Oh Mann! Ist das echt schon wieder 4 Jahre her, daß die letzte Bundestagswahl stattgefunden hat?
Das kann ich echt kaum glauben. Zumindest kommt es mir nicht so vor. Hat uns die Politik-Kaste wirklich so voll eingelullt, daß man in einer zuckerwatteweichen Welt jetzt sagen muss: "Hupps... Wahlzeit!"
Seit ich denken kann, gehört es für mich zu den demokratischen Pflichten zur Wahl zu gehen. Die einzige Chance zu nutzen, die ich als Bürger in unserer Demokratie habe, meine Meinung kund zu tun. Wobei Meinung ist ja nicht wirklich richtig. Ich darf mich für die Partei des kleinsten Übels entscheiden.
In Deutschland und bei seinen Politikern ist das Volksbegehren nach Schweizer Vorbild genau so verhasst wie terroristische Organisation oder rechts- bzw. linksradikale Strömungen in der deutschen Republik. Das wäre aber leider nun mal die Wahre Demokratie - der Bürger sagt, wo es lang geht und die Politik bietet ihm die möglichen Optionen an.
Und so steht der Wähler wieder wie das Kaninchen vor Schlange, und überlegt, wo er denn für die nächsten 4 Jahre seine Zukunft in den am wenigsten ungeeigneten Händen sieht.
Sehr schön fand ich nämlich einen neulich erschienenen Satire-Artikel, in dem behauptet wurde, daß Unbekannte in ganz Deutschland Wahlplakate gegen Kopien mit nichtssagenden Texten ausgetauscht hätten. Gezeigt wurden dann auf Fotos die aktuellen korrekten Wahlplakate der Parteien.
Und ganz ehrlich? Bei den grossen Volksparteien steht echt nur belangloser, sinnentleerter, einzeiliger Kram drauf, der nicht im geringsten darüber etwas aussagt, was die Partei eigentlich will.
Oder kann hier einer mit "Herr XYZ für Sie im Bundestag" irgendetwas anfangen? Dazu grinst ein grenzdebiler Typ vom Plakat. Die gelben Kollegen haben sogar noch unterirdisch schlechte Bildbearbeiter an die Materie gelassen, so daß es aussieht, als wenn ein Media Design Praktikant das Plakat erstellen durfte. Jedenfalls war ich mir nicht mehr sicher, welche Hautfaarbe das Wesen auf dem menschenähnlichen Portrait wirklich hat.
Mutig waren zumindest die Grünen mit dem Ansatz, wir erhöhen Euch die Steuern als Programm zu starten. Wie weit man damit kommt; wir werden sehen. Aber das dürfte nicht der einzige Grund sein, wenn diese "Volkspartei" doch weiter Oppositionsarbeit leisten muss.
Das Credo "Wer viel verdient, soll auch mehr für die Allgemeinheit tun" ist sehr lobenswert und ich würde mich auch nicht dagegen sträuben. Unsere Gesellschaft auf "Geiz ist geil" und "Profitmaximierungstrategie" gebaut, kann durch aus einen gesellschaftlichen Wandel zu mehr miteinander und füreinander vertragen. Aber solange die Polit-Kasten in Deutschland grob fahrlässig mit dem über Steuern anvertrauten Geld umgeht, sträubt sich gegen diesen Ansatz jedes meiner Nackenhaare. Neee, ich will jetzt nicht behaupten, daß ich das besser kann. Trotzdem erinnert die Verantwortungslosigkeit mit der oftmals Steuergeld versenkt, verpulvert und verschleudert wird, immer ohne Konsequenzen für die verantwortlichen politischen Entscheider, an Investmentbanker. Nach mir die Sintflut und wenn es schief geht, kann man mich ja eh' nicht belangen. Und so geriert sich die deutsche Polit-Elite! Klopft dabei aber wie ein wilder auf dem Bankenvolk herum. Es gibt da so ein Sprichwort von Glashäusern und Steinen, meine Damen und Herren Politiker! Gelle?
