Dienstag, 13. Januar 2015

Lost in Translation? Maybe.... Tokyo, I am back....





Nach meinem unfreiwillig verlängerten Aufenthalt in Copenhagen - der Captain und seine Crew kamen aufgrund widrigen Wetters in Norwegen eine gute Stunde zu spät mit einem Flieger aus Oslo.

Alle Passagiere sitzen im Flieger und dann kommen die Piloten durch den Gang.

Das Wetter in Copenhagen war auch keine Augenweide. Regen und Sturm, dass es den Flieger schon am Boden ganz gut durchgerüttelt hat. Der Flug blieb aber erstaunlich ruhig für die Wetterverhältnisse.

Ein wenig hatte ich gehofft, dass ich in einem "renovierten" Flieger der SAS nach Japan geliten dürfe, aber dem war leider nicht so. Von der Grundrenovierung mit "Flatbed" und 4 Sitzen pro Reihe war leider noch nichts zu sehen, obwohl für alle Langstreckenflüge der SAS ab 2015 angekündigt.
Immerhin war der Flieger deutlich unterbesetzt und in jeder Reihe sassen statt maximal 6 Personen nur 2.... Schön entspannt und schön ruhig.

Vorspeisenteller! Yep!
Ich hatte auch mal darüber geschrieben, dass es bei SAS Fenster in der Toilette hat. So auch dieses Mal wieder. Total cool!

Come shit and look out!
Nach rund 11 Stunden Flug ging es dann auf Tokyo während draussen der frühe Morgen eine sagenhafte Aussicht auf Japan preisgegeben hat.





Und dann war ich wieder in Japan. Frisch gelandet und etwas übermüdet kämpfte ich mich den langen Weg vom Gate zur Passkontrolle. Die auch erstaunlich frei war - es schien der einzige Flieger zu sein, der grade angekommen war. Die Warteschlangen jedenfalls waren leer. Trotzdem habe ich die einzigen Schalter erwischt, der technische Probleme hatte. Na toll....

Back in Narita!


Ein weiteres erfreuliches Ereignis war der NEX in die City - für Touristin ohne japanischen Pass gab es ein Sonderangebot zum halben Preis. Es ist wohl grade Low Season.

Während der Fahrt habe ich diesmal ein paar Video-Schnipsel (je Clip ca. 30 Sec) mitgeschnitten, um einen Eindruck von der Fahrt zu machen. Falls mal einer von Euch morgens an einem so tollen Tag in Narita ankommt und mit dem NEX in die City fährt: ein wenig Ibiza Chill Out auf die Ohren, kommt extrem gut dazu!







Nach dem Einchecken, einem kurzen Stop im 7Eleven für ein paar Getränke und ein paar Snacks  sowie einer Stunde Laufband, um die Strapazen der 22 Stunden-Reise aus den Beinen zu kriegen, bot mein Hotelzimmer mir eine sagenhafte Aussicht.


Für weitere grosse Abenteuer war ich dann irgendwie zu müde und machte mich noch auf, eine kleine Mahlzeit zu finden. Mein Lieblingssupermarkt auf der Westseite der Shinagawa Station im Untergeschoss ist leider geschlossen worden. Also musste der Shinagawa Food Court im Wing West Tanaka herhalten. Dort gibt es verschiedene Spezialitäten-Restaurants und in der Mitte eine Getränkebar. Überall zahlt man an einem Automaten (jedes Restaurant hat seinen eigenen Automaten) und erhält dann einen oder mehrere Papierschnipsel, welche man am Tresen abgibt und dann seine Speisen erhält. Setzt man sich nicht an den Tresen selber - kriegt man noch einen Buzzer, der dem Gast sagt, wann er sein Essen abholen kann. Meine Wahl viel auf ein Ramen (Nudelsuppen) Bistro. Immerhin gab es am Automaten Bilder mit den Speisen und man musste nicht Glückslotto spielen, wenn man keine japanischen Schriftzeichen lesen kann.


Meine Wahl....




Bestellautomat


Ich setzte mich also an den Tresen und erhielt eine, für meinen Geschmack wirklich unterdurchschnittliche Nudelsuppe. Die Brühe hatte ein eigenartige beige Farbe und Konsistenz.
Sagt man nicht immer, dass man als Rentner und Pensionär sich in ein beiges Etwas verwandelt? Dann muss man diese Brühe wohl aus beigen Rentnern extrahiert haben. Ich kann es leider nicht empfehlen, dort zu essen.


Damit ging dann mein erster Abend in Tokyo zu Ende und ich fiel todmüde ins Bett.

Bis bald liebe Leser... und bitte bleibt mir gewogen.

Samstag, 10. Januar 2015

Heading for Tokyo... again... YES!

Es ist endlich wieder soweit. Ich darf wieder nach Japan... Nach Tokyo. Und ich freue mir ein Loch in den Bauch. Soooooo viele Dinge, die ich dort sehen und ausprobieren möchte.

