Sonntag, 21. April 2013

Ein Wochenende in Tokio - Teil 1

Nach ein paar Tagen Ruhe wird es wieder Zeit, daß ich mal wieder aus der Kapitale Japans zu Wort melde. Man erlebt hier so unglaublich viel, daß ich befürchte, nicht alles in einem Blog-Posting heute hinzubekommen.

Letzten Mittwoch habe ich das letzte Mal geschrieben und stand vor der Einladung des japanischen Teams zu einem Abendessen am Donnerstag. Einer der Kollegen führte mich hin und von aussen war ich erstmal skeptisch.... Kellertreppe runter... Tür.. klein und eng... schauen wir mal, wo das hinführt.

Aber da hatte ich mich massiv getäuscht: es war ein wunderbares, kleines und gemütliches (rustikal?) Restaurant mit hervorragendem Essen. Unten 2 der freundlichen Kollegen mit einem Glas japanischen Biers! Oder was davon übrig ist.




Hier eine kleine Auswahl der Speisen - oder was davon übrig war, als ich es abgelichtet habe:
Hokke -> gegrillte Makrele

Nudeln mit Schweinefleisch

Gewürzte Fritten (ist das japanisch?)
Yakitori - Hähnchenspiesse mit Teriyaki Sosse
(sehr lecker und definitiv japanisch)

Frittiertes Huhn

Das war mal: Salat mit Oktopus (nicht Tintenfisch!!!!)

Kleine Sashimi-Platte mit Lachs, Shrimps, Thunfisch und noch mehr...
oder spricht man da dann von "Meer"?


Was gab es sonst noch so Neues? Drumherum? 

Ein Erlebnis der besonderen Art: Ein Restaurant, ganz für mich alleine! Mit weiblicher Begleitung wäre es schön, aber im Alleingang war es doch eher unschön. Der leckere Inder (äh, ich meine das Essen vom Inder, nicht den Typ. Den würden meine weiblichen Leser vermutlich als eher "unlecker" beurteilen) vom letzten Mal stand noch auf meiner Besuchsliste für ein Abendessen. Also nichts wie hin, Treppe rauf, Tür auf, Bollywood Musik schallt. Blick um die Ecke; Restaurant leer, also fast, weil ein Kellner und ein Koch ausser mir noch anwesend waren.
Indisches Restaurant neben dem Büro am Abend um 19:30 Uhr.
Büro neben dem indischen Restaurant morgens um 07:30 Uhr


Immerhin... der Service war 1a diesmal, das Lassi wurde nicht vergessen und das Naan war garantiert ganz frisch. Musste ja für mich gebacken werden. Aber wirklich gelohnt hatte sich das auch nicht, da die Portion genauso groß wie beim Mittags-Spar-Lunch war. Nur teurer und deshalb wohl auch ohne Salat.


Auf dem Heimweg stellte ich dann fest: Nicht nur in Deutschland gibt es den "Turnbeutelvergesser".
Das liegengelassene Beutelstück hatte ein freundlicher Mensch zum besseren Wiederauffinden an den Stahlträger in Augenhöhe gebunden. Sofern es ein Turnbeutel ist... und vergessen wurde. Ich kann diese Schrift immer noch nicht lesen...

An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Tip für den OB von Stuttgart, Herrn Kuhn, loslassen. Statt immer nur davon zu sprechen, den ÖPNV in Stuttgart und Umgebung zu verbessern, sollte er mal - auf hoffentlich eigene Kosten - einen Trip nach Tokio machen und sich anschauen wie das aussieht, wenn man es gut und ordentlich macht. Also zuerst mal Züge mit ordentlicher und funktionierender Heizung bzw. Klima-Anlage. Einen Fahrplan, der keine Wartezeiten von länger als 15 Minuten zulässt. Preise, die abhängig von der gefahrenen Entfernung bzw. der Anzahl Station abhängig ist und bereits bei 1 Euro beginnt. Sehr bequem ist auch der Türen-Marker.
Da kann sehen - Hier hält Wagen Nummer 6 und wenn man hier stehen bleibt, ist hier auch die Tür zum Ein- und Aussteigen. Immer! Ohne Ausnahme! Auf jedem Bahnsteig, Manchmal hat es sogar mehrere Bodenmarker, falls die Züge eine unterschiedliche Anzahl Waggons haben können. Huhu - deutsche Bundesbahn - ja, daß ist auch für Euch mit Eurem ewigen "Zug heute in umgekehrter Reihung" gedacht. Die Japaner können immer die richtige Reihung hinkriegen und das bei deutlich mehr Zugverkehr. Sorry, aber auch das musste in der Deutlichkeit mal gesagt werden.