Die Entfernung zum Fussvolk der Wähler ist gigantisch - was den Bürger wirklich bewegt, erforscht die Partei erst dann wenn es eng wird. Heisst: kurz vor einer Wahl. Dann werden Versprechen und Thesen in den Äther geschleudert, bei denen jeder normal denkende Mensch in weniger als 5 Sekunden weiss, daß die Nummer nie aufgehen kann. Nach der Wahl setzt dann vollkommene Amnesie ein und keiner weiss mehr, wie solche Zusagen denn auf das Wahlprogramm kamen. Das ist in einer Legislaturperiode doch nie umsetzbar. Und die böse Opposition wird das sowieso verhindern. Und dann ist übermorgen Landtagswahl, da kann man mit sowas eh' nicht punkten. Ball flach halten, bis das Thema auf die Schweigeliste setzen bis die breite Masse es vergessen hat.
Aber manchmal vergisst die Masse nicht. Besonders ich nicht die Wahlversprechen von Herrn Kuhn als OB in Stuttgart. Bisher besteht die einzige - für mich sichtbare und spürbare - Massnahme den ÖPNV zu verbessern darin, das Tempo auf der Weinsteige auf 40 km/h gedrosselt zu haben. Billiger ist er nicht geworden - immer noch einer der teuersten und grauenhaftesten Verkehrsverbünde in ganz Deutschland überhaupt, wie ich finde. Passt aber zur politischen Einstellung im Ländle. Oder wie es in der Stuttgarter Zeitung vor ein paar Jahren schon Stand: Die Preise für ÖPNV in Stuttgart steigen. (Was sie übrigens jedes Jahr mit Kontinuität tun, seid ich im Einzugsgebiet wohne - runde 15 Jahre!)
Und schon macht sich die Politik daran, die Attraktivität des ÖPNV zu erhöhen. Durch Erhöhung der Parkgebühren in der City! Also ein deutlicheres Armutszeugnis und Beweis für mangelnde Befähigung zur Politik kann man sich selber kaum ausstellen. Wenn das, das einzige Mittel ist um den ÖPNV attraktiv zu halten und es nicht zustande bringt, den ÖPNV selber günstiger und besser zu machen.
Mal schauen, was noch kommt. Auch zum Thema bezahlbarer Wohnraum und das es keine City-Maut in Stuttgart geben wird, hat der grüne OB seine "Versprechen" gegeben.
Jurist bin ich nicht, trotz allem geht in mir die Frage um: Ist ein Wahlversprechen nicht ein mündlich geschlossener Vertrag mit dem Bürger? Du wählst mich und ich tue dann dies und jenes. Deutsches Recht kennt doch immer noch mündlich geschlossene Verträge, oder irrt der juristische Laie hier? Warum also kann man nicht die Partei oder den Politiker als solches wegen Vertragsbruch verklagen, wenn er sein Wahlversprechen nicht hält? Oder ist ein Wahlversprechen kein mündlicher Vertrag? Wenn nein, warum eigentlich nicht? Und was soll dann ein Wahlversprechen wert sein?
Nix?
Na ja.... wenn man so an das Wort "Mietpreisbremse" denkt, vermutlich wirklich nichts. Wie das gehen soll, weiss keine Partei so richtig, aber mit dem taktischen Modewort inflationär um sich werfen, tun alle.
Nun steht man wieder da und fragt sich, was tue ich? Mich enthalten, um den Parteien zu zeigen, daß man nicht einverstanden ist? Merkt keine Partei, da man auch für Enthaltungen Geld in die Parteikasse bekommt. Für jede abgegebene Stimme - auch Enthaltungen fliesst Geld an die Parteien. Mein Wissenstand.
Nun - also entscheiden zwischen Pest und Cholera? Radikal wählen? Irgendwo muss jeder mit seinem Gewissen den Punkt treffen und sich für sein persönlich kleinstes Übel entscheiden. Alternativen sind es ja nicht - dafür sind sie alle zu ähnlich, stromlinienförmig und ohne wirkliche Bodennähe.
Man könnte doch mal darüber nachdenken, ob man den Wahlzyklus nicht verlängert und alle Wahlen in einziges Jahr legt? Spart Kosten! Spart Wahlkampf! Spart partei-taktische Überlegungen für die nächste Wahl, weil ja sowieso immer irgendwo in der Republik grade gewählt wird.
Man könnte doch mal darüber nachdenken, ob man Politiker nicht besser, öfter und deutlicher für ihr Tun persönlich haftbar machen kann? Steuerverschwendung und Unfähigkeit darf nicht nur zum Verlust des politischen Amtes, sondern auch zu persönlicher Haftung führen! Und zum Verlust aller damit verbundenen Ansprüche aus politischer Tätigkeit! Analog einer unehrenhaften Entlassung aus dem Beamtendienst.....
