Sonntag, 14. Juni 2015

Flight canceled - enjoy FFM Airport! Rewind. Restart.

Frühmorgens um 06:00 Uhr ging es raus aus den Federn. Fertig machen, Koffer packen und auf zum Check-In.  Mit der Hochbahn, bei der aus mir unerfindlichen Gründen immer nur einer von zwei Wagen geöffnet ist, fuhren wir zum  Terminal 2. 

Übrigens Hr. Weselsky - das Bähnchen fährt schon ohne Lokführer. Machen Sie weiter so mit Ihrer Streiktaktik, dann kommt das auf den Zügen der deutschen Bahn schneller als Sie glauben! 

Hui…. Mörderschlangen am American Airlines Checkin. Also versuche ich mein Glück am Self-Check-In Automaten. Klappt prima. Den Business Class Upgrade für 455€ pro Person kann ich mir knapp verkneifen ebenso wie diverse andere Angebote, die man zwangsläufig an der Maschine durchlaufen muss. 

Dummerweise bringt Self-Check-In keinerlei Geschwindigskeitsvorteile. Da ist wohl noch Potential für Prozessoptimierungen.  

Anschliessend auf zum Frühstück bei McD in Terminal 2 am FFM. Das ganze Foodcourt Areal ist toll ausgebaut und bietet eine grosse Anlage zur Beschäftigung von Kindern. Mit dem Effekt, dass wir in den ganzen 2,5 Std. Wartezeit unseren Junior nicht bespielen mussten. Er zog einfach los  und war happy. Ganz im Gegenteil der McD Kundschaft. Zuerst mal gab es eine Menge Selbst-Order-und-Selbst-Bezahl-Terminals, die bei unserer Ankunft dummerweise alle nicht online waren. Obendrauf wird dort nur noch bestellt und über eine Essensausgabe die Mahlzeiten anschliessend verteilt. Entweder sind  wir Deutschen zu unfähig für ein solches System oder aber es funktioniert noch nicht so richtig. Der Pulk an der Ausgabe wurde jedenfalls immer grösser.  

Warum 2,5 Std. Wartezeit? Ganz einfach - der Flieger hatte 2 Std. Verspätung. Bis dahin. Hätte man das vorher gewusst, man hätte noch 2 Std. schlafen können. 

Nach Kaffee, Chai Latte, Brötchen und Donuts ging es auf zur Passkontrolle. Mit einem Abstecher durch den Duty Free und den Zeitungsladen auf zur Personenkontrolle bis zum Gate. Dort wurde man im 30min. Takt weiter vertröstet. Die Maschine hat einen technischen Defekt. Die Techniker suchen noch. Die Techniker testen etwas. Die Techniker brauchen Ersatzteile, die erst von einem weit entfernten Zipfel des Airports geholt werden müssen. An dieser Stelle schwante mir schon nichts Gutes mehr. Die Teile sind da. Die Teile werden eingebaut und getestet. 


Irgendwie ging es aber dann trotzdem nicht vorwärts. Es wurden erste Karren mit Getränken herbeigeschafft. Irgendwann wurden auch noch Snacks herbeigeschafft, aber weiterhin keine guten Nachrichten. Das ganze Prozedere zog sich bis 16:30 Uhr und dann teilte uns eine freundliche Stimme mit, dass unser Flug abgesagt sei. Alle Passagiere mögen bitte Ihr Gepäck wieder abholen und dann wieder in den Check-In Bereich gehen, dort würde man auf einen anderen Flug umgebucht. Anschliessend bringt man uns ins Steigenberger Airport Hotel in Frankfurt incl. Abendessen und Frühstück. 


Tina, die beste Ehefrau von allen, ging mit Junior in den Check-In Bereich und ich habe auf die Koffer gewartet. Als ich dann gute 45 min. später in der Check-In Halle ankam hatte sich eine Mörderschlange vor dem Counter gebildet. In dieser Zeit hatte man es scheinbar geschafft, lediglich 2 Gruppen umzubuchen. Oh klasse…  das kann ein langer Abend werden. Irgendwann öffnete man 2 weitere Schalter, an denen die Abfertigung deutlich schneller gehen sollte. Wir wechselten flugs die Warteschlange und waren nach 5 min dran, um zu erfahren, dass man uns schon längst automatisch auf einen neuen Flug von American Airlines am Folgetag umgebucht hatte. 