Und woher weiss man, wieviel Waggons so ein Zug hat? Na, da steht es doch auf der Anzeige:
Zug kommt um 20:11 Uhr und hat 15 Waggons. Ganz einfach oder?
Nachdem ich den Freitag noch hinter mich gebracht hatte, wurde es Zeit für das Wochenende und den Spass! An dieser Stelle möchte ich mich mal massivst bei Herrn Murphy beschweren. Der Kerl hat einen dermaßen gewaltigen Tritt in seine Kehrseite verdient, daß es kracht und er mehr als 3 Wochen Verstopfung hat. Dieser Misanthrop, der Elende! Und warum?

Von Freitag auf Samstag viel die Temperatur um fast 15 Grad von 25 auf 10 und die Sonne verschwand, um einem diesigen und regnerischen Himmel Platz zu machen. Genau für Samstag und Sonntag war §$%&/*#-Wetter angesagt. Ab Montag soll es wieder toll und sonnig sein! *Grummel*

Nichtsdestotrotz - Sightseeing muss sein auch im Regen. Also auf nach Asakusa und den Senso-ji, den ältesten bhuddistischen Tempel Tokios, anschauen. Dabei konnte ich dann auch noch etwas auf meiner Liste abhaken: Mit der berühmtesten Stadtbahnlinie Tokios fahren - der Yamanote. Beweis:
... weiter nach Asakusa...
...das kann jeder Touri hier!

Wie es denn dort weitergeht, erfahrt Ihr im nächsten Blog-Post. Der Kommt sicher sehr schnell, denn sonst hole ich das nie auf, was am Wochenende alles noch passierte bzw. was es noch zu sehen gab. 

Bleibt mir gewogen, liebe Leser!

Mittwoch, 17. April 2013

Konnichi Wa aus Nippon - ich lebe noch....

Die letzten Tage waren deutlich anstrengender als vermutet; auf diesem Trip macht mir zum ersten Mal seit langem die Zeitverschiebung richtig zu schaffen. Im Job mache ich den Frontbeschaller für meine japanischen Kollegen. Aber drei Tage am Stück fast ausschliesslich reden zu müssen, teilweise mit Simultandolmetscher, ist kein Zuckerschlecken. Erinnert ein wenig an die vielen Messestand-Auftritte die ich bei meinem letzten Arbeitgeber absolvieren durfte. Immerhin gibt es hier Stühle und ich muss nicht den ganzen Tag stehen.

Daher gab es jetzt mal 2 Tage Schweigen.

Nicht, daß einer meint ich wäre in der Zeit untätig gewesen. Nein, nein, ich habe weiter nach gutem Essen und interessanten Dingen gesucht.

Die Kernfrage, die mich aktuell beschäftigt ist: Wie geht das in Japan mit dem Kennenlernen und Flirten?
In China grassiert die Vogelgrippe und schon hat in Japan eine massive Anzahl an Menschen wieder diese Dr. Brinkmann OP Schutzmasken auf. Glücklicherweise sind meine lokalen Arbeitskollegen anscheinend davon überzeugt, daß ich keine Gefahr darstelle und in meinen Meetings setzen sie die Dinger freundlicherweise ab.

Wenn jetzt ein Japaner oder eine Japanerin ihr gegenüber interessant bis attraktiv findet, wie zeigt man das dann, wenn man sich so gesichtsverschanzt wie die Menschen auf den folgenden Fotos:



Freundliches Augenzwinkern? Ob das alleine reicht? So mit Lächeln ist da wohl eher schlecht. Oder riskiert man das dann doch den Schutzfummel vom Gesicht zu ziehen, kurz und heftig zu Lächeln und dann den Antivirenzellstoff wieder vors Gesicht zu schieben. Romantisch stelle ich mir das nicht unbedingt für den Durchschnittsmenschen ohne Klinikfetisch vor. Da wird man wohl in den nächsten Jahren ein Auge auf die Anzahl Hochzeiten und Geburten haben müssen, um rauszufinden ob das Folgen für die japanische Population haben kann. Ob man sich als Alien so besser assimilieren kann? Könnte ich ja mal ausprobieren, wenn ich am Wochenende abends mal ausgehen sollte. Was auch immer passiert, der Japaner kann hinterher immer guten Gewissens sagen, daß die Gefühle gesiegt haben. Aussehen hat da nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Und noch ein Novum: Ich war 2 Tage hintereinander im selben Lokal essen. Ja, es wird Zeit wieder über Essen zu reden. Ich hatte bei meinem letzten koreanischen Dinner direkt daneben ein Restaurant für Fisch und Meeresfrüchte ausgemacht. Das wollte ich unbedingt ausprobieren und bin ganz furchtlos rein. Und was soll ich sagen, was ein Spass. Es läuft ziemlich laute japanische Heavy Metal Musik zur Gästeunterhaltung. Die Bedienungen übertönen die Musik mit geschrieenen Bestellungen und es herrscht eine infernalische Geräuschkulisse. Und es ist genau gut so. Man mag das kaum glauben. Aber es ist gut. Man bekommt einen Platz zugewiesen, hört den Satz "No english menu" (keine englische Speisekarte) und der Spass kann beginnen.

