Sonntag, 12. Oktober 2014

Icebucket Challenge war gestern... jetzt kommt der "Liebster" Award!

Uff.... grade hatte ich mich von dieser überschwappenden Welle an Menschen, die sich Eiswasser mit Eiswürfeln über den Kopf kippen erholt, da grassiert die wohl schon die nächste "Ich nominiere...." Welle durch die Weiten des wörld weit wäpp.

Nicht, dass mich der Zweck der Icebucket Challenge in irgendeiner Weise gestört hätte. Nein. Das fand ich sogar ausgesprochen gut. Dummerweise ebbte das ganze Phänomen so schnell wieder ab, wie es gekommen war. Weil irgendwie der Verbleib der Spenden und wohin man spenden konnte, undurchsichtig blieb. Viele Menschen fanden es wohl so lustig sich mit Eis zu überkübeln und jemanden anderen zu nominieren, dass das Spenden und der gute Zweck dabei unterging.

Irgendwie ist die Nominierungswelle auch an mir vorbeigeschwappt. Was mich nicht wirklich traurig gemacht hat. Aber wenn, dann hätte ich es wohl gemacht, wie Patrick Stewart. Das ist in meinen Augen die stil-vollste Art gewesen mit der Challenge umzugehen. Wer nicht weiss, was ich meine, bitte schön:

Patrick Stewart & die Ice Bucket Challenge

Was mich aber jetzt erwischt hat - der "Liebster Award" - Discover new blogs. Nominiert hat mich Carmen....



Man wird nominiert und beantwortet 11 Fragen rund um sein Blog und nominiert dann bis zu 11 weitere Personen, die selber bloggen....

Hier die 11 Fragen und meine Antworten dazu:

1. Wie lange bloggst du schon?
Ich blogge seit 2011.

2. Wieso bloggst du? Wie bist du auf die Idee gekommen zu bloggen?
Damals ging es für mich für 4 Wochen nach China im Rahmen des IBM Corporate Service Corps. Mein Sohn war damals 4 Jahre alt und die Zeitverschiebung liess telefonieren mit ihm eher nicht zu. Auch der Kontakt zu Freunden und Bekannten ist in einer solchen Phase sehr eingeschränkt.

Ferner wird man im Rahmen seiner Aktivitäten beim IBM CSC sogar aktiv dazu aufgefordert in dieser Zeit zu bloggen.

Damit meine Familie und alle Interessierten etwas darüber erfahren konnten, wie es mir geht, habe ich angefangen zu bloggen. Das Ergebnis kann man hier nachlesen: Toms IBM CSC 13 China Blog. Bei dieser Gelegenheit lege ich Euch die, wirklich lustigen, Blogs von Mukul Suri und Dan Hauenstein über Ihre Zeit bei IBM CSC 13 nahe. Allerdings sind beide Blogs in englischer Sprache.

Danach hatte mich der Blog Virus infiziert und mein wirklich eigenes Blog ging an den Start. Hier verbreite ich von Zeit zu Zeit, immer wenn ein für mich aufmerksamkeitswürdiges Ereignis eintritt, meine Meinungen dazu. Da viele Menschen in meinem Umfeld meine Meinung für ziemlich schräg halten, heisst das Blog: Strange life from Toms view.

3. Bist du zufrieden mit der Anzahl deiner Leser?
Ja. Für einen so unbegabten Schreiberling wie mich, der in vollkommen sinnlosen und wahllosen Abständen etwas schreibt bin ich zufrieden. Es kann natürlich immer eine größere Leserschaft sein... das spornt einen Schreiber angeblich wohl an.

4. Hast du einen Blogbeitrag an den du besonders gut erinnerst?
In meinem Blog? Nö. Eigenlob stinkt. Dafür liebe ich den Eintrag in Mukuls Blog über lokale chinesische Spirituosen, die wir alle im hemmungslosen Selbstversuch getestet haben.

Aber meine Blogeinträge aus Japan sind sicher meine Favoriten. Upps. Doch getan. Müffelt es schon?