Sumo Kämpfe ansehen... fällt aber leider aus. Das Erste von 3 grossen Turnieren im Jahre 2015 in Tokio läuft grade an, aber es findet werktags von 08:00 bis 18:00 Uhr statt. Und da ich werktags was arbeiten soll, wird das leider nichts.

Fest eingeplant habe ich dafür einen Abend im Sega Joypolis in Odaiba. (https://www.youtube.com/watch?v=PE5bgXdBVdM)

Aber jetzt geht es bald wieder in den Flieger. Bis Kopenhagen habe ich es schon geschafft, da sitze ich grade und schreibe für Euch. Bisher passierte folgendes:

In Stuttgart am Flughafen habe ich die Personenkontrolle gefunden, die mit einem Körperscanner arbeitet. Und ganz viel Personal mit ganz viel Zeit. Und ganz vielen Plastik-Boxen für das Handgepäck und die Kleidung. Eine Box für die Fototasche. Eine Box für die Notebooktasche ohne Notebook. Eine Box für das Notebook. Eine Box für das NY-Basecap, den Reisepass und anderen Kleinkram. Eine Box für den Cardigan und den Gürtel. Eine Box für die Jacke. Keine Box für die Brille. Die darf man aufbehalten. Das mit vielen Boxen macht man, damit es schneller geht, sagt die Herrin der Boxen vor der Durchleuchtungsbox. No comment.

Dann ab in den Ganzkörper-Scanner. Reinstellen auf die Markierungen und den "Hampelmann" machen - also Arme über den Kopf nehmen. Und wehe die Finger berühren sich. Der Scanbalken fährt gefühlte 1,5 sec durchs Sichtfeld des Betrachters und das war es dann.
Draussen schaut man sich mit dem Sicherheitspersonal das Scan-Ergebnis an. Irgendwie kann ich die Aufregung echt nicht verstehen. Man sieht da ein geschlechtsneutrales Strichmännchen. Also stilisierte Körperumrisse - meine waren es nicht, so schlank bin ich nicht. Und das war es dann.

Nur schneller als die bisherigen Schleusen ist es auch nicht. Aber evtl. genauer und präziser.

Und anschliessend durfte ich meine Schuhe ausziehen und warten. Die Schuhe kamen - richtig - in eine Plastik-Box und mussten durch das Scangerät für Handgepäck.

Das führte dann dazu, dass es hinter der Personenkontrolle zu einem grösseren Stau kam, weil dann bereits mehrere Personen versuchten aus einem Meer von Plastikboxen die Ihnen gehörigen Inhalte zu finden und sich wieder anzukleiden bzw. einzupacken. Und zu vielem Hin- und Her, da eine Person aus dem Security Team dafür Sorgen musste, dass die Plastikboxen nach Gebrauch wieder vorne ankommen. Also schneller ging das sicher nicht auf diese Weise.

Leider keine Fotos von dort. Die Sicherheitsleute reagieren irgendwie allergisch auf fotografische Aktivitäten in dem Bereich.


Bei suizidgrauem Wetter und leichtem Regen ging es los nach Kopenhagen. Trotz der Stürme "Elon" und "Felix" lief der Flug erstaunlich entspannt ab. Für Mister Murphy und ich. Ja, Mister Murphy, mein freund auf der letzten urlaubsreise hatte sich anscheinend entschieden, mich heute wieder zu begleiten. Mister Murphy hatte mich als einzigen Passagier in die einzige Reihe mit 2 Personen gesetzt, während alle anderen Mitreisenden eine Reihe für sich hatten. Damit nicht genug, hatte Mister Murphy meinem Sitznachbarn eine undichte "Kaffeetasse" (wenn man die Plastiknäpfchen denn so nennen will) beschert. Das Näpfchen flutete ratzfatz sein Tischchen und seine Frühstücksbox mit Kaffee. Das Kabinenpersonal konnte eine Innerkabinen-Notwasserung rechtzeitig unter Einsatz grosser Mengen Küchenpapiers verhindern.

Apropos Kabinenbesatzung.. Öfter mal was Neues. 2 Damen. Eine deutlich über 50, die andere knapp über 20. Persönliche Schätzung. Die Ältere der Beiden war betont höflich und geflissentlich wie man das kennt. Die Jüngere schob Ihren Dienst kaugummikauend während es ganzen Fluges und mit 80er Jahre "Null Bock" Attitüde und Ausstrahlung. War mal eine ganz neue Erfahrung.

Bis bald aus Japan.... bleibt mir gewogen liebe Leser!

Nette Beschreibung für das kleine Frühstück.

Der inhalt der Box. Dazu wurde ein vulkanheisse Mikro-Laugenweck gereicht, an
dem man sich beim Herausfischen aus dem Brotkorb die Finger verbrannt hat.

Erste Gedanken an Mitbringsel für den Junior.
Dänen haben halt ein Gespür für originelles Spielzeug. Lego gibt es auch.
Leider 30% teurer als in Deutschland.
Leichter Snack am Flughafen Castrup in Kopenhagen

Sonntag, 4. Januar 2015

14 = 25! Marketing Arithmetik macht es möglich.

Hallo liebe Leser!