Man könnte doch mal darüber nachdenken, daß Politiker nach gleichen Regeln Altersbezüge bekommen wie normale Menschen auch. Mir ist es immer noch nicht einleuchtend, warum man nach 8 Jahren Bundestag eine lebenslange Rente bekommt, die man mit einem Durchschnittseinkommen nach 40 Jahren Beitragszahlung noch nicht erreicht hat. Vielleicht hat unser Staat an der einen oder anderen Stelle dann etwas mehr Geld zur Verfügung.
Nun, liebe Leser, macht Euch selber Eure Gedanken. Aber bitte tut eines: Geht wählen! Nutzt Eure Chance, Euch zwischen Pest und Cholera zu entscheiden! Denn nur wer aktiv an einer Demokratie teilnimmt, hat das Recht sich dazu zu äussern, was in ihr passiert!
In diesem Sinne... bleibt mir gewogen!
In diesem Blog veröffentliche ich meine ganz persönliche und eigene Meinung! Sollte sich jemand verletzt, beleidigt oder angegriffen fühlen, darf man mir gerne schreiben und das Problem aus der Welt schaffen.
Sonntag, 8. September 2013
Dienstag, 30. Juli 2013
...der letzte Rest der letzten Reise! Nippon Part III - the final!
Was gibt es denn noch so zu berichten? Das wird heute das Sammelsurium aller Dinge, die bisher noch in keinen anderen Blogpost gepasst haben.
Zum einen gibt es gleich um die Ecke vom Hotel eine Micro-Brauerei: T. Y. Harbor Brewery.
Und obwohl ich als deutscher Staatsbürger im Ausland dem Biertrinker Image zugeordnet werde, habe ich es noch nicht geschafft diesen netten Ort einmal zum Essen und Trinken aufzusuchen.
Sieht eigentlich ganz einladend aus. Beim nächsten Mal muss ich dahin gehen. Was mich bisher abgehalten hat? Durchwachsene Gastro-Kritiken in englischer Sprache. Die japanischen Kritiken in japanischer Schrift kann ich immer noch nicht lesen. Oder es war schlichtweg geschlossen: Entweder ausserhalb der Öffnungszeiten oder wegen einer geschlossenen Gesellschaft.
Eine besonders schöne Idee, die mir sehr gut gefallen hat, war die Kindertoilette in einer Metro-Station.
In der Mitte zwischen "Frauen" (links) und "Männern" (rechts) gab es "Kinder". Eine kindergerechte Toilette, wie man sie aus jedem Kindergarten oder jeder Kindertagesstätte kennt. Und sauber. Und nicht stinkend. Obwohl öffentlich! (Achtung, Herr Kuhn, OB von Stuttgart, daß ist mal wieder was für Sie und das Thema ÖPNV muss attraktiver werden! Dann tun Sie mal was dafür!)
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| Kleine Toiletten für kleine "Kindergeschäfte" |
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| Dazu Waschbecken für verschiedene Alters- und Körpergrössen! |
Kleiner Tip für alle, die an einem "Unsere Stadt soll schöner werden!" Wettbewerb oder ähnlichen Veranstaltungen teilnehmen mögen: Bunte Tiermosaike auf den Gehsteigen. Gesehen haben wir das ganze in den Wohngebieten rund um das Metropolitan Museum of Contemporary Art. Wenig Aufwand, aber schlicht und schick. Finde ich.
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| Was hier los war, weiss ich nicht so genau! Aber da sind ein paar volle Magnum Flaschen Champagner zwischen das Altglas geraten! |
| Pink Kitsch Shopping Deluxe Extravaganza - oder einfach: Hello Kitty ... mit all Ihren Freunden wie z. Bsp. Miffy.... |
Wesentlich interessanter als pink Katzenwelt in diesem EKZ war der Foodcourt. Am Samstag sehr belebt mit normalen, mit ungewöhnlichen und mit sehr ungewöhnlichen Gestalten.
Ich weiss es nicht mehr genau, aber lecker und sättigend war es allemal.