5. Worüber bloggst du am Liebsten?
Meine - die Leser meines Blogs wird es kaum überraschen - Lieblingsthemen sind Reisen und Essen.
Als ich noch für die Nachtagenten Stuttgart aktiv war habe ich auch gerne über Musik geschrieben.

6. Was inspiriert dich?
Essen und Reisen. Was habt Ihr erwartet, bei den Antworten auf Frage 5. Na ja.... und Sachen, die wirklich schräg sind. Meiner Meinung nach...

7. Wie viel Zeit nimmst du dir für deinen Blog?
Soviel wie es sein muss, um das niederzuschreiben, was ich sagen will. In der gewünschten Ausführlichkeit.

8. Zu welchen Themen liest du regelmäßig Blogs?
Äh.... Business Consulting und "Zenhabits" von Leo Babauta. Und was so in meinem Freundeskreis geschrieben wird, wenn ich Kenntnis davon erhalte. So zum Beispiel Kunsttourblog

 9. Worüber würdest du nie in deinem Blog schreiben?
Politik. Auch wenn ich immer wieder versucht bin, da meinen Senf dazu zu geben. Da passiert soviel fragwürdiges.

10. Würdest du auch für Geld bloggen?
Hahahahaha! Also wenn jemand für meinen geistigen Erguss in Worten Geld zahlen würde, würde ich es nehmen. Aber sonst halte ich es eher wie mit meiner Fotografie. Es ist ein Hobby, dass mir Spass macht. Wenn Geld ins Spiel kommt, dann wird es Zwang. Mit Zwang geht immer Spass verloren. Berufsblogger zu sein kann ich mir aktuell nicht vorstellen.

11. Was sind Deine Ziele und Wünsche für Deinen Blog?
Weniger orthografische und grammatikalische Fehler machen. Und das mir nie die Themen ausgehen, um mindestens einen Eintrag pro Quartal zu schreiben. Oh... und nicht mehr für so Challenges und Kettenbriefchen nominiert zu werden. ;-)

Bleibt mir bitte gewogen, liebe Leser! Bis bald!

PS: Ich nominiere....

Ariane Schröder - Kunsttourblog
Vicky Amesti - Le Petit Plaisirs
Leo Babauta - Zenhabits
Anonymous - Consultants mind

Bitte beantwortet mir diese Fragen - Please answer these questions

1. Wie lange bloggst du schon? How long are you blogging?

2. Wieso bloggst du? Wie bist du auf die Idee gekommen zu bloggen? Why are you blogging? What made you start blogging?

3. Bist du zufrieden mit der Anzahl deiner Leser? Are you satisfied with the number of followers/readers?

4. Hast du einen Blogbeitrag an den du besonders gut erinnerst? Is there any special blog-post you remember?

5. Worüber bloggst du am Liebsten? What is your favourite blogging topic?

6. Was inspiriert dich? What is inspiring you?

7. Wie viel Zeit nimmst du dir für deinen Blog? How much time do you spent for your blog?

8. Zu welchen Themen liest du regelmäßig Blogs? Which other blogs do you read regularly and what topic are they about?

 9. Worüber würdest du nie in deinem Blog schreiben? What topic would never make it into your blog?

10. Würdest du auch für Geld bloggen? Would you blog for money?

11. Was sind Deine Ziele und Wünsche für Deinen Blog? What are your goals and targets for your blog?

Montag, 25. August 2014

Pulled Pork.... zerrupfter Schweinebraten... der erste Versuch! (Teil 2)

So..... Sonntag morgen 07:00 Uhr..... es wird ernst.

Als erstes wird die Rauchpfeife für den Grill vorbereitet. Mit feinen Buchenholzspänen in trockenem Zustand wird die Rauchpfeife zu zwei Dritteln gefüllt. Schüssel mit etwas Wasser füllen und Späne reinkippen. Danach werden die Späne für rund 30 min. gewässert und danach geht es zurück in die Räucherpfeife. Und dann merkt man, warum man das Teil nicht trockenen Spänen bis zum Rand füllen soll: es quillt auf, weil feucht!