Zuallererst einmal ein gutes neues Jahr für alle Leser meines Blogs. Ich hoffe, es sind alle heil und gesund in 2015 angekommen und allen steht ein fabulöses 2015 vor der Tür. Auf jeden Fall ein besseres Jahr als 2014, kann ja nie schlecht sein.

Aufgrund einiger Veränderungen in meinem privaten Umfeld bin ich leider allen Lesern die weiteren mehr oder weniger aufregenden (weitergehenden) Ereignisse aus meinem letzten Urlaub in der Türkei schuldig geblieben.

Obendrauf war ich kurz davor mein Blog zu schliessen und gar nicht mehr online zu schreiben. Bis ein spontanes Ereignis am 31.12.2014 mich nochmal umgestimmt hatte.

Es geht um Marketing. In seiner reinsten Form.

Brüssel und die EU bescheren seinen Bürgern immer wieder mal lustige Regelungen und Gesetze. Manche sind für den Verbraucher deutlich und sinnvoll, siehe z. Bsp. das Abschaffen der Roaming Gebühren innerhalb der EU. Das ist doch mal was, wovon wir als EU Bürger alle etwas haben.

Bei gewissen Regelungen, und das sind durchaus nicht wenige, findet man sich als EU Bürger aber dann doch wieder ratlos in der Ecke stehend. Man kratzt sich am Kopf und fragt sich, was damit bezweckt werden soll. Bekanntes Beispiel dafür sind ja die "genormten" Gurken.

Mich persönlich hat die Aufhebung bzw. Veränderung der Verpackungsordnung etwas beunruhigt. Die Industrie verpackt je nach Lust und Laune in wundersamen Verpackungsgrössen.  Ist die 237 Gramm Packung jetzt teuerer oder günstiger als der 434 Milliliter Becher? Dank der EU gibt es natürlich die Grundpreis-Auszeichnungspflicht. Man steht vor den Regalen und schaut und rechnet. Grundpreis mal pro Liter, mal pro Kg, mal pro 100ml, mal pro 100g....

Kopfrechnen wird 1a gefördert. Marktübersicht und Vergleichbarkeit für den Verbraucher öfter mal nicht. Speziell nicht, wenn die Marketingstrategen des Unternehmens sich mit den Verpackungsspezialisten zusammen an einen Tisch setzen.

Da sieht man dann stolze Regaletiketten mit Beschriftung frei dem Motto "Der Preis ist seit xx.xx.19xx" unverändert!". Stimmt. Leider ist die Verpackungsgrösse bzw. der Inhalt immer weniger geworden. Steht dummerweise nicht auf dem Werbebanner.

Und jetzt kommen die Könige des Marketing: Wir machen weniger Grundmenge in die Flasche, bringen dann eine Sonderausgabe mit Gratisinhalt samt Signalwerbung für mehr Inhalt heraus und werden nach dem Aktionsende die Flasche mit der kleineren Menge als Standardprodukt verkaufen. Da kann sich dann eh' keiner mehr dran erinnern, dass mal mehr in der Buddel war.

Aktuelles Beispiel, das diesen Blogeintrag inspiriert hat: Pril, das Spülmittel.


Die "alte" Flasche Pril hatte 500ml Inhalt. Die neue Flasche hat 450ml Inhalt und "gratis" gibt es 120ml obendrauf. Satte "25%" gratis und umsonst! (Genau gerechnet sind es sogar mehr als 25%)

Mann! Boah! Geil! Ey, Alter, die bei Henkel schenken uns 25% Pril! Wie cool ist das denn?

So, und jetzt langsam wieder runterkommen. Wenn ich statt 500ml jetzt 570ml bekomme, macht das der deutschen Prozentrechnung nach für mich 14% mehr Inhalt. Einfacher Dreisatz... 500 geteilt durch 100 ergibt 5, folglich ist ein Prozent gleich 5ml. 70 geteilt durch 5 gibt bei meinem Taschenrechner 14. Gut.. 14% gratis - ist auch ein guter Deal keine Frage. Aber 25% mehr hört sich natürlich cooler an. Also weniger rein in die Flasche und schon kann man 25% Plus anpreisen, die im Vergleich zur bekannten Standardflasche nur tatsächliche 14% sind. So macht man aus 14 eine 25.

Das nennt man dann Marketing. Oder auch Verbraucher veräppeln. Hängt immer davon ab, auf welcher Seite des Tisches man grade steht. Als Verbraucher erkennt man das nur leider selten, da niemand verpflichtet ist eine Veränderung an der Verpackungsgrösse oder Verpackungsmenge deutlich zu kennzeichnen. Den Inhalt kann man als Hersteller also immer klammheimlich, still und leise verändern und je nachdem wie geschickt man das macht, merkt es halt keiner.

Daher gilt immer noch der alte Grundsatz: Trau keiner Statistik, die du nicht selber frisiert hast. Denn "25% weniger Reingewinn" hört sich schlimmer an als "Statt 4 Milliarden Euro Reingewinn haben wir nur noch 3 Millliarden Euro Reingewinn". Oder wie es ein deutscher Comedian vor vielen Jahren schon sagte: "10 von 100 Deutschen verstehen nichts von Prozentrechnung. Das sind mehr als 17%!".