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| In einer massenhaften - fast Fliessband - Produktion |
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| So sieht es aus, wenn es fertig ist. |
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| Oder auch so.... |
| Ausblick auf die erstaunliche Archtiektur von Odaiba. |
| Die Hochbahntrasse |
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| Hier verbietet sich ein "Petri heil!" |
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| Ob der Japaner das unter einer "real fishing experience" verbucht? |
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| Die grösste Ansammlung an Kapselautomaten, die ich bisher gesehen hatte! Erstaunlich, daß hier die Erwachsenen wie "süchtig" Kugeln aus den Automaten drehten. Kinder waren keine zu sehen! |
Alternativen für Nichttänzer? Ja! Gibt es auch. Da werden im Stakkato Figuren auf dem Bildschirm nachgezeichnet, Symbole zusammengeführt oder Schlagzeug gespielt. In einer derart affenartigen Geschwindigkeit, daß einem eigene Reflexe wie Superslowmotion vorkommen. Haben die Jungs und Mädels so einen Automaten zum Üben daheim im Wohnzimmer oder bereits den Wert eines Eigenheims in den Automaten versenkt? Keine Ahnung - aber verdammt beeindruckend anzuschauen. Man kann stundenlang in solchen Spielhallen wandeln!
| Wer wissen will, was man mit einer Spielkonsole und optischer Bewegungserkennung machen kann, sollte sich in japanischen Spielhallen unbedingt umsehen. |
Irgendwann "juckte" es auch in meinem Zeigefinder und meine Kamera meldete einen Fotowunsch an.
An dieser Stelle waren die sonst so fotoscheuen Japanerinnen sehr offen und liessen mich mitfotografieren. Insgeheim denke ich, daß sie ein wenig stolz waren von einem Gaijin mit Interesse fotografiert zu werden.
| Smile! Diese junge Dame sprach obendrauf englisch und es war mir möglich ein nettes Gespräch zu führen! |
| Ja.... das ist meine echte Haarfarbe! *hüstel* Und geschminkt bin ich auch nicht. ;-) |
| Cosplay!!!! |
| Frisch aus dem Märchenland! |
Ein kleinen Eindruck vermittelt Euch evtl. dieser Videoschnipsel! (Achtung, die ersten 30 sec rauscht der Ton ganz ordentlich, danach konnte ich das Micro mit der Hand besser vor dem Wind schützen. Also nicht gleich wegklicken oder komplett ohne Ton anhören bitte!)
| So sieht es neben der Uhr aus... |
| ... beindruckende Architektur! |
| Asiatischer geht's kaum - Eingang zum Park |
| Dieser Hauptweg führt zum Schrein |
| Warum will jemand die Reinkarnation von Calimero heiraten? Wer wissen will, wer Calimero ist schaue hier nach! |
| Bevor man der Braut die "Eierschale" aufs Haupt platziert, werden Fotos im kunstvollen Luxuskimono gemacht. |
| Der Eingang zum eigentlichen Schrein |
| Der Meiji Schrein |
Was wirklich nirgendwo mehr hinpasste als an den Schluss:
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| Köstlichkeit: Angebratener, leicht gewürzter Fischrogen! |
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| Nein, hat nix mit Fukushima zu tun. Trotzdem kurios - die quadratische Wassermelone. Preis unbekannt. |
Ganz am allerletzten Ende - wieder einmal - japanische Werbung und ein bemerkenswertes Schild!
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| Warum hat die Frau bei der Werbung für Epilation einen Propeller auf dem Kopf? Karlsson auf dem Dach hatte den nicht auf dem Kopf.... |
An dieser Stelle danke ich allen meinen treuen und mir (hoffentlich) immer noch gewogenen Lesern, für Ihre Ausdauer meine illustren Beschreibungen aus dem Land der aufgehenden Sonne immer wieder und klaglos zu ertragen und sich durch (hoffentlich!) alle Episoden und Blogposts gelesen zu haben.
Bis bald!
Mittwoch, 17. Juli 2013
....Ebisu... weiter geht es...
Stehengeblieben war ich mit den Schilderungen beim Verlassend er Metro Station in Ebisu. Es wurde ein passender Platz für ein Abendessen gesucht. Und ich mit einer wirklichen schlechten Laune und grossem Hunger unterwegs. Eine ziemliche miese Kombination für alle, die mich in einer solchen Phase belgleiten müssen. In einem solchen Zustand werde ich sehr schnell unausstehlich und kann den Verlust meiner Entscheidungsfreude beklagen.