Dann ging es in den Hotel Shuttle Bus, wo wir 2 Zimmer beziehen durften, da kein Zimmer für 3 Personen verfügbar war. Nach einem ordentlichen Abendessen (vorher gab es einen Drink an der Bar, der nicht vonder Airline gesponsort wurde ), dass aus einem Buffet mit Salaten, warmen Gerichten und einer Nachspeisenauswahl bestand, ergänzt durch soviel Softdrinks, wie man reinschütten konnte,  gingen wir früh schlafen. Der nächste Tag würde wieder ziemlich lang werden und unser 7-jaehriger Junior würde vermutlich quengelig genug sein. 

Kinderareal im Foodcourt vom FFM Airport in Terminal 2
Das Konzept von Order-Terminals im Fast-Food-Sektor zeigt in
Deutschland Optimierungspotentiale.

Viel warten, viel Müll.

Anstellen für Tax Free Rückzahlungen

Oh oh.... Verspätung!
American Airlines weigerte sich hartnäckig ein "Canceled" auf die
Abflugtabelle zu bringen. Angeblich würden war "Boarding" während wir grade unsere
Koffer wieder abholen mussten.

Bitte holen Sie Ihren Koffer wieder ab. Wir fliegen erst morgen.

Bus. Voll. Voller. Am Vollsten. Shuttle zum Hotel, um einen
weiteren Tag in FFM zu bleiben. Man lese meine Laune von meinem Gesicht ab.

Imnmerhin. Ordentliches Hotelzimmer.




Going to Miami - Tag 1....

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. An diesem alten deutschem Sprichwort hat sich gar nichts geändert. 

Los ging es am 22.05. Richtung FFM Airport. Geplant war gemütliches Zug zum Flug benutzen, aber Weselsky und seine Locomotive Riders Gang waren ja im Streik und der Notfahrplan noch intakt. Daher sind wir samt Schwager im eigenen Auto nach Frankfurt und Schwager fährt unser Familien Mobil dann wieder gut zurück. 

Nix wars. Nicht nur bei der Bahn, sondern auch auf Deutschlands Autobahnen war "Notfahrplan" angesetzt. Stau und stockender Verkehr von Heilbronn bis hinter Darmstadt. Ein schier endloses Gequäle auf dem Hinweg. Der Rückweg war für unseren Fahrzeugüberführer dann wohl deutlich angenehmer. 

Immerhin, angekommen. Dann einchecken  im Sheraton Hotel in FFM am Flughafen. Sehr schön, superruhig. Leider ist der Preis für die Ruhe, dass man keine Zimmerfenster öffnen kann. Die Klimaanlage ist abschaltbar. Das sorgt für nächtliche Ruhe. 

Zur Begrüßung gab es kostenloses WLAN- der Service scheint in deutschen Hotels anzukommen. Obendrauf 3 freie Drinks an der Hotelbar. Am Zimmerupgrade sind wir knapp vorbeigeschrammt, da es keine verfügbaren Upgrades für ein Drei-Personen-Zimmer gab. 

Jetzt  mussten wir nur noch was zum Abendessen finden. Irgendwie ist Frankfurt mittlerweile ein doch deutlich abgenutzter Airport. An einigen Stellen in den unteren Geschossen auch schon ziemlich abgewrackt. 

So wirklich hat man was nettes Restaurant-ähnliches in den Untergeschossen nicht finden können und unser Ausflug endete bei einer Filialbaeckerei mit bundesweiter Ausprägung. Ein paar belegte Brötchen sowie ein Stück Pizza mit einer grossen Limo für Junior sollten ja reichen. Sogleich kamen wir uns schuldig vor, wie können wir als Kunden das arme Verkaufspersonal hinter der Theke auch mit einer Bestellung belästigen wollen? So eine blanke Unverschämtheit! Die Attitüde, der Tonfall, Gesichtsausdruck und alles weitere an der Körpersprache der Dame im Firmenkittel hatte mich kurz überlegen lassen, ob das Abendessen nicht ausfallen sollte. Mit Rückblick auf die Qualität der Pizza wäre das vermutlich die klügere Entscheidung gewesen. Das Stück Hefekuchen mit Ketchupbelag, Spuren von Käse und einer äußerlich an Schinken erinnernden  Zutat, schmeckte tatsächlich noch schlechter als sie aussah. Vermutlich morgens um 6 Uhr in der Frühschicht gebacken, muss dieses Stück infernalischer Antibackkunst den Tag bis zu unserem Eintreffen in der offenen Glastheke überlebt haben. Nachdem erneuten Aufwärmen hätte man von Badezimmerkacheln in Schinken-Design sprechen können. 

