Schlange am Transfer Counter. Also erstmal ab zur KLM Lounge. Kurz Anstehen und dann die good news:
Wir sind auf den Direktflug nach Detroit umgebucht worden!


Kein Umsteigen in #Newark. Zeit für Snacks, Drinks und Duty-free.
Und eine Stunde eher in Detroit.
life is good sometimes
Alsbald mehr....
Anbei fotografische Eindrücke vom Snackpaket (kein foodporn, aber geniessbar) und vom Landeanflug auf Holland, der schönsten Stadt der Welt!
(Wer das nicht versteht oder meint Holland wäre ein Land: youtube-> nach '257er' suchen!)



Geht wieder los.... Going to Detroit!

Going to Detroit. Diesmal leider nur ein paar Tage, aber immerhin.

Flug wird spannend. Stuttgart, Amsterdam, Newark und dann Detroit.
Fast so wie Rom, Dortmund-Rahm, Rostock, mit nem Abstecher nach Aachen.

Erkenntnis des Morgens: Die 'Priority Lane' der Personenkontrolle am Flughafen  heisst so, weil ein Schild hat auf dem 'Priority Lane' steht. Sonst nix. Wenn man dort einen einzigen Personen-Scanner stehen hat und dann noch die Lanes Nachbargates im Reißverschluss-Verfahren dazu mischt, ist es nix mehr mit Priority.

Mal schauen wie es weitergeht heute....

Noch halte ich es ohne Alkohol aus.... 😂
Beweisfoto anbei.

Next stop: Amsterdam

Freitag, 5. August 2016

Fundstück der Woche....

.... Trading Cards mit den Kandidaten der US Präsidenten Wahl...

Und jetzt das ganze Spektakel mit Angie, Horstie, Siggi und Co vorstellen....

😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂

Samstag, 30. Juli 2016

The sun always shines on TV....

.... but not in Livonia, Detroit, Michigan, USA

Weekend learning ....

Lesson #1: Have breakfast before 9 or it is so crowded, you can't even See the Buffet.

Weiter gehts....von Amsterdam nach Detroit

Der Flug von Stuttgart nach Amsterdam verlief vollkommen ereignislos.... Ein City-Hop wie er im Buche steht.






In Amsterdam Shiphol angekommen, ging es einmal quer durch den Flughafen. Übrigens ein sehr schöner und toll gestalteter Flughafen, wie ich finde. Offen, gross und freundlich.

Kurz gecheckt wie es weiter geht und einen Schreck bekommen.... Abflug 15:00 Uhr - Checkin 13:20. Oha! Was haben sich die Kollegen der Airlines denn da wieder ausgedacht?

Auf dem Weg zu KLM Lounge bin ich dann an einem riesigen Delta Airlines Checkin Bereich vorbeigekommen, wo alle Delta Passagiere durchmüssen. Jede Menge Airline Personal, Sicherheitspersonal und dutzende Terminals. Na das kann heiter werden!

Nach einigen Fehlversuchen, die Lounge zu finden, kam ich and er Lounge am anderen Ende des Flughafens an. Die Dame am Empfang schickte mich direkt wieder raus. Dort sass eine Ein-Personen-Kopie des Delta Checkin Bereiches. Dort wurden mir die allen USA Reisenden bekannt vorkommenden Fragen gestellt, wie z.Bsp. "Haben Sie Ihren Koffer selber gepackt?", "War das Gepäck die ganze Zeit seitdem in Ihrer Obhut?", etc etc etc....
Dann kritzelte man mir ein neues Gate auf die Boardkarte und und meine Checkin Time rutschte schonmal auf 14 Uhr.....

Die Zeit in der Lounge vertrieb ich mir mit einem kleinen Snack und etwas News lesen. Dann ging's zum Abflug Gate. Den grossen Delta Document Pre-CheckBereich durfte ich überspringen, dass hatte die Dame an der Lounge erledigt.

Dann nochmal künstlich herbeigeführtes Wooling.... Man machte nochmal einen Document Check, die Fragen wurden nochmal gestellt und dann durfte man ins Flugzeug.


Der Flug selber war unspektakulär. Das Essen sehr gut. Nett waren die Einzelsitze....
Alles ging im wahrsten Sinne des Wortes rum wie im Flug.


In Detroit angekommen ging es wie überall durch eine bürokratie-überfrachtete Immigration und schwupps - war man in der schwülen Hitze von Detroit angekommen. Man macht sie möglichst schnell auf in den Transferbus, der die Ankömmlinge zu den Mietwagenzentren verbringt.
Rein ins Office, Paperweork und schon raus auf den Parkplatz. Dort kriege ich einen Wagen ohne Nummerschilder. Dafür mit einem repräsentativ mit Tesa in der Heckscheibe angebrachten Papierwisch, der das Fahrzeug angeblich zulässig über amerikanische Strassen beweglich macht.


Mit dem Effekt, dass man an der Schranke wieder zurück geschickt wird. Man möge sich für die Unannehmlichkeit ein neues Fahrzeug suchen. Dafür halt eine Klasse grösser. Zurückfahren, Gepäck raus, neues Auto schnappen (wobei auf ein angebrachtes Nummernschild achtet!), Gepäck wieder rein und dann ging es wirklich los. Auf zum Hotel..... gute 45 Minuten im Sonntagabend Verkehr. Aber das Navi leitet einen zuverlässig in jede gesperrte Ausfahrt. Die meistgedrückte Schaltfläche am Navi war "Detour".... Umleitung.