In diesem Sinne, liebe Leser - bitte bleibt mir auch in 2015 gewogen. Bis bald.

Sonntag, 16. November 2014

Joggen mit Mr. Murphy... Belek Tag 3

Liebe Leser... hiermit entschuldige ich mich erstmal ganz aufrichtig und mit ganz schlechtem Gewissen bei Euch. Es dauert einfach immer ein paar Tage bis ich aktuell Zeit und Luft für den nächsten Blog-Eintrag finde, aber diesmal hat es dann doch deutlich länger länger gedauert als geplant.

Aber... wer noch daran interessiert ist, wie es in der Türkei weiterging... so:

Als einziger Familienfrühaufsteher werde ich um 06:30 Uhr morgens bei strahlendem Sonnenschein wach. Die am Vorabend bereit gelegten Jogging-Klamotten und Laufschuhe kurz an mich geheftet und ab ging es an den vereinsamten Strand zum Urlaubsjogging.

Um diese Uhrzeit begegnet man dann den üblichen, europäischen Sonnen-Liegen-Nazis. Da hat die Hotelbesatzung ab 60 Jahren aufwärts nichts besser zu tun als zu dieser Uhrzeit an den Strand zu schlappen und mit einem Handtuch 3 Liegen zu reservieren. Teutonisch sicher und kalkuliert muss man ja auch jeden Tag an der selben Stelle liegen und wehe, es erdreistet sich wer, "meine Liege" zu benutzen.

Na ja... wenn man vor seniler Bettflucht sonst keine Hobbies hat....

Ich plagte mich mich deutlich schwierigeren Fragen herum:
Rechts oder links am Strand lang?
Also dann nach links. Aber nur so 1,5 km weit. Dann kam der Wassergraben. Und er war so gross, dass man nicht mal so drüberhopsen konnte. Ok. Umdrehen und andere Richtung. Der Strand ist lang. Wieder am Hotel vorbei und weiter. So knapp einen Kilometer. Dann hat es mich lang hingehauen. Mein linker Fuss versank in einem Meerwasser-Sandgemisch mit Treibsandkonsistenz. Knapp bis Mitte Schienbein und schon fiel ich slapstickartig vorne rüber, der Länge nach in das Sand-Wasser-Gemisch. Schön wenigstens, dass drumrum keine schadenfrohen Strandjogger oder Strandwalker waren.

Beine bis zur Hose voll mit dem groben Sand. Die Arme von Mitte Oberarm bis zu dem Fingerspritzen. Schuhe? Beide vollgelaufen mit Meerwasser und Sand. Und da war er wohl wieder, der Murphy. Oder mangelnde Erfahrung beim Strandjoggen.

Jedenfalls musste ich meine Socken und Schuhe ausziehen, um zu vermeiden, das diese Mixtur aus grobem Sand und Salzwasser mir innerhalb kürzester Zeit die Haut vom Fuss schmirgelt. Denn soooooo grob, dass der Sand nicht in die Socken reinrinseln würde war er dann doch wieder auch nicht. *Grummel*

Halbnass, voll eingesandet, mit Schuhen und Socken in der Hand ging es zurück zum Hotel. Fängt ja gut an der Tag. Mal schauen, was noch so kommt....

Immerhin steht der Teller mit den Käse-Resten vom Mitternachtsimbiss des Anreisetages immer noch vor dem Hotelzimmer auf der Fensterbank im Gang. Ob das Personal eine Beschwerde wegen unausgereiftem Käse vermeiden möchte? Gibt es "dry aged feta cheese"?

Der Versuch "dry aged feta cheese" herzustellen

Beim Frühstück stellte ich fest, dass die osteuropäischen Mitbewohner nicht des englischen mächtig sind. Anders kann ich mir es nicht erklären, dass 2 übergewichtige Matronen (Baujahr unbekannt, aber vermutlich älter als ich) mit  Frisuren, die an einen explodierten Wischmob mit Resten von Blondierungsmitteln erinnern, sich mächtig mitten in den Bereich betoniert hatten, der für Familien mit Kindern extra reserviert war. Ich kann die Sprache ganz gut zuordnen und wenn ich mich nicht vollständig vertan habe, waren es Putinland  Bewohnerinnen.

Und nach dem Frühstück war ich sicher: Belek ist Abzocke. Der Preis der täglichen, deutschen Standard-Boulevard-Presse war fern jeder Wechselkurs Realitäten. Gleiches gilt für die bereits erwähnte 35€ Wasserpistole. Mit einem kleinen Internet Lookup, dank kostenlosen WLANs im Hotel, war mir der deutsche Preis der Spritzpistole jetzt bekannt: 14,99€! Von der 30€ Sonnencreme rede ich lieber nicht auch noch....