Kurzer Blick auf die Frischeauswahl:

Ja, die Muscheln sind am Leben!
Speisen oder Getränke? Keine Ahnung....


Dann kurz auf einen Fisch gedeutet, Rückfrage des Personals "Sashimi?" Glück gehabt, wenn man das vom Sushi her kennt und mit einem Kopfschütteln auf den Grill deuten kann. Dann darf man warten, mit viel Glück auf einem Platz direkt vor dem Grill, und seinem Abendessen beim gar werden zuschauen. Nebenbei entdeckt man dann eine Reihe anderer Köstlichkeiten... gegrillter grüner Spargel (der Grösse nach aus Fukushima), Pilze in Alufolie mit Gewüzen und Sosse in der Alufolie auf dem Grill gegart und vieles mehr.
Meiner! Noch nicht gar!
Ok. Jetzt in gar und lecker und ohne Scheibe dazwischen!
Das mit dem Spargel und den Pilzen hat mich dann doch den ganzen Abend nicht mehr losgelassen und deshalb bin ich am folgenden Abend gleich wieder hin. Diesmal hatte ich mein Pointing Book dabei, indem freundlicherweise grüner Spargel und Pilze abgebildet waren. So ein Pointing Book ist in Japan ausserordentlich nützlich, wenn man kein Japanisch kann. Sinnigerweise sind auch passend Fotos von Pilzen und grünem Spargel gleich drin. (Ob der Autor diese Lokale kennt? Und kann man bei einem Pointing Book von einem Autor überhaupt sprechen?)

Die Bedienung jedenfalls verstand sofort was ich wollte und obendrauf habe ich mir noch so einen Flossenbruder wie am Vortag auf den Kohlengrill legen lassen. In diesem kleinen Lokal gibt es keine andere Kochstelle als einen offenen Kohlengrill hinter einer Scheibe, so das man dem Koch die ganze Zeit zuschauen kann. Und dann kam der Pilz, nicht die Pilze in Alufolie, und das war sowas von Lecker.... Shitake-Pilz vom Grill mit Home-made Wasabi und nem Tropfen Sojasosse.

Schon leicht angebissen.. ich war jung und hatte Hunger!
 Ziemlich zügig gesellte sich der Spargel dazu, der mit einer Art Mayonaise aufgetischt wurde.
Sieht nicht filigran aus, war er auch nicht. Aber lecker! In
Deutschland würde man in dieser Größe den Spargel kaum noch verkaufen können,
weil jeder meint das Teil wäre dann "holzig". Ganz im Gegenteil war der Spargel sehr zart
und delikat... 

Zum Schluss kam dann wieder der Fisch...
Sieht gar nicht so gefährlich aus
Oder doch gefährlich? Und eine ganze Menge Gräten waren auch
inklusive. Das ist mit Stäbchen kein Vergnügen.
Dummerweise war das Lokal ziemlich voll und um mich herum bestellten die Einheimischen alle Arten von Köstlichkeiten, die ich zwar sehen konnte, wohl aber auch mit meinem Pointing Book nicht bestellt bekomme. Trotzdem werde ich nochmal dort hingehen und mein Glück versuchen.


Besonders schön finde ich die Automaten mit den riesigen Touchscreen-Bildschirmen. Wie lang so etwas in Deutschland wohl an einem Bahnhof überleben würde? Irgendwie kamen mir gleich diese tresoartigen Edelstahlquadrate in Größe eines Kleinbusses in den Sinn, die auf deutschen Bahnhöfen öfter mal platziert werden. Durch ein engmaschiges, fingerdickes Stahlnetz kann man dann mit schiessschartenähnlichen Sichtfeld versuchen herauszubekommen, welche Ware man vielleicht zu einem teilweise erkennbaren Preis erwerben kann, falls der Automat tatsächlich noch funktioniert. In Japan sieht sowas dann so aus:
Jeweils auf der rechten Seite ist ein Leergutsammelbehälter.
Pfand kennen die Japaner nicht. Brauchen Sie auch nicht.
Hier wirft auf der Strasse keiner auch nur irgendwas weg.

Die Bedienungsanleitung wird regelmässig eingeblendet.
Wetter, heute morgen um 7:30 Uhr. Bedeckt, 17 Grad, leicht windig.
Die Sonne war gelogen.

Heile. Funktionsfähig. Keine Aufkleber drauf. Keine Kratzer auf der Scheibe. Keine Graffitti dran.
Nebenbei wird Werbung oder aktuelle Wetterbericht gezeigt. Und das steht auf einem Bahnhof.
Und auch der Rest vom Bahnhof ist sauber. Zwar ist der Bahnhof nicht neu, aber immerhin vollkommen vandalismusfreie Zone.