Das Hotel selber ist ganz nett. Das Zimmer mehr eine üppige Ein-Zimmer-Suite. Der Pool, na ja, eine Plaschpfütze. Dafür ein 24h Fitness-Center! Wow! 2 Laufbänder und eins von diesen Ellipsendingern. Da klimatisiert ist es da sicher besser als draussen zu laufen.


Tja... und ab da gibt es nix mehr zu berichten. So ereignislos war es echt selten auf meinen Reisen.
Neben dem erbärmlichen Zustand der Strassen, Dutzenden von gesperrten Autobahnauf- und Autobahnabfahrten mit gesperrten Strassen auf der Umleitungsstrecke gibt es nix anzumerken.


Zu meinem Glück liegt das Hotel in einem Gebiet mit mehreren riesigen Supermärkten, Restaurants und einem Kinocenter auf der anderen Seite des Hotel Parkplatzes. Das Daily Schedule. Frühstück, Stau, Arbeit, Stau, Abendessen und schlecht schlafen wegen Jetlag.


Hoffentlich vergeht das Wochenende nicht auch so ereignislos.


Aus der Fabrik von Detroit Diesel kann ich leider keine Foto-Impressionen bringen, da es auf dem Werksgelände ein Fotoverbot gibt. Im Nachgang noch ein paar Impressionen von ein paar anderen Dingen.... meistens Essen und Supermärkte. Kennt man ja schon aus meinem Blog ..... Boah... Schon wieder Fressfotos.... Bleibt mir trotzdem gewogen liebe Leser und Danke sehr fürs Lesen der heutigen Episode! Bis bald......



Nettes Essen im City Hopper.... und lecker!

Amsterdam Shiphol - ein echt schöner und gelungener Flughafen



Die Document pre-Check Area von Delta

Und nochmal Document Pre-Check am Gate

Mehr Flugzeugessen.....

Mein "Heim" für die nächsten Wochen.... Will mich wer besuchen kommen? Habe noch ein Bett und eine Schlafcouch frei 

Michigan von oben..... in der Reihenfolge der Fotos etwas verrutscht.....

Hotel-Frühstück

Shoppen an einem Sonntag Abend um 21:00 im Target... man fühlt sich sehr sehr einsam

Rush Hour....

Smoked Chicken Quesadilla im "Chili's" - kann ich empfehlen. Der Knoblauch Dip verdient den Namen!!!!

Fussboden im "Chili's"; kann ich nicht empfehlen. Oben hui und unten pfui!

In Michigan mag man Pflaumen. Kleine Auswahl verschiedener Sorten

Ein Smoothie im Kühlregal - mit dem Namen "Naked"? Im puristischen Amerika? In meinem Mietwagen waren echt nur
Bibelsender im Autoradio einprogrammiert!

Bitte nicht nachmachen.... Lebende Tiere in der Tierabteilung des Supermarktes. Die Detailfotos lasse ich weg!

Es ist heiss und schwül in Detroit!

Hotel room with a view!

Ich beschwere mich nicht mehr üner deutsche Strassen. Hier gibt es Schlaglöcher, da würde ein Smart von alleine nicht mehr
rauskommen. Und alles andere ist ein Flickwerk besonderer Art. Man fährt nicht SUV, weil man will oder weil es Spass macht.
Die Strassen machen das notwendig.

Snack Rigel mit "Genetic Engineering" - Es war noch nie so einfach Diät zu halten


Chicken Wings und Philly Cheesesteak-Sandwich im "Twin Peaks"
Ein Hooters Verschnitt: Einstellungskriterium ist die Busengrösse der Serviermädels.
Arbeitskleidung: ein tief ausgeschnittenes, enges, baucfreies Top in USA-Flaggen Design dazu Hotpants
und Ugg-Boots mit Kniestrümpfen.
Die armen Partner der Mädels... wenn die nach der Schicht nach Hause kommen und die Schuhe ausziehen, möchte ichnicht dabei sein!!!!

Nicht alle Körper sind geeignet für Hotpants und bauchfrei!

Das ist die Abteilung im Supermarkt für besondere Brote....

.....so wie dieses hier. Es geht auch in gesund!

Finde den Fehler! Tip: Original american Hefeweizen.....

Mehr lustige Biersorten... Himbeer-Weizen, jemand?

Sonntag, 24. Juli 2016

Detroit Rock City! Motown, ich komme....

Wow.... Lange her, dass ich auf Reisen war für meinen Arbeitgeber. Die letzte Reise nach Japan mit meiner Familie hat keinen Raum für das Reisebloggen gelassen.


Jetzt ging es spontan und unerwartet los - auf nach Detroit, Michigan, USA!


Die Reisevorbereitungen sind kein Problem; da wendet man sich bzgl. Unterkunft und alles anderem an die Kollegen und den Reisedienst der Firma. Es hat halt gelegentlich Vorteile in einem grossen Konzern zu Arbeiten.


Schwieriger wurde das Kofferpacken.... Es geht ja direkt drei Wochen ins Land der bald von Donald Trump begrenzten Möglichkeiten. Was nimmt man mit? Auf Socken und Unterwäsche am Wochenende im Hotelzimmer-Waschbecken selber waschen habe ich nur wenig Lust entwickeln können. Grausige Erinnerungen an China werden da wach.