Die netten, superfreundlichen, höflichen und äußerst aufmerksamen Damen in der Sheraton Hotel Bar haben das  wieder rausgerissen. Mit freudiger Erwartung des Abfluges am nächsten Morgen legten wir uns dann zur Ruhe.

Samstag, 21. März 2015

Ene mene muugel... raus ist google....

Lange Jahre war ich ein grosser Freund, Verfechter und Inquisitor meines Umfeldes für google Android. Eingestiegen bin ich mit Android 2.3 (glaube ich, es könnte aber auch schon bei 2.1 gewesen sein...) und einem HTC Wildfire der ersten Generation.

Irgendwann landete ich dann fast zwangsläufig bei google Hardware: Nexus 4. Und ab da beglückte ich mein Umfeld erst recht mit missionarischem Eifer und versuchte Alle, wirklich ALLE, von Android zu überzeugen. Und von Nexus Hardware erst recht.

Also kam nach Nexus 4 ruck zuck das Nexus 5 und obendrauf ein Nexus 7 Tablet. Und ich war happy. Schnelle, performante Hardware und ein brauchbares angenehm zu bedienendes OS mit ausreichend Features und einem Übermass an Apps.

Dann kam Android 4.4 - das Schokoriegel Desaster nahm seinen Lauf. Wenn das Release auch KitKat heisst...

Man bescherte uns einen batterie-saft saugenden Vampir von OS. Wochenlang musste man täglich mehrmals das Gerät booten, damit man der Batterieanzeige nicht beim Leerlaufen zuschauen musste.
Irgendein Daemon Prozess, der mit der Kamerafunktion zu tun hatte, erwies sich als massiver Spielverderber.

Nach knapp rund 2 Monaten kam schon Abhilfe.... na das ging ja fix.....

Und dann kam Lollipop - oder Android 5.0. Uah! Ich krieg schon ein Schreikrampf beim Schreiben des Namens. Und da war die schöne google Welt am einbröseln. Erneut ein Batterie-Vampir OS auf dem Nexus 5. Mit viel Glück hält man einen ganzen Tag ohne Ladevorgang durch.

Zu einem Totaldesaster hat Lollipop mein Nexus 7 gemacht. Mit 5.0 waren Antwortzeiten (mitgestoppt!!!!) von über 30 Sekunden Basiszustand. Nach jedem Einschalten App Updates von 5-15 Apps... manchmal auch mehr.

Irgendwann wollte google dann 5.01 per OTA verteilen! Juchu! Auf dem Nexus 5 kam es an, auf dem Nexus 7 leider nie. Irgendwann wollte ich das Nexus 7 dann selber mit 5.01 flashen und ....
HUCH! nach Factory reset plumpste per OTA ein Android 5.02 auf das Tablet. Aber nicht für das Nexus 5.... da warte ich heute noch drauf.....

Wahnsinn! Die Antwortzeiten des Nexus 7 sind damit auf 5-10 Sekunden gesunken. Die rasante Zahl an App Updates leider nicht. Somit hat google mir mein Tablet seit weit über einem halbem Jahr lahmgelegt. Das Teil ist schlichtweg unbedienbar. (Falls es wen interessiert: Es ist 2013er Model!) Für einen Early Adopter Freak wie mich gibt es nichts schlimmeres als nicht performante Hardware.

Tja... was tun sprach Zeus? Warten auf Nexus 6! Aber nach dessen Preisansage war das Gerät gleich wieder unten durch. Da kann ich auch auf iPhone umsteigen.