Was gab es noch zu entdecken? Eine 3-stöckige Flutlicht-Driving Range für Golfspieler mitten in der Stadt. Die Teile gibt es hier reichlich, erkennt man immer leicht an den riesigen Umnetzungen, die deutlich höher sind als die meisten Häuser. (Hier wird wg. der Erdbeben genrell eher flach gebaut). Da klopfen die Japaner dann wie die wahnsinnigen auf 3 Stockwerken um die Wette. Ist eine ziemlich lustige Geräuschkulisse, weil keiner redet, sondern alle pausenlos Bälle schlagen. Wenn man hier nachts mal die ganzen Bälle einsammeln würde, dann hätte man ein ordentliches Vermögen zusammen.


Dann gab es in der Shinagawa Station eine mobile Schönheitsfarm zur Rush-Hour, die von einer der Damen lauthals über eine Mötorhead-würdige PA-Anlage angepriesen wurde und auch noch bis in den letzten Winkels des Bahnhofs zu hören war. Mein Respekt gehört den Frauen, die sich da im Getümmel professionell aufpimpen lassen. Das muss man erstmal können. Gestern da. Heute nicht mehr. Die japanische Avon-Verschnitt Clique wird wohl in einem anderen Bahnhof unterwegs sein.


Aktuell gibt es ein Kaffee-Spassgetränk im Supermarkt mit kostenloser Modellautobeigabe. Ob das eine wirklich authorisierte Aktion von Mercedes Benz ist? Morgen muss ich den Drink wohl oder übel mal probieren, frei nach dem Motto: "Das Beste oder nichts" - hoffentlich ist da auch das Beste drin.... huihuihui.


Dem Italiener würde dieses nette, kleine Etwas wohl die Tränen in die Augen treiben: "Fettucine" aus Fruchtgummi; ich glaube mit Mangogeschmack, bin aber nicht sicher. Sah zumindest nicht lecker genug aus, als das ich das probieren wollte. In der Kantine heute mittag hatte ich aus einem mir unbekannten Grund keinen Apetit mehr auf Nudeln.....


Mein Freund der Kaffee-Automat. Japaner sind ja sowieso sehr automaten-affin. Auch Kaffee-affin, sofern er denn aus Dosen in Supermarktregalen kommt. Oder auch mal frisch bei Starbucks. Generell ist man nicht so kaffee-verliebt wie in Europa oder den USA. Aber wie erwähnt - und siehe auch oben - automatenbegeistert. In Japan muss immer alles irgendwie auch 24h verfügbar sein, was der Japaner oder die Japanerin so zum täglichen Leben braucht oder brauchen könnte. Fast überall wo man ist, kann man sich umdrehen und sieht Automaten. Mit Getränken, Zigaretten und was weiss ich noch allem. Oder man sieht einen kleinen Supermarkt der von 07:00 -23:00 Uhr oder noch länger auf hat. Und im Erdgeschoss oder direkt neben jedem Bürogebäude ist so eine kleines Einkaufswunderland, das von Frischmilch über Atemschutzmasken, Unterwäsche, Geldautomaten, kleinem Warmverpflegungsangebot und was weiss ich nicht noch im Angebot hat. Im Bürogebäude meines Arbeitgebers ist auch so ein Shopping-Wunderland und hat diesen kleinen tollen Automaten. Man geht an die Kasse, sagt ob man Eiskaffee (auch als Latte verfügbar) oder normalen Kaffee (auch in der Latte Version erhältlich) möchte und erhält einen Becher (bei Eiskaffee mit Eis drinnen). Drunterstellen - also den Becher, nicht sich selber bitte -, Knopf drücken und es gibt einen leckeren Kaffee. Ich habe nur 3 Tage gebraucht und jede Kassiererin indem Shop weiss, der Typ will Kaffee. :-) Daher kommt wohl der Begriff "Convenience Store" - ich zumindest finde das sehr convenient.



So liebe Leser... das muss erstmal reichen.... ich muss ins Bett und meinen Jetlag endlich weg bekommen.
Für morgen Abend bin ich vom japanischen Projektteam aufgefordert mit Ihnen zusammen auszugehen.
So scheinbar bin ich wirklich angekommen in Japan....

Also seid gespannt, was ich dann berichten werde und bleibt mir solange gewogen.

Sonntag, 14. April 2013

Big in Japan oder Lost in Translation?

So.... jetzt bin ich also wieder in Japan. Und diesmal wirklich alleine, ohne weitere deutsche Mitreisende. Natürlich werde ich Büro auch auf ein paar Auswanderer und Expats treffen, aber es ist anders,

Die Anreise nach Tokyo hat mich die deutsche Bahn wieder in vollen Zügen geniessen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes und ich war wirklich sehr froh, daß ich mich entschlossen hatte, doch noch vorher einen Sitzplatz zu buchen.
Was mir heute zum ersten Mal auffiel war, daß in den ICEs der DB die Abstellmöglichkeiten für Koffer immer genau in der Mitte der Wagen sind. Also an dem am weistesten entfernten Punkt von den Türen. Man karrt sein Gepäck - mal  mit mal ohne Gegenverkehr - zu diesem Koffersammelplatz, wobei der Gang ein MaxiTrolley schon kaum noch in seiner Breit durchlässt. Und beim Aussteigen der gleiche Kampf. Wo liegt da der Sinn? Das alle Ihren Koffer gleich weit tragen müssen? Spart man Energie, wenn der Schwerpunkt in der Mitte des Waggons liegt? Und wenn ja, was passiert, wenn keiner Koffer dabei hätte?