Glaubenskrieg der Griller - Räucher-Späne:
Wenn man sich durch die diversen Foren und Ratgeberseiten arbeitet und kämpft findet man zwei Glaubenshaltungen, wie sie gegensätzlicher nicht sein können. "Räucherspäne dürfen auf keinen Fall gewässert werden!" und "Räucherspäne müssen unbedingt xx min. gewässert werden"
Ich habe mich für Wässerung der Buchenspäne entschieden.

So sieht das ganze dann aus:

Buchenholz-Späne im Wasserbad
Während die Späne wässern, wird die Schweineschulter aus dem Kühlschrank befreit und im Roast-Cage mit Tropfschale drapiert.

... jetzt noch das Grill-Thermometer rein!

Die gefüllte Rauchpfeife wird auf dem Brenner platziert. Es wird nur einer der beiden Brenner gezündet und voll aufgedreht, bis langsam Rauch aufsteigt ohne das ein neuer Papst gewählt worden ist. Es ist 07:45 Uhr morgens....

Smoke on my Grill!

An dieser Stelle wird der Brenner auf kleinste Stufe gestellt... also wenn es anfängt zu rauchen. So weit war noch alles gut, aber dann nahm das Verhängnis seinen Lauf. Auch mit kleinster Leistung machte der Grill eine Temperatur von rund 150° C. Bei anvisierten 120° C war das ein wenig viel zu viel...

Es wird zu heiss.... Mist!


Was tun? Deckel auflassen war nicht drin, da sonst der ganze tolle, geschmack-bringende Buchenholz-Rauch sich verflüchtigt. Also in kurzen Abständen neben den Grill stellen und immer wieder mal den Deckel lüften und beten, dass die Nachbarn nicht die Feuerwehr rufen, weil man auf meinem Balkon morgens um 08:30 Uhr einen offenen Schwelbrand befürchtet.

Nach gut 2 Stunden hatte es sich ausgeraucht - was nicht weiter schlimm war. Heisst es doch, dass das Fleisch nur den Rauchgeschmack annimmt, solange es noch keine Kruste hat. Aber was tun jetzt?

Mithilfe einer Fleischgabel habe ich den Grilldeckel etwas aufgestellt und immer wieder die Temperatur kontrolliert. So war zwar keine wirklich gleichmässige Temperatur möglich, aber immerhin keine 150° C mehr, die das gute Grillstück verdörren würden. Hoffte ich zumindest.


Fleischgabel unter den Deckel klemmen... siehe rechts....

Hier kann man es besser erkennen!
Das Ergebnis sieht erstmal gut aus!
Dummerweise sagt ein Sprichwort nicht umsonst: If you're looking, you're not cooking! Man soll den Deckel ja nicht heben. Aber die Kerntemperatur des Bratens stieg langsam an, also sollte alles gut sein. Hoffte ich.

Danach kam dann die Plateauphase! Das nervenzerraubende Warten, wenn die Kerntemepratur des Bratenstücks nur noch gaaaaaaaaaaaannnnnnnnzzzzzzzz laaaaaaaaaannnnnnnngggggssssaaaaaammmm steigt. Zwischen 12:00 Uhr mittags und 17:00 Uhr stieg die Temperatur um ganze 10° C an..... von 60 auf 70 in gut 5 Stunden...... das zehrt an den den Nerven und liess mich schier verzweifeln. Nach gut 9 Stunden immer noch weit entfernt von den anvisierten 89° C Kerntemperatur. Was tun?

Grillblogs scannen.... Glaubenskrieg Teil 2: Das Fleisch braucht 95° C, sonst wird es nix. Das Fleisch braucht 87° C, sonst wird es trocken. Und überhaupt.....

So sah das gute Stück nach 9 Stunden aus.
Ob das innen noch saftig ist?
Jedenfalls ist eine Menge Saft in der Auffangschale.

Ich habe mich dann entschlossen einem Grilltip zu folgen: Wenn es nicht wird.... runter vom Grill und im Ofen bei 120° C  fertig garen. Ofen vorheizen und dann rein in die Röhre....

So habe ich in die "Röhre" geschaut und gehofft.....

Und dann stieg die Temepratur.... langsam und kontinuierlich. Um 18:45 Uhr war es dann soweit.... es hatte die Wunschtemperatur erreicht. Raus aus der Röhre und für 30 min in Alufolie eingewickelt ruhen lassen.