Warum nicht einfach flashen und was anderes Android geclontes benutzen? Es gibt ja z. Bsp. Cyanogen.... Ja. Klar. Deshalb kaufe ich original google Hardware. Nein. Die habe ich gekauft, weil ich immer den neuesten Stand vom OS wollte, ohne monate- oder jahrelang auf Hersteller-Updates zu warten, wie das bei Samsung üblich war. Wenn es denn vom Hersteller überhaupt was gibt (die Sony Nutzer, wissen wovon ich rede). Oder ich dann immer von Hand nachziehen muss, wenn ich irgendwelche Clones ohne OTA Fähigkeiten aufgespielt habe.

Fazit:Also dann, steigen wir halt um auf ein Windowsphone. Und ein Nokia Lumia 830 ist es geworden.

Das war die beste Entscheidung seit langem. Schwächere Hardware, die das Nexus5 locker ausperformt. Ansprechende und und funktionelle Bedienung, die nicht nach selbstgebastelt aussieht und nicht nach jedem Update alles komplett durcheinanderwirbelt. (Bisher....) Der Akku (kleiner als im Nexus) hält bei Vielnutzung einen ganzen Tag und bei "normaler" Nutzung bei mir 2 Tage. Das hat das Nexus 5 NIE geschafft. Auch vor Kitkat und Lollipop nicht.

Klar weniger Pixeldichte. Aber mal ganz ehrlich: Wer kann mit blossen Auge die Pixel auf dem Display zählen? Schärfer als scharf kann die Anzeige auch nicht anzeigen. Und noch ein paar andere Kinkerlitzchen und BlingBling Spezifikationen, die kein Mensch mit blossem Auge erkennt. Das geht alles nur im Labor.

Folglich hat jetzt auch noch ein Windows 8.1 Tablet in meinem heimischen Technik Park eine Heimat gefunden. Auch das macht mich extremst glücklich bisher. Tolle Performance der Hardware. Bootet 3x schneller als mein Nexus 7. Habe nie gedacht, dass ich das über Windows und Microsoft mal sagen würde.

Auch ist beim Windowsphone nicht alles Gold was glänzt.... Die Apps sind ... wie soll ich sagen... steinzeitlich rudimentär. Wenn es denn Apps gibt, sind sie oft nach dem Motto "Hauptsache wir haben irgendwas für Windows" gestrickt. Immerhin gibt es für alles, was ich auf Android als App benutzt habe eine App für Windows. Clones oder was auch immer. Trotzdem: viele lieb gewonnene Features und Funktionen aus den Android Versionen der gleichen Apps fehlen einfach.

Die Facebook App z. Bsp. ist immer in englischer Sprache, auch wenn das Phone auf deutsche Sprache konfiguriert ist. Instagram liefert nur "Beta" Software (oder haben die die App so genannt?) mit 4 mickrigsten Bildbearbeitungsfunktionen.
ÖPNV Apps erlauben keinen Online Ticketkauf auf dem Windowsphone, aber eine Fahrplanabfrage. Die Kicker App startet auf dem Tablet, aber zeigt nie Inhalt. Und so weiter und so fort....

Aber das war damals bei meinem Android Einstieg auch so. Da produzierte die ganze Welt nur für iOS und man wartete sehnsüchtig auf eine Android Version, die dann auch rudimentär einfach war.

Nun werde ich das mal aussitzen und aushalten und mir die Entwicklung eine Weile anschauen. Runterspringen vom Windows Zug kann ich ja immer wieder. Wir werden sehen wo die Technik Reise mich hinführt...

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern ein schönes Wochenende und bleibt mir gewogen! Danke für Euren Lesebesuch!

Sonntag, 18. Januar 2015

Aufhol-Posts für das Blog: Montag - Feiertag in Tokio

Junge, junge... war das eine Woche in Tokio. Vollgestopft und voller toller und spannender Sachen, dass ich echt nicht dazu gekommen bin, auch noch parallel das Blog zu pflegen.

Ursprünglich hatte ich damit gerechnet, dass am Montag Feiertag in Tokio ist und mir das die Gelegenheit geben würde, dort in Ruhe etwas Sightseeing zu betreiben. Das ging dann leider doch etwas schief. Man hatte mir für Montag doch noch spontan etwas Arbeit aufgebuckelt. Mit früh aufstehen und etwas konzentrierter Arbeit, ist es mir dann gelungen alles am Vormittag zu erledigen.