Die Japaner können das besser - im Narita Express (dem Schnellzug zwischen Flughafen und Tokyo) hat man an jedem Ausgang einen Kofferplatz mit individuell bedienbaren Kabelschlössern. Der blanke Luxus und Komfort im Vergleich zum ICE. Spassig ist die Ansage dazu: Wenn man die selbstgewählte Zahlenkombination für das Schloss vergessen hat, kann man das Gepäck an der Endhaltestelle mit Hilfe des Servicepersonals bekommen. Mein Zug würde in Yokohama enden... nicht so wirklich verlockend und ziemlich weit weg von Shinagawa.

Was die Bahn unterdessen aber gut kann, ist das Boardmagazin thematisch füllen. Für mich ist es mittlerweile ein sehr angenehmer und informativer Lesestoff geworden. In der aktuellen Ausgabe hat mich besonders der Bericht über kunstvoll gestaltete Kinderbücher interessiert. Liegt wohl schwerpunktmässig daran, daß ich meinem 5-jährigen immer noch Gute-Nacht-Geschichten vorlesen darf. Bevor jemand was anderes behauptet: Ich mache das sehr, sehr gerne für meinen Junior und habe da richtig Spass dran, die Zeit abends so mit ihm zu verbringen.

Irgendwann kam ich am Flughafen Frankfurt a. M. an und in der Halle leuchtet über der Abflugtafel der Kranichlinien-Slogan: "Boarding. Flying. Smiling."


Nur leider vergeht an diesem Samstag morgen dem Reisenden schnell das "Smiling". Ich würde einen ebenfalls der Fluglinie entstammenden Slogan in leicht abgewandelter Form zum Besten geben: "There's no better way to queue!" Denn so sah die Checkin Schlange aus; Dank 3 geöffneten Countern (von denen einer noch für den Crew Checkin war). Rein räumlich hätte man insgesamt 15 Counter besetzen können.


Nach dem ich dann eingecheckt hatte, etwas trinken war und nach ca. 30 min. dort wieder vorbei kam, sah die Schlange dann so aus:


Also immer noch genauso lang. Und das war der Business Class Checkin. Die Economy Checkin Schlange hätte ich selbst mit Weitwinkel vermutlich nicht auf das Bild bekommen. Nach der Personenkontrolle und einer weiteren Warteschlange vor der Kranichlinien Business Lounge konnte ich mir in dem überfüllten "Sammelbecken" für Vielreisende noch etwas die Zeit vertreiben. Immerhin ergatterte ich dort einen Sitzplatz und musste nicht wie so viele andere einen Snack im Stehen einnehmen. (Vollkornbrot mit Kräuterquark - alternativ gab es noch HotDogs. Das Vanillemousse zum Nachtisch war erschreckend gut, damit hatte man gar nicht gerechnet.)

Und dann ging es ab mit SAS nach Copenhagen - dem skandinavischen Luftfahrtdrehkreuz. Der Flug war sehr angenehm und es gab eine hervorragende Mahlzeit (Roastbeef mit Pfefferkruste, rosa gebraten, mit Kartoffelsalat. Dazu (wirkliche warme!!!) Brötchen mit 2 Sorten leckeren Käse. Getränke werden in 0,33 Liter Dosen gereicht und nicht in den Minidöschen, mit denen man nicht mal das Miniglas im Flieger vollbekommt. Warum meckern die in den ganzen Vielfliegerforen bloss so über SAS? Und mir nichts, dir nichts, war ich in Kopenhagen.


Dänen lügen nicht - sang schon Michael Bornholm in den 70er Jahren oder so.... Und Dänen, zumindest alle die ich kennen lernen durfte, sind ziemlich lockere und gesellige Typen. Während Deutschland noch liest, ist Dänemark schon weiter -> 50 Shades of Grey als "lustiges Gesellschaftsspiel". Wie das dann tatsächlich aussieht, mag sich jeder in seiner Fantasie ausmalen. Ich sage dazu nix, sonst wird mein Blog irgendwann zensiert oder indiziert oder.....



Im Flughafen gab es eine sehr schöne, grosszügige Lounge ohne Überfüllung. Dort hatte eigentlich jeder Gast seinen eigenen Tisch für sich. Lecker Lachs gab es auch.... Yum! Skandinavisch gut. Erinnerung an mein Finnland-Projekt. In den Toiletten hat jede Kabine einen eigenen Waschtisch und sauber war es auch. Warum meckern die denn bloss über SAS? Wer keinen eigene Rechner dabei hat, kann sich an einem von 10 iMacs frei bedienen. Jeder mit sogar mit einem Skype Telefon!