Also alles sauber abgezählt, rausgelegt... Business Outfits.... Freizeitkram.... Sportklamotten und Laufschuhe (ganz wichtig!!!!!!).... und wie kriege ich das alles mit?
Sommer in Michigan scheinen eher warm und tropisch, wenn ich meiner Wetterapp glauben darf.
Also passte alles ganz entspannt - ich musste sogar noch ein Sakko extra einpacken, damit es die Sachen im Koffer nicht rumwirbelt - in die 2 Spinner-Koffer, die wir uns für Japan zugelegt hatten.
Das sind übrigens keine Koffer für Spinner... Nein, kommt mir bloss nicht damit. Das sind die Koffer mit 4 Rollen drunter, die sich herrlich leicht auch in vollem Zustand bewegen lassen.
Dazu meine Notebooktasche und der kleine Fotorucksack. So eine spiegellose Systemkamera ist Reisen etwas herrliches. Ein 12mm Objektiv und ein 18-105mm Zoom mit Kamera. All is set, den Restplatz kann man für den sonstigen Kram verwenden.


Echte Supervielflieger kommen vermutlich noch mit viel weniger aus, aber ich bin da wohl zu bequem. Und 2 freie Wochenenden in den USA will ich für ausgiebige Foto-Touren nutzen.


Jetzt sitze ich in der Lounge, voll gefüllten Lounge, am Flughafen und warte auf die erste Flugetappe nach Amsterdam. Und der übliche Reisegroll hat sich schon aufgebaut.
Grossen Anteil daran hat die KLM, mein Carrier. Schickt man mir doch einen nette Mail, 30 Std vor Abflug und teilt mir mit: Der Online Checkin ist eröffnet! Na Super! Und installieren Sie doch gleich mal die KLM App, dann wird es noch viel besser!


Besser ist immer gut. Also los. KLM App installiert..... Wir können Ihre Buchung nicht finden.... Handy rödel rödel rödel Wir finden Ihre Buchung nicht rödel rödel rödel.....
Also Buchung von Hand aufgerufen.
Bitte überprüfen und ergänzen Sie Ihre Personendaten..... Ausweisnummer.... haben Sie ein ESTA?....Wo werden Sie in den USA wohnen?..... Tipp tipp, tipp tipp, alles fix reingehackt.
Wir können Ihre Daten leider nicht speichern! Versuchen Sie es später nochmal.....
Nach drei weiteren Versuchen am Tag vor dem Abflug habe ich es aufgegeben,,,, Und per Web-Browser online.... ging auch nicht.


Sonntag morgen.... auf zum Flughafen. In Stuttgart ist die Hölle los.... erste Auswirkungen der sich anbahnenden Ferien? Keine Ahnung. Ist auch egal.... auf zum KLM Self Checkin!
Ran an den Automat, Airline Membership Programmkarte  rein...und?
Yippieh! Flugbuchung ist da. Warum ich allerdings zeitgleich 2x mit dem selben Flug nach Detroit fliege bleibt wohl Geheimnis der Anzeige. Dann soll man den Pass auflegen und scannen lassen.....
Örks. Abbruch! Wir können Sie nicht einchecken. Bitte gehen Sie an die Checkin Schalter.
Ich als Technikfreak und Nerd war dann endgültig frustriert! Was soll der ganze Aufwand mit x€ teuren Terminals zum Selfservice, wenn man doch von Hand einchecken muss?


Sehr schöne organisatorische Leistungen von Airline, Flughafen und Sicherheitsdienst am Sonntag morgen ist das das konsequente ausweisen von Priority Lanes für Business Class Reisende, die dann mit den Economy Lines nahtlos zusammengeführt werden.
Was soll der Bluff? Meint man die BC Reisenden sind so deppert oder noch nicht wach genug am Sonntag morgen, um das zu merken? Dann kann sich den Schmodder auch sparen, allerdings auch die BC Aufpreise.


Und warum nun kein Self-Checkin? Damit die Dame am Schalter fragen kann, ob man ein ESTA oder Visum hat. Das wars. Warum man das in der APP bzw. Online per Klickbox markieren muss, dass man das hat, verstehe ich zumindest unter dieser Massgabe nicht. Also ginge es wohl doch per Selfservice, aber man will es halt nicht. Hmpf.


Immerhin - diese "Nacktscanner" Nummer ist schon Klasse. Hatte ich in Stuttgart ja bereits mal getestet. Das ist eine echte Beschleunigung bei der Personenkontrolle. Und das Personal muss nicht in voll-verschwitzten Achselhöhlen und/oder anderen mehr oder weniger angenehmen Körperstellen der Reisenden rumfingern oder mit einem schlagstockähnlichen Metalldetektor um den Passagier rumwedeln als wolle man einen Schwarm Mücken verscheuchen.


Mein Lacher des Morgens bisher: Der Service-Mensch in der Lounge! Ruft mal in die volle Lounge: KLM Boarding hat begonnen! Passagier-Frage: Welcher Flug? Service-Mensch geht weg und schaut im Computer nach, um anschliessend die Flugnummer in die Lounge zu rufen. Epic!


Ok.... los geht's: next stop Amsterdam!


Danke fürs Lesen meiner Reisememoiren und bleibt mir gewogen liebe Leser!

Samstag, 9. April 2016

Ein Plädoyer für autonom fahrende Automobile....

Oh wie schön waren die Zeiten, als man noch ausserhalb der Schulferien in Urlaub fahren konnte und durfte. Mit schulpflichtigen Kindern hat dieses Vergnügen ein schnelles und trauriges Ende gefunden.