Uff.... und jetzt ab in die Hülle aus Alufolie.....

In der Zwischenzeit schnell die Brötchen aufbacken, Tisch decken, BBQ Saucen aufstellen und Krautsalat bereitstellen. Pork raus aus der Folie und dann mit 2 Gabeln "pullen"....

Tja.... nix "pullen". Heftigst zerren. Das Pork leistete noch nach 11 Stunden Garzeit massiven Widerstand. Und sonderlich saftig war es leider auch nicht. *Heul.... schluchz....*

Im Ergebnis sah es dann so aus, wie auf den folgenden Bildern.

Zerpflückt... leider nicht easy gepullt. Nix "zerfällt von selber".

Auf Brötchen - einmal mit Bulls Eye BBQ Sauce
und einmal mit Jack Daniels "Sweet Smokey" Glaze Sauce

Im Hintergrund: der Krautsalat!

"Pulled" Pork pur mit Jack Daniels "Sweet Smokey" Glaze Sauce! 

Immerhin hat es allen Testessern aus der Familie sehr lecker geschmeckt. Inklusive meinem Junior Max. Die Kruste war superwürzig, leicht scharf und sehr aromatisch. Immerhin mein Rub war sehr gelungen! Gut, dass ich keine Grillmeister oder andere Schleckermäuler mit Grillerfahrung zu Gast hatte.

Fazit: Mein Grill taugt nicht für Pulled Pork. Die Auffangschale hat es nicht überlebt - die Beschichtung wurde vom Bratensaft zerstört. Beim Auswischen mit einem Zewa, war das Loch im Emaille. Tja, was mache ich als nächstes im Grill? Spare Ribs?


Die lädierte Auffangschale....


Ich hoffe, trotzdem, dass es den einen oder anderen meiner Leser angeregt hat, etwas mit dem heimischen Grill zu experimentieren und sich auch an Neuland zu wagen. Bleibt mir gewogen liebe Leser - bis ich das nächste Mal Grillgut verkokeln werde... Ich berichte davon. Versprochen!

Samstag, 23. August 2014

Pulled Pork.... zerrupfter Schweinebraten... der erste Versuch! (Teil 1)

Nachdem mein Blog lange geschwiegen hat und ich aktuell nicht mehr viel reisen muss/kann/darf, beschäftige ich mich einmal mehr mit dem Thema Essen -> Food Porn!

Der, im letzten Jahr gekaufte, Lavastein-Gasgrill hat sein letztes Stündlein vor ein paar Wochen erlebt. Nachdem beim Grillen der Fettbrand für ca. 50cm hohe Flammen über dem Grillrost gesorgt hat, war meine Geduld am Ende.
Ich hatte die Nase gestrichen voll von Grillgut bester Fleischqualität, das an einem Ende verkohlt und am anderen Ende noch roh war. Genug von dampfenden Schwaden verbrannten Fettes oder Marinade, die die Nachbarn fast zum Herbeirufen der Feuerwehr animiert hätten.

Ein kleiner Wochenend-Ausflug nach Schweinfurt zur deutschen Meisterschaft im Grillen sollte mir den Weg zu einem neuen Grill weisen. Nachdem dort eine Menge Hersteller - ausgenommen Weber - Ihre Produkte präsentieren, sollte dort was zu finden sein. Die Nicht-Teilnahme von Weber stellt kein wirkliches Problem in meinen Augen dar, da die Weber Produkte signifikant überbezahlt und qualitativ sicher nicht höherwertiger sind als die Waren von Napoleon, Outdoor Chef oder Broil King.

Mit Unterstützung von Alex Röhlich - meinem alten Fotokumpel und Team Captains vom Herzglut BBQ Team - habe ich dann mein Wunschobjekt gefunden und ein paar Tage später beim BBQ Profi in Stuttgart Feuerbach abholen können.



Nun steht ein prima Napoleon Q285 Pro mit Wagen auf meinem Balkon und hat seinen ersten Standard-Grill-Einsatz mit Bravur bestanden.