Besteigen des Fliegers - SAS macht da keine Unterschiede zwischen Eco, Business oder so - alle durch den selben Gang; basta; und trotzdem ratz-fatz in der Kabine gewesen.  Grosse Beinfreiheit nach vorne. Hatte ich bisher noch nie in dem Masse. Dafür der Sitz aber gefühlt etwas schmaler als in den vorhergehenden Flugerfahrungen. Und dann kam die Vorspeise (Mann.... ich rede wieder nur vom Essen, oder?) - auch toll, oder?

 

Und dann endete der Spass ziemlich abrupt. Von Hauptgang und Desert gibt es keine Fotos mehr. Das mute ich Euch nicht zu. :-( Aber hier mal ein Frühstücksausschnitt - "Yoghurt with Muesli and fresh fruit".


Joghurt - check!
Früchte - na ja... check!
Muesli - Fehlanzeige - neeee, warte mal, die homöopathisch verteilten Körner sind das! Check???

Der nächste Dämpfer war das Board-Entertainment. Im Vergleich zu anderen Fluglinien sehr, sehr, sehr spartanisch. Übelst zu bedienen - da sollte man mal ein paar gute Usability Engineers dran lassen zur Überarbeitung. Höhepunkte: Das Bordmagazin stellt Filme vor, die man gar nicht in der Auswahl hat ( The Hobbit & Jack Reacher). Den neuen James Bond konnte man nicht anschauen, der ruckelte wie ein überlasteter Live-Stream im Internet. So langsam verstehe ich die nicht so begeisterten Kritiken....

Der Sitz selber entpuppte sich im Nachhinein für mich persönlich dann doch noch als Überraschung. Zwar ein wenig schmal, aber für meinen Rücken wars gut. Der bequemste Liegesitz im Flieger, den ich bisher hatte. Wohlgemerkt: für mich ganz persönlich! Das muss nicht jeder so sehen. Das Personal war durchgehend freundlich und nett.Ob ich je in einer Flugzeugtoilette mit Aussicht gesessen habe, weiss ich auch nicht. Aber in dem Flieger hatte auch die Bordtoilette 2 Fenster zum rausschauen. Al Bundy wäre begeistert gewesen. Mein Fazit für SAS: Mittelprächtig, aber nicht so schlecht wie in den Foren dargestellt.

Kurz mal vorgespult und jetzt in Tokyo angekommen, Hotel eingecheckt, Wetter stürmisch und bedeckt.
Am Bahnhof steht ein Schild "Flohmarkt" - oh! Also nichts wie hin. Der Flohmarkt ist allerdings nicht anders als in Deutschland. Lediglich werden dort zu 98% Kleidung, Taschen, Schuhe und Kosmetik verkauft und weniger der so geliebte "Krams" oder Bücher. Wichtigster Unterschied - ich vermute, dort wird nicht gefeilscht. Alles ist mit Preisschildern ausgezeichnet. Alles! Wirklich alles! Keine Ausnahmen.





Weitere Sehenswürdigkeit am Nachmittag war eine Oldtimer-Ausstellung an der Shinagawa Station mit einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit. Einem alten - wirklich alten - Rolls Royce.




Oldtimer werden nach meinem Verständnis immer für den möglichst originalgetreuen und möglichst guten Zustand bei solchen Veranstaltungen prämiert. Der auf mich etwas kauzig wirkende Besitzer des Rolls-Royce hatte beide Arme voll davon. Allerdings hat mich das "Cockpit" des Rolls etwas erschreckt und ich frage mich, ob die Pokale alle für Originalgetreu waren oder für die japanische Version von "Pimp my ride"


Zum Schluss des heutigen Tages noch 3 Dinge:

  1.  Ich weiss seit heute, warum Personen mit Tattoos nicht in den Fitness Raums des Hotels dürfen: Das gilt nur für Japaner und ist anscheinend weit verbreitet. Man möchte dort nicht, daß andere Gäste durch die Angehörigen der hiesigen Mafia verschreckt werden. Diese haben meist einen "Bodysuit" (Ganzkörpertattoo). Für den Durchschnittsgast aus dem Ausland gilt das nicht, ausser das Tattoo wäre frisch gestochen. Somit hat die Frage von meiner letzten Reise endlich eine Antwort bekommen. Mein Dank an den ausserordentlich netten und freundlichen Concierge des Hotels.
  2. Wie prüft man, ob man sich am Leitungswasser im Bad verbrennen kann (weil es zu heiss ist) ohne die Hand drunter zu halten, wenn man in einem Hotel ist? Die Anleitung zur Bedienung der Mischbatterie im Bad fordert dazu auf.....