Draussen war herrlicher Sonnenschein, aber wirklich warm war es nicht. Da die Stadt am Pazifik und fast am Meer liegt, weht es da manchmal heftig durch die Strassenschluchten. Die gefühlte Temperatur ist dann eher unter Null, obwohl das Thermometer lockere 8 Grad plus anzeigt.




Mein erster Weg führte mich zum Concierge oder müsste ich besser sagen Conciergin? Die Besetzung war an diesem Tag eine sehr beflissene und hilfesbereite Dame. Und warum das ganze?
Auf dem Hinflug hatte ich meinen Trolley mit einem Kofferschloss versehen. So ein kleines Ding, man stellt sich eine Zahlenkombination ein und verschliesst damit die Reissverschlüsse.
Als ich Tokio ankam war das Schloss weg. :-( Oha. Im Koffer fehlte nichts, aber der Verbleib des Schlosses - ungeklärt. Bei einer Gepäcknachkontrolle hätte es normal nicht verschwinden dürfen, da ich extra eines von diesen Superdingens gekauft hatte, die der Zoll öffnen und wieder schliessen kann. Auch ohne die Zahlenkombi zu kennen.

Jetzt musste die Dame herhalten.... Wo kriege ich so ein Schloss her? Und wie erkläre ich ihr, was ich eigentlich suche. Das japanische Wort dafür kenne ich ja nicht und auf den schwachen englischsprachigen "I need a suitcase lock... a lock for my suitcase... yes???" erntete ich nur das freundlich japanische Lächeln. Was nun? Handy raus, google Bildersuche und schon klappt es.
Was dann kam, war der typisch japanische Service-Gedanke. Erst bekomme ich einen Stadtplan mit genauer Einzeichnung des Weges zum nächstgelegenen Kaufhaus, dass diesen Artikel führt. Dann wird dort angerufen, um zu klären, dass der Artikel vorhanden und wo genau das Teil zu finden ist.
Erst dann entlässt mich die Dame auf meinen Weg dorthin.

Im strahlenden Sonnenschein und bei eisigem Wind ging es dann los. Verfehlen konnte ich mein Ziel nicht mehr und anschliessend wollte ich mich auf den Weg machen zur Setagaya Boro-ichi Fair. Ein seit mehr als 400 Jahren immer wieder stattfindender Markt für alles mögliche Zeugs. Und ganz speziell für Daikan Mochi, die es angeblich nur dort gibt. Aber das kam dann ganz anders.(http://www.gotokyo.org/en/kanko/setagaya/event/boroichi.html?PHPSESSID=lthpkbamj9jggfjes1td3cv3q1)

Bei einem Wechselkurs von 140 Yen für einen Euro:
Benzin ist noch günstiger als in Deutschland.
Fortschrittliche Pizza-Taxis: Dreirad, klein, wendig und mit
beheiztem Transportbehälter.

Das Kofferschloss hatte ich ruck zuck gefunden.Die Qualität finde ich auch deutlich besser als in Deutschland; es macht einen deutlich stabileren Eindruck.



 Also auf... es war schon 13:30 Uhr, wenn ich es noch zur Fair schaffen will, dann muss ich mal losmachen. Ein offenes WiFi gesucht... gegoogled und ab in die Bahn. Und wie immer, schön warm im Zug, Sitzheizung auf allen Plätzen (Hey #VVS, da könnt ihr was lernen - man kann das gar nicht oft genug sagen).Und dann sagt google: Umsteigen! Tja, dummerweise ist die Haltstelle,wo die Fair sein soll nirgendwo zu sehen. Und nu? Habe ich mich geirrt? Hat google sich geirrt? Keine Ahnung, aber ich war in Omotesando gestrandet. Mit einem Blick auf die Uhr habe ich dann die Fair abgehakt und sausen lassen.