Morgen soll dann die Kür folgen.... das Pulled Pork! Ein Teil der "Holy Trinity of BBQ" -> auf deutsch die "Dreifaltigkeit des Grillens".

Mittlerweile habe ich mich mit einer Räucherpfeife, einem Grillthermometer und einem Bratenkorb mit Auffangschale ausgerüstet, so dass dem Abenteuer nichts mehr im Wege stehen sollte. Zumindest ausrüstungstechnisch.... es fehlt das Fleisch!

Von meinem Lieblingsmetzger meines Vertrauens habe ich mir eine entbeinte Schweineschulter (oder auch Schweinebug) in den Einkaufskorb geben lassen, die aktuell im Kühlschrank der weiteren Schritte harrt.

Begonnen habe ich mit der Erstellung eines eigenen "Rub" - einer Würzmischung zum Einreiben des BBQ-Fleisches. Das Basis Rezept stammt von Steven Raichlen und wurde nur geringfügig geändert.



Dann kommt der "Star" der Aktion: Die Schweineschulter!

Beste Qualität vom schwäbisch-hällischen Landschwein aus der
Bäuerlichen Erzeuger-Gemeinschaft Hohenlohe
Das gute Stück wird schön dick mit mittelscharfem Senf eingerieben, damit der Rub gut daran haften kann.

Anschliessend wird der Rub (Gewürzmischung) schön dick aufgetragen, am besten, man sieht nix mehr vom Fleisch. An der Stelle bloss nicht sparen und knausern - ausser dieser Würzung passiert nichts mehr.




Jetzt noch das ganze, gute Stück in Zelluphan wickeln und bis 12-24 Stunden im Kühlschrank liegen lassen und die Würze durchziehen lassen. Für mein Stück habe ich die Mitte gewählt: rund 18 Stunden wird es so verbringen.



Damit sind die Vorbereitungen am Fleisch abgeschlossen. Morgen früh geht es weiter - Räucherspäne wässern, ab in die Räucherpfeife, den Grill mit Thermometer vorbereiten und dann wird das ganze rund geplante 10 Stunden (oder bei Bedarf auch mehr) langsam gegart und leicht geräuchert, bis das Fleisch eine Kerntemepratur von 87-89° C erreicht hat.

Also liebe Leser, seid gespannt, drückt mir die Daumen und bleibt mir gewogen. Der zweite Bericht kommt.....

Samstag, 17. Mai 2014

Die Tücke liegt nicht immer im Detail, sondern auch mal im Kleingedruckten....

Mal abgesehen von dem Buntspecht, der zur Zeit auf Partnersuche ist und dazu unsere alte Hausantenne für terrestrischen Empfang nutzt, sind da noch so einige andere Merkwürdigkeiten mit dem Kleingedruckten in meinem Umfeld aufgetaucht.

Nichtsahnend war ich in dieser Woche unterwegs in die Apotheke - gegen meinen Husten war ein wenig medizinische Munition notwendig - und laufe an einem der aktuell nicht grade wenig verteilten Wahlplakate vorbei.
Über Wahlplakate kann man schon seit langem diskutieren. Da sind irgendwelche, öfter mal debil, grinsenden Menschen abgebildet, die man vermutlich nie gesehen hat oder geschweige denn persönlich kennt.
Dazu kommt ein vielsagendes, rhetorisches Element wie "Für ein tolles Europa" oder "Weg mit dem Euro, her mit der DM!". Und diese Kandidaten gesprenkelt über das komplette Spektrum aller parteifarblichen Auswahlen soll man jetzt wählen. Jeder hackt auf jedem rum, um Stimmen zu bekommen. Dummerweise nur ohne inhaltliche Aussagen und mit plumper Polemik.

Mittendrin in diesem Schlamassel scheint es ein paar Könner zu geben. Da steht dann auf einem Wahlplakat: "parteilich unabhängig". Wow! Dumm nur das gleich drüber das Logo einer der beiden ganz grossen deutschen Volksparteien prangt. "CDU".