Ostern... Osternferien... Da kann man ja nochmal in den Schnee fahren und der Familie ein paar lustige Stunden auf der Skipiste gönnen.

Schwuppdiwupp - am Ostersamstag morgens früh das Auto vollgeladen und ab Richtung Ischgl. Das Wetter gut, das Fahrzeug nicht überladen und alle in guter Stimmung. So die ersten Kilometer wars fröhlich und lief gut. Dann kam der Aichelberg. Und mit dem Berg der erste Stau. Den Aichelberg rauf. Und wieder runter. Im Stau. Stockender Verkehr. Da gibt es die Verjüngung der Autobahn von 3 auf 2 Spuren und das scheint den modernen deutschen, beneluxen oder sonstwoherstammigen Autofahrer (Homo autobahniensis) schon völlig zu überfordern.

Danach quält man sich den Drackensteiner Hang hinauf, durch den Lämmerbuckeltunnel und weiter bis Merklingen. So alles in allem 15km stockender Verkehr am Stück. Nein. Kein Unfall. Kein liegengebliebenes Fahrzeug am Strassenrand, dass den ordinären Glotzer zum vollkommenen Halt auf der rechten oder linken Fahrspur bewegen würde.

Und so rödelt man im Stop and go immer weiter bis nach Füssen. Vollkommen ohne Grund immer wieder mit Vollstillstand auf den deutschen, ach so tempolimitlosen, unbegrenzt schnell befahrbaren deutschen Autobahnen. Und warum? Nun, weil der gemeine Fahrzeuglenker mittlerweile scheinbar nicht mehr in der Lage ist, einfach geradeaus zu fahren. Unterstützt wird er dabei tatkräftig von Fahrzeuglenkern aus dem Benelux Umfeld und anderer europäischer Strassenritter, die ob der geringen Bussgelder und mangelnden Polizeipräsenz auf deutschen Strassen (ganz besonders an "Grosskampftagen" wie Ferienbeginn oder Feiertagen) sich sicher sein können nie und nimmer erwischt zu werden, wenn sie alles das an Fahrkapriolen auf deutsche Autobahnen zaubern, was man sich im eigenen Heimatland ob saftiger Strafen und Verboten nicht traut. In Kombination mit eigener Selbstüberschätzung, denn wo ausserhalb deutscher Autobahnen, hat der europäische Durchschnittsfahrer schonmal Gelegenheit schneller als 120 Km/h fahren zu können, ist das eine grausam staufördernde Mischung. Nur weil man schneller als 120 fahren darf, bedeutet das nicht, dass man das Schnellfahren auch beherrscht. Besonders wenn man an 363 Tagen im Jahr nicht schneller fahren darf, ausser an den 2 Tagen, wo man in den Urlaub "brettert" und sich auf deutschem Asphalt befindet.... nun ja.

Irgendwann vor der Grenze zu Österreich landet man dann in einer - wie man später erkennen wird - vollkommen sinnlosen Blockabwertung vor dem Tunnel bei Füssen. Erst steht man sich in dem Gefühl einer Vollsperrung die Füsse auf der, zum Fahren gedachten, Bahn platt. Dann geht es durch den Tunnel. Um dahinter den kompletten Fernpass im Stop and Go durchzustehen. Yep. Mehr Stehen als Fahren.

Viel Zeit für ausgiebige Vorfreude! Man kann die Berge sehen...
... und lange und ausführlich. Man steht schön lang auf der Autobahn.
Das nennt sich Blockabfertigung. Gott sei Dank ohne Grenzkontrollen.
Sonst wären wir heute noch nicht am Urlaubsziel....


Auch hier kein Unfall. Aber dafür eine Heerschar durchgeknallter Fahrakrobaten. Sobald sich was bewegt: mit Vollgas in 50cm Abstand zur Heckstossstange des Vorfahrerenden los, um 5 sec später wieder mit einer Vollbremsung einen Crash zu vermeiden. Stau Aufbau leicht gemacht. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Anscheinend ist es bei Tageslicht nicht möglich mehr als die Stosstange des Vorfahrers im Blick zu haben. Ich hatte mir unter vorausschauenden Fahren immer etwas anderes vorgestellt.

Die Krönung dieses Prozederes sind die vollkommen Gehirnverblendeten, die der Überzeugung sind, in diesem Stop and Go in selbstmordverdächtigen Harakiri-Aktionen einzelne Autos überholen zu müssen und den Gegenverkehr massiv in Gefahr zu bringen. Der Fahrzeug-Voll-Legastheniker im Audi A7 aus Esslingen hat es damit auf gut 200m Vorsprung zu uns gebracht; bis zum Ende des Fernpasses. Bei einer gefahren/gestandenen Strecke von fast 18km. Das hat sich wirklich gelohnt.

Hier ist Überholen der echte Bringer! Die Schlange reicht bis zum Horizont!


Unterstützt wurde er dabei von einem Flachland-Möchtegern-Asphalt-Cowboy aus Vechta, der zwar genügend Geld für einen mächtigen Volvo SUV hat und dabei gleichzeitig über nicht genug Gehirnzellen zum Begreifen des Reissverschluss-Verfahrens verfügt, wenn eine Strasse sich von zwei auf eine Fahrspur verengt. Er hat lieber das Risiko eines Auffahrunfalls in Kauf genommen (auf unsere Heckstossstange), bevor er sich dem allgemeinen Prozedere (einer links, einer rechts -> halt reissverschlussmässig) unterwirft. Was neutral betrachtet zu deutlich zügigerem Fortkommen führt sowie in keinem Verhältnis zum Nutzen steht, den der Vechta-Kollege mit seinem Manöver erreicht hat.