Ganz so tragisch war das nicht. Es gibt schlechtere Stellen, an denen man an einem Feiertag in Tokio sein könnte. Es war dort die Hölle los - eine riesige Einkaufsstrasse auf der sich die Tokioter drängeln. Feiertags auch jede menge Damen im Kimono. Aber leider wie immer sehr fotoscheu.

Mit einem kleinen Spaziergang nach Shibya habe ich mir dann die Zeit vertrieben und das war gar keine schlechte Idee. Auch an der grossen Kreuzung in Shibuya war richtig was los und geboten.

Der olle Deutsche, mit der roten Mütze, in Shibuya!

Ein Laden, der bei einigen Damen aus meinem
Freundes- und Bekanntenkreis Entzückung auslösen würde (vermutlich)
 Und wenn man dann mal in Shibuya ist, kann man den Abend in Akihabara verbringen. Ist ja nur auf der gegenüberliegenden Seite der Yamanote Linie - einmal um den halben Stadtkern. Nach dem Ramen-Desaster am Sonntag hatte ich dringenden Bedarf an einer Schüssel guten Ramen. In Akihabra kenne ich so einen Ort. Ab wieder in die S-Bahn....

In Akihabara raus und durch ein Technikläden gestöbert - dort war leider Fotoverbot. Noch kurz mal bei Yodobashi vorbeigeschaut und für Junior Souvenirs in der Spielzeugabteilung organisiert sowie die ganze Etage zum Thema Fotografie abgearbeitet.

Schöne Idee sind die Laden, in den "Figuren" aus dem Anime-Bereich als auch aus allen anderen Bereichen von Pop- Film- und sonstigen Kulturen gehandelt werden. Sammelkarten werden auch gerne genommen. Privat-Leute mieten sich dort einen oder mehrere Glasabteile in den Vitrinen und bieten ihre Figuren zum Kauf an. Man schreibt dann die Nummer des Kasten als auch die Figur auf ein Zettelchen, die wie bei ikea überall bereitliegen, und ab zum Ladenpersonal, die den verkauf abwickeln.


In den Vitrinen im Keller gab es auch Material in "nicht jugendfrei". Die Phantasie der Gestalter ging bei den Proportionen etwas weitab von Schwerkraft und natürlicher Biologie, aber was soll's.
Witziger finde ich dann schon, das mit gelben Post-Its kleine Stücke zurechtgeschnitten werden, die je nach Figur passgenau Nippel und Genitalbereich abdecken. Post-It Underwear sozusagen. Hoffentlich war das kein Renner in der Unterwäsche Abteilung für Menschen.
Körbchengrösse? Egal, hauptsache Post-It drauf.

Zur Entspannung ging es dann in die Spielhalle - um sich an einem der diversen Greifarmautomaten einen Preis "rauszubaggern". Bisher hatte das immer geklappt, warum soll es diesmal schief gehen?
Kleiner Eindruck aus der Automatenhölle? Bitte sehr:


Das Ergebnis meiner Baggerei war dann folgendes Figürchen - ziemlich sexistisch wie fast alles im Anime Bereich dort. Bin ich halt über meinen emanzipatorischen Schatten gesprungen und habe es mitgenommen.



Jetzt hatte ich mir mein Ramen-Süppchen wirklich verdient. Meine Augen waren dabei leider grösser als mein Magen und ich musste unbedingt noch gekochtes Hähnchen in Teriyaki Sosse auf Reis und ein paar Gyoza dazu bestellen.

Hühnchen in Teriyaki

Ramen - lecker und viel! Obendrauf wärmt einen die Brühe
schön auf bei der Kälte

Gyoza - gefüllte Teigtaschen!

Zum Abschluss: Sapporo Bier - erstaunlich gut!

Zum Schluss das Fundstück des Tages: Ein Parkhaus. Maximale Einfahrtshöhe 160cm. Man fährt rein, rauf auf die Drehscheibe und dann dreht sich das Auto um 90° und man kann einfahren. Bei Rausfahren das gleiche Spiel. Schöner parken, ohne an der Einfahrt zu rangieren und zuviel Platz zum rumfahren blockieren. Denn nichts dürfte in Tokio teurer sein als Grundstücke.

Kurz die Autohöhe nachmessen...

... und rauf auf die Drehscheibe!

Bis bald liebe Leser und bleibt mir bitte gewogen!