Wenn man also nicht auf quietsch-bunte und mit übergrosser Schrift und Logos gekennzeichnete "Markenware" steht, kann man dort vermutlich nichts erwerben. Aber wer will das in Deutschland anziehen? Und wo zu welcher Gelegenheit?  Das Zeug ist so offensichtlich nachgestickt, dass es in den Augen brennt. Und - wo sind die Tierschützer, wenn man sie braucht - wieviele Polyester Tierchen dafür ihr Leben lassen mussten.... ich darf gar nicht daran denken.

Während der Tag am Strand so dahinplätschert und man die angenehmen Urlaubsseiten schätzen lernt, stellt sich Erholung und Abstinenz von Hr. Murphy ein. Das Mittagessen in einem verwaisten Hauptrestaurant erweist sich für meine gestresste Urlauberseele als Balsam. Die Kalbszunge ist ein Gedicht - butterzart und super-lecker. Sowas gibt es in Deutschland viel zu selten.

Am Strand an der Bar einen Fast-Food Imbiss für Kids und Erwachsene mit Pommes, Hot-Dogs, Chicken Nuggets und anderen hochwertigen, frittierten Delikatessen.

Ein 9-Loch Kunstrasen Minigolf-Kurs - sehr zur Begeisterung von Max.

Und sehr praktisch: Mineralwasser in 0,5l Flaschen. An jeder Ecke steht ein Kühlschrank zur Selbstbedienung bis zum Anschlag gefüllt mit Wasserflaschen.

Beim Abendessen dann beweisen die deutschen Rentner, dass auch bei Ihnen englische Sprache keine Sache ist, mit der sie bei "Wer wird Millionär" abräumen würden und ahmen die Matronen vom Frühstück nach. Hier mal ein kleines Beispiel vom Frühstück an unserem Abreisetag....

Suchen Sie das "Kind" am Tisch...
... und nein, es sind nicht die "dicken Kinder von Landau"!


Hier ein paar Eindrücke (von Max fotografiert) des allabendlichen Buffets...















Neben den Buffet-Speisen gibt es kleine "Stationen" an denen Köche spezielle Gerichte speziell auf einem Teller zusammenstellen. Optisch und Geschmacklich sehr ansprechend.

Orientalische Teigtaschen mit Joghurt-Sauce

Zum Nachtisch gab es dann ein.... wie soll ich es nennen.... hmmm.... orange-farbenes Fruchtsperma. Bevor einer fragt... ich beziehe mich hier auf die Konsistenz!!!!!
Gekrönt würde das von einem "Alle Farben in einem Kuchen, die dort nix verloren haben"-Dessert. Vermutlich hat es alle wichtigen Vitamine enthalten. B, A, S und F. 


Sieht alles nicht mehr nach Hr. Murphy aus, gell? Nix da.... Um 03:00 Uhr nachts hatte unser Junior Max einen Brechanfall und hat sich bis morgens um 05:00 Uhr noch dreimal übergeben. Selbst ein paar Schluck Wasser konnte er nicht bei sich behalten. 

Na, wenn das kein "schönes" Omen für den Folgetag ist.... lasst Euch überraschen und bis dahin bleibt mir bitte gewogen, liebe Leser!

Freitag, 7. November 2014

The day after Anreise... Belek Tag 2!

Gnarf! Autsch!....

Am ersten Morgen in unserem Hotelzimmer wurde ich mit einem leichten Brummschädel wach. Die 2 Johnny Walker-Cola und die Dose Efes Bier aus der Minibar waren gut zum Einschlafen, aber eher schlecht zum Aufwachen. Da hatte auch die halbe Tüte Haribo vom Hinflug nichts mehr retten können, die ich in der Nacht mit obiger Getränkemischung runtergespült hatte.

Auch das Innen-Leben des Kopfkissen mit einem nicht näher definierbaren Fleck trug nicht zur Befindensverbesserung bei. Nein, der Fleck war nicht von uns.

Würg!


Auch das Wetter hatte irgendwie wohl Kater... es war bedeckt und sah schwer nach Regen aus. Dafür gab es Meer-Blick auf dem Balkon. Wenn man sich weit genug über den Balkon hinauslehnen konnte und das Suchspiel erfolgreich lösen konnte.

Na? Wo ist das Meer?


Da das Hotel ein "Ultra-All-Inclusive" Angebot war, gibt es rund um die Uhr was zu Essen. Schön für uns, als wir uns ziemlich pünktlich um 10 Uhr das Spätaufsteher-Frühstück (Bis 11:00 Uhr geöffnet) als erste Frühstücker  am nagelneu aufgetischten Büffet gütlich tun durften.



Immerhin war es wirklich lecker und alles was mit Braten und Brutzeln zu tun hatte, fand ausserhalb im Freien statt. Dummerweise war es zum draussen sitzen und frühstücken zu kalt. Brrrrrrr!

Allein der nicht-frisch-gepresste Orangensaft beim Spätfrühstück riss die Latte mächtig runter. Ein völlig überzuckerter, orangefarbener Konzentrat-Wasser-Flüssigkeits-Mix. Hätte bei jedem Diabetiker Herzstillstand ausgelöst.