Wenn man jetzt eine ausreichend grosse Menge solcher Asphalt-Rambos gleichzeitig auf eine Strecke wie den Fernpass packt, dann bricht ein Stop-and-Go aus, den keine noch so gutgemeinte Blockabfertigung mehr in den Griff kriegt.

Das sind die Momente, in denen ich mir autonom fahrende Autos wünsche. Ab auf Autopilot und der Verkehr würde rollen. Da wird das Auto nicht mehr zur Waffe mit eingebauter Vorfahrt. Eine gut ausgeklügelte Schwarmintelligenz vieler Fahrzeuge wickelt sowas locker staufrei ab.
Da wird nicht gedrängelt oder suizidal getrieben überholt. Nüchterne, emotionslose Fahrweise von Abfahrt bis Ankunft.

Vermutlich wird autonomes Fahren nicht allen Lebenslagen der Renner sein. In Innenstädten und deren doch sehr komplexen Verkehrssituationen sind Dinge geboten und Umfelder zu erfassen, die die Rechner und Ki von heute wahrscheinlich noch nicht so umfassend und fehlerfrei beherrschen, dass es wirklich vollautonom geht.  Aber Autobahnen und Landstrassen? Automatische Geschwindigkeitsanpassungen, Spurwechsel, Einfädeln und was weiss ich in einem Verbund untereinander vernetzter Fahrzeuge - das geht heute mit Sicherheit ohne Probleme.
Auch mit ausreichendem Datenschutz. Man muss das nur wollen.

Und brauchbarem Kartenmaterial für die Navigation. Das mit der Navigation und ihren Tücken, stellten wir auf der Heimfahrt fest. Unser Navi schickte uns auf eine 6km lange Schleife, um dann wieder zurück an der Ausgangskreuzung zum Abbiegen nach Links aufzufordern, wo es uns 6km vorher noch nach rechts geschickt hat. Das weckt nicht wirklich Vertrauen in die Technik....

In meinem aktuellen Auto darf ich schon eine Vorzüge von "Autopiloten" genießen. Auch deren Nachteile. Ebenso in einigen anderen Fabrikaten. Jeder hat da seine guten Seiten und auch ein paar nicht so gute Features. Da ist noch was zu tun, viel Raum für Verbesserung. Aber je schneller wir das angehen, umso eher fahren wir entspannter und schneller in den Urlaub. Oder sonst wohin....

PS: Mir brennt es in der Seele, die Nummernschilder der oben genannten Fahrer zu veröffentlichen. Aber da ich mich nicht von geistigen Einzellern verklagen lassen möchte, lass ich es lieber sein.


Freitag, 12. Februar 2016

Erlebnisse beim VfB Stuttgart.... ein Trauerspiel....

Trotz "Shietwetter", hatte ich mich entschlossen, mir am letzten Dienstag, dass Pokalspiel VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund im Stadion anzuschauen.

Sorry, liebe Schwaben und VfB Fans, was der VfB da anstellt geht echt nicht mehr. Diese Art der Eintrittspreis Politik ist durch nichts mehr zu rechtfertigen. Warum in dieser Saison schon das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach mit "Topspiel-Preisen" belegt wird, wenn 2 Mannschaften auf Abstiegsplätzen gegeneinander antreten, ist mir ein Rätsel.

Auch jetzt gegen den BvB - ein Top Spiel. Der günstigste Sitzplatz kostete 38,50€. Der gleiche Sitzplatz kostet beim Ligaspiel gegen Berlin oder Hannover lediglich 22,00€.

Sprich: 75% Preisaufschlag. So was nannte man früher mal Wucher.

Und dann wundert man sich über Proteste der Auswärts-Fans gegen die Preispolitik?

Das einzige Statement des Vereins lautet: die Preise waren in den vorherigen Saisons auch schon so hoch. Wow! Das ist ja mal ein echter Grund und eine wirklich gelungene Argumentation.

Immerhin hat der VfB es so geschafft, dass einzige nicht ausverkaufte Spiel der Pokalrunde hinzubekommen. Es hatte immerhin noch 46.500 Zuschauer ins Stadion gelockt. Platz wäre lt. Wikipedia für 60.449 Zuschauer. Ob es nicht klüger wäre ein ausverkauftes, volles Haus zu haben und dafür die Tickets etwas günstiger zu verkaufen? 

Oder muss man über das Ticket-Preisgefüge verlorene Sponsorengelder wieder reinholen? Der Schriftzug "Mercedes Benz Arena, Stuttgart" im Stadion unter Dachkonstruktion musste ja zu "Arena, Stuttgart" kastriert und das vorangehende "Mercedes Benz" mit einem übergroßen "Bettlaken" zugehängt werden. Die Diesel-Gate Company aus Wolfsburg ist schliesslich der "offizielle Sponsor" des DFB Pokals.

Reines Abzocken der Zuschauer ist das und man müsste mal überlegen, ob man solche Vereine nicht vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen kann. Wegen Ungleichbehandlung.

Als wenn das nicht schlimm genug wäre, legt der VfB noch nach.