  3. Warum sammeln Japaner gefüllte Wasserflaschen vor der Haustür? Und was ist da drin? Bzw. wie lange mag es da drin sein? (siehe Flasche unten rechts) Oder um es mit den Worten eines Kollegen von der IBM zu sagen: "Das Pferd war wohl krank?"



Und falls meine lieben, mir hoffentlich noch geneigten, Leser immer noch was über Essen in Japan hören möchten, da habe ich schlechte Kunde. Mein Abendessen gab es beim Koreaner: Kimchi und .....
Ich kann es nicht aussprechen, vermute aber eine Art fingerdicke Spaghetti/Nudel mit Eieromelette, Zwiebeln und Paprika in roter, ziemlich scharfer, Sosse! Wenn ich sage, daß ich den Kimchi gegessen habe, um Schärfe rauszunehmen, mag jeder Kimchi-Kenner sich das vorstellen können. So sah es zumindest aus:


 Und damit wünsche ich Euch allen eine tolle Zeit und sage: Konnichi-wa, bis bald aus Tokyo!

Samstag, 13. April 2013

i-Verbübsch... das ist ja voll der i-Wahnsinn....

Irgendwie muss man gar nicht nach seltsamen Dingen suchen. Mittlerweile finden diese Dinge den Weg zu den Menschen von ganz alleine.

So mal wieder in der letzten Woche geschehen. Nach der Arbeit noch einen kleinen Abstecher in die Benztown City gemacht und mal bei Gravis - dem Apple Dealer des Vertrauens vor Ort - vorbeigeschaut.

Es gibt neues Zubehör.... hübsche i- für alles mögliche Täschlein, und sonstige Utensilien, die das Leben des Apple Fetischisten leichter machen. Und ich gebe zu das ich von meinem iMac und meinen iPods imemr begeistert war und noch bin.

In einer Ecke des Ladens gibt es jetzt eine Art "Wellness- and Health-Corner" (für die nicht anglophilen, daß Regal mit den eher medizinisch angehauchten Waren).

Blutzuckermessung per iPad und iPhone... kann praktisch sein
Blutdruckmessen per iPad und iPhone und iPod... kann praktisch sein

Man muss kein Journal führen, machen automatisch die Apps auf irgendwelchen Seiten und Datenbanken. Wenn man sich mit dem Datenschutz(problemchen und Herausforderungen) dabei anfreunden kann, toll.
Wie weit das en detail geht ist mir nicht näher bekannt, habe ich auch nicht untersucht. Aber da wird sicher irgendwann wer hinterkommen, daß man auf diesen Daten aufbauend Medikamente, Gesundheitsangebote und was weiss ich nicht auf den Benutzer "werfen" kann.

Und dann sehe ich das Teil... namens.... 'iParent'




Eine portable, zusammenfaltbare Babywaage, die per iPhone/iPad/Ipod... bedient wird. Kostet aktuell rund 130€ und ist eine zusammenfaltbare Plastikschale mit integriertem Waagen-Element. Dazu gibt es eine kostenlose App, zur Bedienung und ich zitiere ->
 "lückenlose Dokumentation und Entwicklungsbeobachtung und Share-Funktion über App"

Na gut, aber wer bitte braucht das? Außer Hebammen kann ich mir relativ wenig Menschen vorstellen, die so etwas wirklich brauchen würden. Aber ob Hebammen die Target-Klientel dieser Entwicklung waren? Ist das Marktpotential an Hebammen wirklich so groß? Und sind die wirklich alle auch Apple affin?

Das wirklich - zumindest für mich abstruse - war die "Sharing Funktion", die als Feature auf der Packung ausgewiesen war. Kann man dann in der Krabbelgruppe einen Wachstumsrennen der Kinder veranstalten? "Die Top 5 "Zunehmer" der Woche sind Kevin, Chantalle....." Oder wie muss man sich das dann vorstellen?

Wer bitte will das? Das Gewicht seines "Frischgeborenen" täglich in FaceBook posten? Ich suche da echt verzweifelt den Sinn. Wer den Sinn gefunden hat, möge sich doch bitte bei mir melden und mich aufschlauen.

Liebe Grüße aus dem Airport Copenhagen - bleibt mir gewogen, liebe Leser, und bis bald.... bin wieder auf dem Weg nach Tokyo, um mehr aus dem Land der aufgehenden Sonne und seinen Eigenheiten zu berichten.




Montag, 8. April 2013

Sind eCommerce und Webshops so neu, daß es noch keine Symbiose mit Kundenzufriedenheit geben kann?

Wieder einmal bin ich vor Erstaunen blass geworden - über die Duplizität der Ereignisse. Oder bin ich wirklich so alt und spiessig geworden, daß ich es nicht merke?

Im Februar hat der Webshop Teufel gleich zweimal bei mir zugeschlagen.

Mein Postfach empfängt den Newsletter eines ehemaligen Kaffeerösters, der sein Business auf andere Dinge des täglichen Bekleidungs- und Lifestyles verlegt hat und in jeder deutschen Fussgängerzone mindestens einmal vertreten ist.