Also - wohin war die Frage? Welche Strasse sieht am verlockendsten aus? Über die Bahnhofskante geschaut und entschieden... Da wo die meisten Japaner hinlaufen, da laufen wir mal hinterher.
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| Ob das so in die richtige Richtung ging? Kneipen ja, Entscheidungsfreude bei mir nein. |
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| Yep. Das sollte reichen, wenn ich die 6 Kästen leergetrunken habe, brauch ich kein Abendessen mehr! |
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| Fast wären wir dran vorbeigelaufen... aber dann im Augenwinkel war die Schiebetür zu sehen! |
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| Die kleinen Kästchen sind der Restaurant Index. Nicht für uns, weil wir kein japanisch lesen können. |
Sodele.... nun geht es doch erst mit dem Blog weiter, nachdem ich wieder deutschen Boden unter den Füssen habe. Leider... traurig aber wahr.
Was haben wir denn schlussendlich in diesem famosen Essenspalast zu unsgenommen? Eine Mischung aus Yakitori und Tempura, hätte ich gesagt, da ich es nicht präziser beschreiben kann. In der kleinen Nische in der wir Platz fanden, gab es keine englische Speisekarte und auch keine bebilderte Menüauswahl. Zu zweit wild hektisch auf den "Tellern und Schüsseln" unserer Voresser gestikulierend, machten wir dem Chef de Cuisine verständlich, daß er mal queerbeet was bereiten soll. Wir würden das schon essen, wenn er es noch schafft 2 Bier dazu herzubringen. Bier war für meinen seelischen Zustand an diesem Abend besonders wichtig. Japan blues und Hunger sind keine gute Kombi.....
Dummerweise wird man zu zweit von dem Sammelsurium frittierter Köstlichkeiten am Spiess, etwas Kohl in Tunke und einem Bier nicht wirklich satt. Was tun? In dem Schlauch voller Restaurants war partout kein anderer Platz zu ergattern, es war und blieb anschlagvoll. Es blieb keine andere Wahl als raus aus der Butze und zurück auf die Strasse. Weitersuchen.... Aber wirklich schnell erfolgreich waren wir nicht... Spanisches Restaurant.... Italienisches Restaurant.... Japanisches Restaurant in der Preisklasse Vorspeise = Monatslohn..... Bar....
Und am Ende landen wir bei einem chinesischen Dumpling Restaurant irgendwo im Nirgendwo....
Bei den folgenden Köstlichkeiten konnten wir den Abend beschliessen und dann doch noch satt heimkehren.
Bevor ich diesen Post jetzt beende... es kommt - tadaaaaaa (tusch!) - das Pocari Schwein!
Besser gesagt ein Getränk namens "Pocari Sweat". Dieses als isotonisches Sportgetränk getarnte Zucker-Plörren-Gesöff erfreut sich in Japan einer mir unerklärbar gebliebenen Beliebtheit.
Es fehlt in fast keinem Getränkeautomaten. Man sieht dauernd Leute damit rumlaufen, daran rumnuckeln - es ist allgegenwärtig. Und es schmeckt widerlich!
Vergeblich habe ich nach einer Erklärung gesucht, was sie denn da in Flaschen füllen und warum die Japaner das tun. Dem Namen nach muss es sich ja um den eingesammelten Schweiss von einem Tier namens "Pocari" handeln. Nachdem auch mein Arbeitskollege eine Flasche in sich hineingepresst hatte - was man kauft, muss man auch austrinken - haben wir uns darauf geeinigt, daß dieses Tier ein Schwein sein muss. Oder etwas noch widerlicheres. Falls einem die Vorstellungsgabe fehlt, wie ein toter, lange auf der Strasse in der prallen Sonne liegender Tierkadaver (Schildkröte, Eichhörnchen, nasser Iltis... ganz nach Wahl!) schmecken mag, der soll mal das Zeug trinken. Immerhin konnte man seine Arbeitskollegen erfolgreich damit bedrohen (Entweder.... oder ich spendiere dir eine Flasche Pocari aus dem Combini! - Dort gibt es das in der 1,5 Liter Variante) oder Arbeit abwehren (Wenn ich das machen soll, musst du zuerst eine Pulle Pocari trinken!)
Und nein... das ist immer noch nicht alles; es gibt noch mehr aus Japan zu berichten. Bleibt mir gewogen, liebe Leser!