Hier ein paar Bilder vom Einlass für die Blöcke an der Untertürkheimer Kurve:

Anstehen in Meute vor dem Einlass
Nachdem "Umkurven" eines Zauns wurde man
durch einen schmal Gang gequetscht.
Rechts Zaun und Links ein geschlossener Kiosk für Bratwurst und Getränke.
Nach ca. 40m rechts kamen dann genau 6!!!! einzelne Durchgänge,
in denen jeder Besucher terrorfahndungs-mässig durchsucht wurde.

Die Sicht von oben. Über dem Zaun sieht man ein Schild. Darum musste man
herum, um dann in zwei 90° Kurven sich in den schmalen Gang zu zwängen.

Das ganze war ein wildes, wuseliges Gedränge und Geschiebe. Je näher es auf den Anpfiff zuging, um so mehr wurde gedrückt und gedrängelt.

Das wirkliche unglaubliche daran ist: Das war der Zugang zu den Familienblocks! Eltern mit kleinen Kindern mussten da durch! 

So was ist absolut unverantwortlich. Der Sicherheitsdienst in seinen gelben SDS-Leibchen steht innen hinterm Zaun und guckt seelenruhig sowie vollkommen unbeteiligt zu, wie Eltern ihre Kinder auf die Schultern nehmen, damit sie nicht gequetscht, gedrückt oder in dem Getümmel verlorengehen. Ganz zu schweigen davon, was da passiert, wenn die Masse Menschen unruhig oder panisch werden würde.

Absolut unverantwortlich. Da sollen bloss keine Vereins-Verantwortlichen was von Sicherheit für Zuschauer faseln.

Wenn man schon so schräge Einlass-Ideen hat, dann sollte man  - wie in der Achterbahnschlange im Vergnügungspark - ein paar Trenner aufstellen und die Menschen im zick-zack an die Engstelle heranführen. Kein Nachdrücken von hinten, keine Gefahr für kleine Kinder oder Familien. Jedenfalls keinen Druck der Massen auf dieses Nadelöhr.

Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben - vielleicht lernen die Verantwortlichen beim VfB und Verein selber ja mal was daraus.

Bis zum nächsten Mal - bitte bleibt mir gewogen, liebe Leser!



Samstag, 19. September 2015

Von Titusville über Naples und Miami nach Marbach.... der letzte Teil der Florida Rundreisen Saga Erzählung...

Seit ich mich von der People Fotografie am Ende des letzten Jahres entfernt habe, sprich: ich habe es drangegeben, verbringe ich deutlich weniger Zeit am Rechner und im Netz als vorher.

Das tut mir als Mensch und Familienvater echt gut, aber richtig gut für mein Blog ist es nicht. Es dauert immer wieder und immer länger, bis ich aufraffe und endlich meine Blog Einträge schreibe.

Es ist ja nun schon ein paar Wochen her, aber ich will dann doch noch den letzten Rest von der Florida Rundreise hier beschreiben, damit es auch alles ein gutes Ende findet.

Nach dem überwältigenden Besuch des Kennedy Space Centers wollten wir die letzten Tage in Ruhe verbringen und etwas wirkliche Erholung einstreuen.

Von Titusville machten wir uns auf und hatten die einzige wirklich lange Etappe zu fahren. Es ging nach Naples. Die Fahrt an sich lief sehr ereignislos. Die üblichen Raststellen Stops, schön leere Autobahnen und gemütliches Cruisen.

Viel Platz für grosse Autos....

... da macht fahren Spass!

Gewitter von rechts!




Etwas länger fiel die Pause in Sarasota aus, wo wir für 2 Runden Adventure Golf in einer Piratenlandschaft angehalten haben. Unserem Junior wollten wir nicht den ganzen Tag ununterbrochen im Auto zumuten. Ausserdem bekamen wir einen guten Eindruck davon, was uns in den nächsten Tagen erwarten sollte: schwüle Hitze! Der Wechsel von der Atlantik Küste zur Golf Küste macht einem dann doch zu schaffen, zu unserer gewählten Jahreszeit.

Minigolf mal wieder anders

Alles im Piraten(schiff)-Look

Gespielt wird auch hier auf Kunstrasen

Smugglers Cove Mini Golf Infos...


Irgendwann am späten Nachmittag trudelten wir dann in Naples ein. Zimmer beziehen und ab in den Pool war das einzige, was wir noch wollten. Dummerweise entpuppte sich der Pool als echte Badewanne, gross und schön, aber fast körperwarm. Uah! Da war nicht mehr viel Erfrischung über. So machte es einen Eindruck nach "Kinderwanne mit reingepullert" und es hatte sich noch kein Pool in Florida so angefühlt. Trotz das wir im Ramada Hotel abgestiegen waren.

Ramada Hotel in Naples


Schöne Zimmer, nichts zu mäkeln!


Das Abendessen war eher enttäuschend und führte uns zu einem thailändischen Restaurant in Naples. Wir haben die Prunk und Protz Ecken von Naples bewusst gemieden.

So langsam sehe ich auch entspannt aus beim Abendessen

Thailändisches Nudelgericht. Schmeckte leioder
nicht so toll wie es aussah!

Ein wenig Glutamat in Reinform und dazu "Nachwürz"-Sossen.
Eine schöne Schärfe tröstet über mangelnden Geschmack oftmals hinweg.