Der Service rundrum war wirklich gut, es schwirrten Unmengen an Service-Personal rum. Dummerweise merkte man oftmals , dass man kurz vor dem Saison-Ende statt. Das Lächeln war eher gequält, sofern davon noch Reste im Gesicht vorhanden waren.

Auch der sonstige Service war gut. Wir hatten in der Nacht noch einen Service Techniker zu Besuch, der unser Türschloss reparieren sollte. Nur um Festzustellen, was wir vorher schon wussten: Die Magnetkarten-Türschlüssel waren Murks. Nach der Techniker Pseudo-Reparatur (wenn er schon mal da ist muss er auch was reparieren - sonst macht das einen völligen Falscheindruck) kam dann noch 10 min später ein Rezeptions-Mitarbeiter und brachte neue Karten. Um 01:30 Uhr nachts. Respekt!

Sonst so? Ganz ok. Fest in deutscher, englische und holländischer Besatzungsmacht der Hotelpalast. Die oftmals angedrohte Osteuropa-Fraktion war abwesend.

Weitere Überraschungen?

Erstens: All-Inclusive Hotel ohne die lästigen Plastikarmbändchen. Es gab die Teile einfach nicht. Man ging einfach los, bestellte und bekam was. Basta. Das fand ich mal richtig gut.

Zweitens: Strand-Disco geschlossen und teilabgebaut. Also keine Party am Strand abends. War aber eh zu kalt und windig nach Sonnenuntergang, wie sich herausstellen sollte.
Reste einer Strand-Disco


Drittens: Ein 1a Fussballfeld in Liga-Grösse. Bester, quietschgrüner Rasen. Mit Flutlicht-Anlage. Wo in der ganzen Woche nicht einmal gekickt worden ist.

Aber was tun, wenn es bewölkt ist? Auf einen Spaziergang in das Nahe gelegene Belek City Center. Gut 1km entfernt - kurzer Fussmarsch entlang eines Zauns und einer völlig zugemüllten Landschaft am Rande des Golfplatz-Zaunes und schon war man da.
Am Ende einer langen, staubigen Strasse...

Rücksicht auf die Umwelt?


Ein City Center, dass auschliesslich aus Bekleidungsgeschäften, Nippesläden, Süsswarenläden, Restaurants und Apotheken besteht. Jeder ist dein Freund oder Schwager - aber so wirklich nett und freundlich, war die bisher im Familienkreis unbekannte, "Verwandschaft" nicht.



Nippes Deluxe!





Und jeder versucht dich massiv über den Tisch zu ziehen. Belek scheint das türkische Wort für "Massive Touristen Abzocke" zu sein. Dazu gibt es aber noch ein paar andere Synonyme.... z. Bsp. Flughafen Antalya... dazu mehr an einem anderen Tag.

Max hatte eine Wasserpistole entdeckt und war ganz wild darauf. Der Preis von 35 Euro schien uns etwas übertrieben.Was bei einem völlig übernächtigten 6 jährigen Jungen zu einem ziemlichen Heulkrampf mit Schreianfall führte - mitten in der City.

Auch die sonstigen Angebote waren nicht überzeugend oder konnten den inneren Eindruck nicht vertreiben, dass man hier nichts kaufen kann ohne wie die berühmte Weihnachtsgans seiner, vor allem finanziellen, Innereien beraubt zu werden. Mit einem Kinder-Sweatshirt, 2 Magneten als Souvenir und etwas von den berühmten türkischen Süssigkeiten traten wir den Heimweg zum Lunch-Buffet im Hotel an.

Das Essen.... ging so. War nicht schlecht. Dachten wir. Aber auch nicht so gut, wie wir es aus anderen türkischen Hotels bisher kannten.

Da das Wetter aufklarte und die Sonne sich zeigte, erkundeten wir die Pool-Landschaft und den Strand. Wobei Pool ausfiel. Von Engländern und Holländern belagert, ein Mörderspektakel, jede Menge Alkohol und nennen wir es mal "mittelmässiges" Benehmen. Gegenseitige Rücksichtnahme kommt dort nicht vor. Die Erfahrung zeigte sich beim Mittagessen und trug sich nahtlos fort.

Am Strand war es schon besser. Schön warm. Sonne. Sand. Meer. Nur leider kalt, das Meer. Und trübe mit Kiesel-Sand-Strand-Mix.




Bis ca. 16:00 Uhr konnte man es aushalten. Dann fing die Sonne mit Ihrem Untergang an und es wurde schlagartig kühlschrankfrisch wie im Gemüsefach.

Zum ersten Abendessen dann ein leichter Schock.... Vollchaos. Man soll das einfach nicht unterschätzen, wenn die Mehrheit der knapp 1000 Hotelgäste um 18:30 Uhr pünktlich das Büffet stürmt.

Die Fraktion des Vereinigten Königreiches - sonst gelobt für fabulöses Schlangstehen und die dabei herrschende Ordnung - ging in die Abteilung Gartenschlauch über. Drängeln, schubsen und keine Scham beim Austesten der Schwerkraft und Beladungsgrenze des Essgeschirrs. Me first. F**k the rest.