Es gab neue Sportartikel. Super. Dank einer Kundenkarte kam die Info auch noch vor dem offenen Verkaufsstart bei mir an. Und bei allen anderne x-Millionen Kundenkarteninhabern wohl auch.
Weshalb man beim Login meistens feststellen muss, daß die wirklich interessanten Artikel schon ausverkauft sind. (Wieviel x-hunderttausend Leute bestellen da schon um 03:00 Uhr nachts? Aber das tut hier nichts zur Sache)

Diesmal - oh Wunder - mein Wunschartikel ist noch verfügbar! Und sogar in meiner Größe! Und ab in den Warenkorb.... weitershoppen.... auf "Bestellung absenden" klicken.... und enttäuscht sein.
"Der Artikel ist leider nicht mehr lieferbar" - hupps.

Leser, die den klassischen Supermarkt noch kennen, mögen sich jetzt mal folgendes vorstellen:
Man nimmt einen Artikel
Man legt den Artikel in den Einkaufswagen
Man geht weiter einkaufen
An der Kasse stellt man fest, daß irgendwer den Artikel aus dem Wagen genommen hat -> Weg!

Sowas löst einen massiven Frust aus, besonders wenn man niemanden hat, auf den man den Zorn lenken kann. Im Supermarkt geht das manchmal und man liest tags drauf in der Yellow Press von einer handfesten Schlägerei in einem Supermarkt mit Polizeieinsatz, der die Kunden trennen musste. Ggf. liest man auch von Verletzten.

Bei eCommerce und WebShop? Fehlanzeige. Na ja.... kann vorkommen. Dachte ich. Und abgehakt.
Steigerungsfähig? Nein. Dachte ich. Bis heute.

An einem Wochenende Anfang Februar habe ich bei einem deutschen Outdoor Bekleidungshersteller - nennen wir ihn mal "Johann Fuchspelz" - online bestellt. Nach der Lektüre eines Online Artikels über eine bessere Gesellschaft, Fair Wear Foundation etc. habe ich gedacht, na gut, bestellen wir mal dort; tun was für unser Käufergewissen.

Sonntag: Alles prima. Alles bestellt. Bestellbestätigung gekommen
Montag. Bestellbestätigung Teil II gekommen. Wir liefern Ihre Artikel - an dieser Stelle noch die vollständige Liste - in der KW 5 aus!
Dienstag. Bestellbestätigung Teil III: Oh, den einen Artikel können wir Ihnen jetzt doch nicht mehr liefern. Der ist aus. Und der Artikel wird nicht mehr nachgeliefert. Geh doch einfach wieder in den Shop und bestell dir was Neues.

Das geht dann doch etwas zu weit für meinen Geschmack. Wenn man schon einen WebShop anbietet, dann sollte man auch seine Prozesse im Griff haben. Erst Lieferung ankündigen und am Folgetag zurückrudern ist doof. Da bemühe ich auch gerne nochmal das Beispiel vom Supermarkt...
Aber diesmal nimmt das Kassierpersonal den Artikel vom Band und sagt "Ätsch! Kriegst du nicht! Geh zurück in den Laden und kauf was anderes!".

Also habe ich mal freundlich an den Laden geschrieben und darum gebeten, daß Sie doch bitte alles behalten und meine Bestellung komplett stornieren mögen, weil mir das so nicht gefällt.
Woraufhin ich - fast umgehend - eine Versandbestätigung für den verbliebenen Artikel bekam und das mein Paket jetzt auf dem Weg sei.

Dann kam das Paket bei mir an und 2 Tage später noch eine eMail, daß man leider nichts mehr für mich tun könne, da die Ware schon versendet worden sei. Das fand ich ich dann doch etwas mehr als frech und habe mich per eMail an die Kundenbetreuung der Firma gewendet.

Dort hat man es nicht nötig zu antworten und bis heute geschwiegen... ziemlich genau seit Mitte Februar. Aber alles kann kein Problem, denn anscheinend hat die Firma genug Kunden und Image, so daß mich sich um Einzelfälle wie mich nicht weiter kümmern muss.

Wird man dort auch in Zukunft nicht mehr - denn dort bestelle ich nie wieder was. Diese Marke steht auf meiner schwarzen Liste und da kann sie noch soviele Fair Wear Logos an die Backe heften. Für mich seid Ihr da, wo die Sonne nicht mehr scheint.

Und damit es auch noch was Positives zum Ende gibt: die Kundenbetreuung des Online Shops von S.Oliver ist ein Musterbeispiel für Kundenservice. Den Online Shop empfehle ich aus tiefster Überzeugung und eigener positiver Erfahrung.
Dort werde ich auch weiter Kunde sein und die Fuchspelzer sollten da mal in die Lehre gehen!

So... und ab nächsten Samstag wieder mehr aus Japan! I go Nippon again!