Der ganze Ort riecht nach Geld. Und man zeigt was man hat. In Richtung Strand gab es neben dicken Häusern auch ziemlich viele, ziemlich dicke Autos. Das war mir dann doch schon wieder zuviel. Als neidgezüchteter Deutscher kann man dort seine Probleme mit dem zur Schau gestellten Prunk und Pomp und Geld, dass wie Gras aus der Tasche wächst bekommen.

Es ging geruhsam zu. Wir verbrachten den nächsten Morgen am Strand. Aber auch nur den Morgen. Die Sonne grillte uns am Strand derartig durch, dass wir Mittags die Flucht ergriffen und einen netten kleine Pizza Laden aufsuchten. Leckere Hoagies und Pizza. Der Eigentümer selbst hinter dem Tresen, ein ehemaliger Wall Street Banker aus dem Investment Bereich. Er war ausgestiegen, hatte sich den Laden organisiert und lebte happy in dem Ort der reichen Rentner, der pro 500 Einwohner einen Golfplatz besitzt. Nachdem die Klimaanlage des Restaurants uns auf Normaltemperatur gebracht hatte, wollten wir wieder los. Aber das war nix. Die Hitze draussen war nicht auszuhalten und so verzogen wir uns noch etwas in die nahe gelegene Mall und genossen weiter die klimatisierte Shoppingwelt.

Der Strand. Sehr schön.

Das BvB Handtuch wurde auch in Florida gezeigt!

Hinter Palmen versteckt liegen die Strandvillen.


Valentino's Pizza & Hoagies
Sehr empfehlenswert!

Typisch amerikanisch Ambiente.

Sonnenuntergang am Strand von Naples....

.... zieht täglich eine Menge Schaulustige an.


Am Abend gab es dann den totalen Schock für mich.... An dieser Stelle bekenne ich mich offen dazu: ich bin ein riesiger Fan der Serie "Big Bang Theory" und in Naples gleich neben der Mall war ....... und Tusch.... eine Filiale der "The Cheesecake Factory" .... kleiner Ausraster vor Freude und Abendessen dort. Uff.... was war das denn? Das sah aber gar nicht aus wie die Cheesecake Factory, die man aus der Fernsehserie kennt.... Du keine Kellnerin, die aussah wie Penny oder Bernadette. Nicht mal annähernd. Denn man trägt dort auch keine Uniform, wie sie in der Serie gezeigt wird. Alles vollkommen anders. Aber trotzdem: superschön, super leckeres Essen in üppigen Portionen. So das wir direkt beschlossen haben auch am nächsten Tag dort wieder zu Abend zu essen.

The Cheesecake Factory

So sieht es von innen aus.


Der nächste Tag brachte bedeckten Himmel, mir eine morgendliche Joggingrunde am Strand und einen Tag im Zoo von Naples für meinen Junior. Unter schattigen Bäumen und bei "ohne Knallsonne" konnte man den Tag wirklich geniessen und aushalten. Anbei ein paar Impressionen aus dem Zoo, der mit  jeder Menge Tierpräsentationen mit Show Charakter aufwartet. Alles unspektakulärer als Seaworld und sicher angenehmer für die Tiere. Aber es hinterlässt auch hier einen faden Beigeschmack. Überzeugen kann der Zoo mit seinen Affengehegen, die alles kleine Inseln in einem grossen See sind und wo man die Besucher mit Böötchen rund um die Inseln fährt, damit man die Affen beobachten kann. Keine Zäune. Nahe dran und wirklich nett.

Spass mit einem 2-Zehen-Faultier

Dieser kleine Igel entpuppte sich als Womanizer

Welche Frau kann diesem Blick widerstehen?


Warten auf das Boot zu den Affeninseln


Das Boot und sein Käptn!

Äh? Schon wieder Gaffer an meiner Insel?

Affen-Lunch-Break

Turnen über der Wasserlinie

Giftschlangen hautnah! 



Hinterher haben wir die berühmte Eisdiele in Naples aufgesucht. Endlich mal richtig Eis und keine Softpampe. Selbstgemachte Eishörnchen. Unendlich viele leckere Sorten und das ganze Lokal ein rosafarbener zuckersüsser Traum mit sehr netten Menschen, die einen in ein Eisparadies entführen. unbedingt zu empfehlen. Nebenan der erste Heimatblick: das Black Forest Restaurant. Eindeutig deutsch. Kölsch. Currywurst und andere Leckereien von daheim. Leider war es geschlossen als wir dort vorbeikamen.

Ein klassische Eisdiele

Im Stile eines Diners und zuckersüsses Rosa an den Wänden

Na, wenn das mal keine deutsche Lokalität ist....

Sie hätten wenigstens richtiges Bier anbieten können!

Aber: es gibt Curry Wurst!

Das Ende unserer Florida Tour näherte sich mit Riesenschritten. Es ging am nächsten Tag zurück nach Miami. Quer durch die Everglades. Und mit Stop an einer Alligatoren-Farm. Leider.

Swampbuggy kannten wir schon. Gähnend langweilig und Garantie für ätzende, lange juckende Mückenstiche übelster Sorte. Propellerboot fahren? Ist nix für Junior. Viel zu laut trotz Gehörschutz.
Also nur rein zu den Tiergehegen. Das war man zu sehen bekommt, war leider erschreckend.