Da spiele ich doch lieber mit deutschen Rentnern am Pool oder Strand "Liegen-mit Handtuch-reservieren-Monopoly" als mit Inselbewohnern "Schlacht um das Midway-Buffet".

Am Ende der Schlacht haben wir auf die Kinder-Disco warten dürfen. Max macht zwar niemals mit, besteht aber auf tägliche Anwesenheit bei der Veranstaltung.
In einem Saal (wg. der Kälte ausnahmsweise Indoor Kinder Disco) war eine kleine Bühne von ca. 40-50 Kindern bevölkert, die zu einem ausdauernden Kinderschlagermix und Gangnam-Style, die Pseudo Aerobic Tanzanimation ausgewählter Teile des Entertainment Teams zu imitieren versuchten.
Irgendwie kann ich Max verstehen, wenn er da nicht mitmachen möchte.

Dazu hatte man die Vortänzer in eine Art Latzhosen-Strampelanzug gesteckt, für die man selbst im Kölner Strassenkarneval standrechtlich erschossen werden kann. Peinlich!

Erkenntnis des Tages - Teil 1: Max und Ayran werden keine Freunde.

Erkenntnis des Tages - Teil 2: Dank der menschlichen Gier und der Erfindung von All-inclusive isst man immer zuviel.

Erkenntnis des Tages - Teil 3: Johnny Walker ist ein brauchbarer Ersatz, wenn man seine Mundspülung vergessen hat und an Listerine gewöhnt ist.



Liebe Leser... bleibt mir gewogen... Bald geht es weiter....


Mittwoch, 5. November 2014

Herbstferien in Belek - oder: Wenn einer eine Reise tut... fährt Herr Murphy manchmal eine ganze Woche lang mit

Juhu! Herbstferien.... Nachdem Max in die Schule gekommen ist, dürfen auch wir endlich während der deutschen Hauptreisezeit verreisen.

Als Ziel haben wir ein All-Inclusive Hotel mit grosser Pool-Landschaft in Belek, Türkei, ausgesucht.
Auch wenn der Wetterbericht ein "so-la-la"-Wetter anzeigte, haben wir uns auf einen Urlaub als kleine 3-Personen Familie riesig gefreut.

Dummerweise sind wir zu viert gefahren: Herr Murphy fuhr von Anfang bis Ende mit.

Los ging es am Sonntagmittag. Taxi war bestellt. Und kam nicht. Es kam halt nicht. Taxi Zentrale angerufen und "Oh? Ja! Bin gleich da!". 2 Minuten später kam das Taxi mit knapp 15 min. Verspätung angerauscht und hat vor unserer Haustür gleich einen Unfall gebaut und beim Zurücksetzen einen vorbeifahrenden Golf geschrammt.

Bye bye S-Bahn....

Mit ausreichend Verspätung fahren wir halt eine S-Bahn später los. Als erfahrener Traveller plant man so etwas ja direkt ein. Was dann wieder ungeplant war, war das Verhalten des Stuttgarter ÖPNV - des VVS. Dort hat man die S-Bahn Fahrpläne an den Ferienwochenenden mal wieder geändert. Und wie immer trifft es meine Hauslinie S4. Wir sollten als nicht bis zum Hauptbahnhof fahren, sondern am Nordbahnhof in die S6 steigen, eine Haltestelle fahren und im Hauptbahnhof in die S3 Richtung Flughafen umsteigen.

Gesagt getan. Nordbahnhof raus. Wann kommt die S6? Die Anzeige zeigt in 4 Minuten... Der Service-Mensch am Bahnsteig, der auf seinem Handy die Verbindung in der Deutsche Bahn App nachschaut spricht von 16 Minuten und die Stuttgarter VVS-App zeigt auf meinem Handy 9 Minuten an. Na super.....

Nach 9 Minuten kam die Bahn. Mit Mann, Maus und Gepäck rein für eine Haltestelle und am Bahnhof mit Mann, Maus und Gepäck brav raus. Wir sollten ja in die S3. Wild gestikulierende Menschen rissen dann die Zugtüren wieder auf und riefen uns zurück in S-Bahn.

Man hatte die Bahn ruck-zuck umgelabelt auf S3 und der ehemalige S6-Zug fährt plötzlich zum Flughafen. Zum Sonderklasse-Service der VVS gehört, dass die Durchsage nur im Zug gemacht wurde, nachdem die Leute alle ausgestiegen waren. Auf dem Bahnsteig sagt man lieber nix.
Toller Service. Mein Hass auf den Stuttgarter ÖPNV wächst mittlerweile mit jeder Fahrt. Wie der grüne OB Kuhn für die Bürger das als attraktive Alternative zum Auto darstellen will, ist mir immer mehr ein Rätsel. Und durch Stuttgart 21 wird alles wohl schlimmer statt besser.....

Na, das sollte sich mal ein Jugendlicher erlauben...
Irgenwann kamen wir dann mit so ausreichend Verspätung am Flughafen an, dass wir uns am Ende der Checkin Schlange drapieren durften und 75 Minuten brauchten, bis unsere Koffer abgegeben waren.