Was haben wir denn schlussendlich in diesem famosen Essenspalast zu unsgenommen? Eine Mischung aus Yakitori und Tempura, hätte ich gesagt, da ich es nicht präziser beschreiben kann. In der kleinen Nische in der wir Platz fanden, gab es keine englische Speisekarte und auch keine bebilderte Menüauswahl. Zu zweit wild hektisch auf den "Tellern und Schüsseln" unserer Voresser gestikulierend, machten wir dem Chef de Cuisine verständlich, daß er mal queerbeet was bereiten soll. Wir würden das schon essen, wenn er es noch schafft 2 Bier dazu herzubringen. Bier war für meinen seelischen Zustand an diesem Abend besonders wichtig. Japan blues und Hunger sind keine gute Kombi.....
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| Rohzutaten on a stick.... |
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| Chef de Cuisine bei der Arbeit |
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| Die Küche - personalbefreit. War nicht schwer, da es nur eine Person in der Küche gab. Siehe oben. |
Dummerweise wird man zu zweit von dem Sammelsurium frittierter Köstlichkeiten am Spiess, etwas Kohl in Tunke und einem Bier nicht wirklich satt. Was tun? In dem Schlauch voller Restaurants war partout kein anderer Platz zu ergattern, es war und blieb anschlagvoll. Es blieb keine andere Wahl als raus aus der Butze und zurück auf die Strasse. Weitersuchen.... Aber wirklich schnell erfolgreich waren wir nicht... Spanisches Restaurant.... Italienisches Restaurant.... Japanisches Restaurant in der Preisklasse Vorspeise = Monatslohn..... Bar....
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| Die Bar für Schuhfetischisten! Allerlei farbig-hochprozentiges Getränk in damenschuhähnlichen Glasbehältern! |
Und am Ende landen wir bei einem chinesischen Dumpling Restaurant irgendwo im Nirgendwo....
Bei den folgenden Köstlichkeiten konnten wir den Abend beschliessen und dann doch noch satt heimkehren.
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| Dumplings gefüllt mit Schwein, Schrimps, Gemüse.... |
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| Frittierte Dumplings mit Meeresfrüchten und einer fruchtigen Senfsosse. Ein sehr ungewöhnlich angenehmes Geschmackserlebnis. |
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| Euer Schreiberling kann am Ende des Abends wieder langsam lächen... |
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| Men at Work! Serious dining in progress.... |
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| Das Lokal über die Schulter mit dem Handy geknipst.... |
Bevor ich diesen Post jetzt beende... es kommt - tadaaaaaa (tusch!) - das Pocari Schwein!
Besser gesagt ein Getränk namens "Pocari Sweat". Dieses als isotonisches Sportgetränk getarnte Zucker-Plörren-Gesöff erfreut sich in Japan einer mir unerklärbar gebliebenen Beliebtheit.
Es fehlt in fast keinem Getränkeautomaten. Man sieht dauernd Leute damit rumlaufen, daran rumnuckeln - es ist allgegenwärtig. Und es schmeckt widerlich!
Vergeblich habe ich nach einer Erklärung gesucht, was sie denn da in Flaschen füllen und warum die Japaner das tun. Dem Namen nach muss es sich ja um den eingesammelten Schweiss von einem Tier namens "Pocari" handeln. Nachdem auch mein Arbeitskollege eine Flasche in sich hineingepresst hatte - was man kauft, muss man auch austrinken - haben wir uns darauf geeinigt, daß dieses Tier ein Schwein sein muss. Oder etwas noch widerlicheres. Falls einem die Vorstellungsgabe fehlt, wie ein toter, lange auf der Strasse in der prallen Sonne liegender Tierkadaver (Schildkröte, Eichhörnchen, nasser Iltis... ganz nach Wahl!) schmecken mag, der soll mal das Zeug trinken. Immerhin konnte man seine Arbeitskollegen erfolgreich damit bedrohen (Entweder.... oder ich spendiere dir eine Flasche Pocari aus dem Combini! - Dort gibt es das in der 1,5 Liter Variante) oder Arbeit abwehren (Wenn ich das machen soll, musst du zuerst eine Pulle Pocari trinken!)
Und nein... das ist immer noch nicht alles; es gibt noch mehr aus Japan zu berichten. Bleibt mir gewogen, liebe Leser!
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