Eine Alligatorenvorführung, wo nur 5 deutsche Touris inclusive uns zuschauten. Der Mann machte das alles professionell und liess immer Pausenbei seinen Ausführungen, damit ich für alle übersetzen konnte. Stolz zeigte er sein narben und trieb allerlei Schabernack mit eine durchaus furchteinflössend grossen Alligator. Am Ende wird man dann zum Alligator kuscheln "gezwungen".

Alligatorenfarm!

Show-Alligator

Das Tier macht schnapp und beim Typ ist was ab!
Wenn er nicht gut aufpassen würde. Ist aber schon einige Male
bei der Show gebissen worden. Wie seine Narben zeigten....

Kiss a Gator! Nix für Touris!

So... Aligator-Halten für Alle zum Abschluss!

Aufzuchtbecken mit bedrohlicher Enge

Die Geier waren auch schon da!

In diesen Boxen hielt man ausgewachsene Raubkatzen wie
z. Bsp. einen Florida Puma.

Artgerechte Haltung stelle ich mir anders vor.

Home of a gator!

Die Terrarien-Ecke mit Giftschlangen Exponaten!
Das Ambiente sprach für sich. Man sollte es besser lassen.

Ansonsten wartete man mit ein paar stark vernachlässigten Terrarien für Giftschlangen, kleinen Gehegen mit Raubkatzen diverser Grössen und 2 sibirischen Tigern in einem fast schattenlosen Gehege auf, Die Hinweise, dass man neue Gehege plane und die aktuellen schon grösser und luxuriöser sein als der Gesetzgeber vorschreibe überzeugen den Besucher nicht wirklich.

Wir verliessen den Ort gefühlter tierischer Grausamkeiten und fuhren weiter in Richtung Miami.

Ein letztes Abendessen im TGI Fridays, eine letzte Hotelübernachtung im nirgendwo von Plantation  und einem Frühstück im Tower Deli, der Stelle, wo unser Trip begann, endete er auch. Auf zum Flughafen, den schön üppig riesigen und an mein Herz gewachsenen Luxus SUV wieder abgeben und dann gings zum Heimflug. Natürlich nicht ohne 3 Stunden Verspätung. American Airlines bietet echt was fürs Geld. *Grummel*

Ob das so wirklich ein Fun Fact ist?

Das letzte Dinner musste ein typisch amerikanisches Steak sein.


Das grossartige Tower Deli im Plantation District of Miami.

Das schlechteste Flugzeug Essen, an dass ich mich überhaupt in meinem
Leben erinnern kann: Maccaroni & Cheese von American Airlines!
Die Airline sollte sich schämen, sowas zu servieren.


Epilog

Nein, so einfach ging es dann doch noch nicht zu Ende. Dieser Urlaub hatte einen Fluch auf Hin und Rückreise. keine Ahnung warum. Aber als wir denn mit Verspätung in Deutschland gelandet war, ging die Horror Odysee noch weiter. Die Deutsche Bahn wollte American Airlines in Nichts nachstehen und hatte aufgrund eines "Personenschadens im Gleis" irgend wo bei Bonn mal wieder das Totalchaos im ICE und IC Verkehr. Eine Störung und in ganz Deutschland bricht der gesamte Fernzugverkehr zusammen. keine Reservierung, übervolle Züge, Umsteigeorgien ohne Anschlüsse, das volle Programm. Auch der deutsche Kundenservice - warum soll ma denn auch Kunden an der Theke vom Bäcker bedienen, wenn man sich vor dem Backoffen mit einer Kollegin unterhalten kann - hatten mich nach nicht mal 30 min. schon wieder in den Amoklauf Modus befördert. Ich hätte direkt wieder zurück gewollt nach Amerika. Nicht mit American Airlines, aber wieder zurück.
Irgendwann hatten wir es nach Stuttgart geschafft. Da schlägt der schlechteste, teuerste und elendigste ÖPNV Verkehrsverbund Deutschlands, den ich kenne, wieder zu. Ja, ich weiss, ich wiederhole mich, aber es wird auch nix besser in Benztown - trotz grünem Bürgermeister der vor seiner Wahl, scheinbar von irgendwas mächtig berauscht, noch gross von "attraktiver machen" faselte. Siganlstörung, Kirchentag und das S-Bahn Netz in Stuttgart war die Hölle, 2. Teil. und irgendwann doch... nach mehr als 6 Stunden statt regulär 2,5 Std. hatten wir es vom Frankfurter Flughafen nach Marbach geschafft. Wir waren wieder daheim.

Fazit: Florida ist immer eine Reise wert und mit einer untypisch deutschen Entspannungshaltung kann man dort viel Spass haben.

Noch ein paar nette Sachen zum Schluss:
Exotisches in der Gemüseabteilung: Boniato & Yam.

Das Kühlregal mit Dosenbier in einem Supermarkt

Das ist ne Chipstüte für den laaaaaaaaaaangen Filmabend

Tequila rein und gut. Knapp 5l Instant Magarita!

Ihgitt!

Ihgitt - Teil 2

Ich habe den Grössten!
Wagen auf dem Hotel-Parkplatz!
Leider war es nicht unser Fahrzeug.

Getränkeautomat mit Kreditkartenzahlung

St. Pauli Girl Bier.... das kenne ich nicht mal aus Deutschland.


Vielen Dank liebe Leser, dass Ihr es mal wieder mit mir ausgehalten habt. Vielen Dank, dass Ihr die Geduld aufgebracht habt meine Florida Memoiren von Anfang bis Ende zu lesen. Bitte bleibt mir gewogen und bis bald!