Die Schlange, vom Ende aus betrachtet


Die Haarspray-Dose von Tina wurde dann noch ausgiebig auf Sprengstoff untersucht; ein "sehr freundlicher" Sicherheitsmensch am nach der Kofferdurchleuchte und wollte das Gepäclstück geöffnet haben. Dann zieht er einen Streifen Papier über die Dose und 27 andere wahllos rausgepickte Gegenstände im Koffer. Mit dem Streifen läuft er quer durch die gesamte Halle bis zur Personenkontrolle, gibt den Streifen weiter, wartet dort und kommt nach ca. 5 Minuten zurück. "Alles Ok!". Na prima.... jetzt weiss ich auch warum das einchecken da ewig dauert.

Wir hetzen durch die Personenkontrolle.... durch die Passkontrolle und schnell zum kleine Shop in Terminal 4. Da der "Bord-Service" bei der gebuchten Fluglinie berüchtigt ist, wollten wir schnell noch etwas zu essen und zu trinken kaufen.
Essen... na ja.... es gab nur noch abgepackte Fertigsandwiches in einer Sorte. Dazu drei 0,5l Softdrinks und fertig war die 20 Euro Rechnung. Das ist die pure Abzocke, da man ja schliesslich keine Drinks durch die Personenkontrolle mitnehmen darf.


Im lokalen Supermarkt gibt es die gleichen Sandwiches...
... nur mehr als 50% billiger...


Ferner dürfte der Nährwert der Verpackung des Sandwiches höher und gesünder sein als der Inhalt, wenn man so die Zutatenliste betrachtet.
Ob der e-Zutaten Cocktail wirklich gesund ist?

Ab in den Flieger. Diesmal sass dann Frau Murphy mit Freundinnen um uns herum. In einer unerträglichen Eau de Kloake (Cologne kann das nicht gewesen sein), die sich aus 6 verschiedenen Geschmacksrichtungen zusammenbaute sassen wir gefangen. Mir juckt die Nasenschleimhaut heute noch davon.

Sehr zur Unfreude von Max hatte man das im letzten Jahr noch existierende Bordentertainment scheinbar abgeschafft. Keine Kopfhörer-Anschlüsse mehr im Sitz. Dazu den einzigen, flackernden Bildschirm, den man selbst ohne Ton nicht anschauen konnte vor Geflimmer. Alle anderen 19 Screens im Flieger funktionierten perfekt. Wenn auch dort ohne Ton.

Meine Herzdame war auch gut gelaunt, da eine nicht funktionierende Leselampe bei einem Abendflug mit auf dunkel getrimmter Kabine nicht zum Lesen einlädt. Ich glaube ich muss nicht mehr gesondert erwähnen, dass unsere Reihe die einzige mit defekten Leselampen war.

Reading in the dark....

Die Besatzungen aus 6 Stewardessen war nicht weiter zu sehen. Nach 90 Minuten tauchten dann 4 von 6 wieder auf und teilten den Bordsnack im Rudel aus. Ein vertrocknetes, pappiges Brötchen. Dazu einen Minibecher Wasser... wahlweise Tee oder Kaffee im Minibecher. Das ganze mit einem solchen Enthusiasmus und einer so hemmungslosen Begeisterung, dass ich mich kaum traute zu fragen, ob man statt des Formfleischersatzes in der Papphülle nicht doch einen Imbiss mit Käse bekommen könnte. Wider erwarten ging das trotz der Grabesmiene der Besatzung dann doch.

Sieht doch lecker aus.....

... war es aber nicht!

Das Rätsel warum 30% der Service Crew weder zu sehen noch zu hören waren, aber an einem 3,5 Std Flug anwesend sein mussten, konnte ich nicht mehr lösen.

In Antalya angekommen - pünktlich!!!! - ab in die nächste Schlange.... Der Reise-Veranstalter Counter.... Mit welchem Bus bringt man uns in das Hotel? Yep. Riesenbus. Gute 40 Personen. Und in jedem Hotel werden 2 Personen abgesetzt. Hinter uns sass ein Hausfrauenclub von der schwäbischen Alb und hatte dann während der Fahrt noch Kicher- und Tratsch-Stunde. Mittendrin sass Frau Tuberkel-Oloose (geborene Offen) und versuchte hustenderweise Ihre Lunge von innen nach aussen zu stülpen. Was ihr dummerweise nicht gelang, obwohl sie es ausdauernd versuchte. Argh! Zum Wände hochgehen.... Aus 30 min. Transfer werden dann 80 Minuten! Immerhin. Herr Murphy hatte wohl schon Nachtruhe, denn wir waren nicht die letzten Personen, die abgeladen worden sind.

Um gut 1:00 Nachts und nach knapp 11 Stunden Reisezeit von Tür zu Tür vielen wir todmüde ins Bett.

Liebe Leser, bleibt mir gewogen.... bald kommt Tag 2. Herr Murphy war weiter dabei.....