Ok. Was soll mir das dann sagen? Ist er jetzt parteilich unabhängig und die CDU sponsort seine Wahlplakate. So eine Art Trikotsponsor wie in der Bundesliga? Dummerweise ist es nicht so. Ein paar Meter weiter hängt dann das lokale CDU Wahlplakat mit der ganzen Mannschaft drauf. Welch ein Zufall - dort grinst der Kandidat vom Plakat!

Ist das jetzt ein Druckfehler? Oder eher eine clevere Strategie? Mit einem Plakat mehrfach Wähler abfischen? Erstmal die CDU Stammkundschaft einsammeln. Zweitens die Nicht-Volksparteien Wähler man ist ja schliesslich parteiunabhängig. Drittens alle Wähler, die zwischen CDU und Parteilosen Kandidaten unentschlossen sind - hier bekommen sie beides auf einmal geboten. Praktisch ein Wahlplakat wie ein Überraschungsei - 3 Dinge auf einmal!

Wohl dem, der das ganze "Package" liest, um es mal mit neu-manager-deutsch zu sagen.

Gleiches gilt für Apps, die man auf sein Smartphone installiert.

Die App-Macher eines Kölner Prekariats-Fernsehsenders haben sich wohl ähnliche Gedanken gemacht. Frei nach dem Motto"Wer unseren Sender schaut, kann entweder nicht lesen oder er liest nur das ganz GROSS gedruckte Schriftzeugs" stellt man zum Download einen Update einer "Nachrichten-App" bereit. Glücklicherweise hatte ich die App nicht auf automatische Updates eingestellt.

Liest man dann das "Kleingedruckte" über die neuen Zugriffsrechte der Nachrichten-App, will diese mit dem Update das Rechte-Portfolio massiv erweitern. "Aktiv SMS senden" "Aktiv Telefonate einleiten" und so weiter und so fort. Alles selbstständig, autark, für sich allein und ohne weitere Benachrichtung bzw. Freigabe oder Aktivität des Smartphone-Eigentümers.

Frage ich mich doch:Wozu will eine App, die mir Nachrichten empfangen und anzeigen soll, eigenständige SMS verschicken? Wozu will eine News-App eigenständige Telefonate führen?

Will sie mit der App auf einem anderen Smartphone Kontakt aufnehmen? "Hey! Alda! Was geht ab? Welche News sind bei dir grade so aktuell, ey? Boah! Die habe ich ja noch gar nicht. Sims mal rüber die Infos! Fett!"

Oder wenn grade keine News kommen, ein wenig mit anderen Apps auf fremden Smartphones flirten? "Holla, du süsse kleine Gaming App? Lust auf eine wenig News kuscheln? Und danach etwas Hardcore-Gaming? In deinem Speicher oder auf meiner SD Card?" Und wenn so eine App mal einsam ist, ist ja oft keine andere App in Bluetooth oder WLAN Reichweite. Da muss man schon SMSen oder telefonieren können. Damit der Smartphone Eigner nicht NSA-gleich mithört, wird der Datenschutzbeauftragte die kleine "Eigenständigkeit" der App wohl mal gegönnt haben.

Ich werde jedenfalls jetzt nach und nach alle Apps nochmals intensiv auf Eigenleben konsultieren und ggf. entfernen. Und das kann  ich nur jedem Smartphone Benutzer auch raten. Ja, auch den i-Jüngern.

Zum Schluss der Woche kam dann der Marketing Gag schlechthin dazu. Nachdem ich kürzlich bei einem deutschen Ticketing Unternehmen (E***tim) ein paar Konzertkarten bestellt hatte, bekam ich just 3 Tage nach Erhalt der physikalischen Tickets per Deutscher Post ein Marketing-Werbe-Schreiben per Email.

Man mag es kaum glauben, was mit Data Mining, Big Data, Business Analytics und Business Intelligence Systemen in der heutigen IT so alles möglich ist: Man informiert just und hochaktuell darüber, dass der Künstler, dessen Karten ich ja schon bestellt und in den Händen hatte, jetzt auf Tournee geht und ich mir doch ganz schnell ein paar Konzertkarten besorgen solle. Tja, kann ja mal passieren.

Was dann aber nicht mehr passieren sollte, ist das gleiche Schreiben 2 Tage später nochmals an diese Email Adresse zu senden. Das ist nur noch hochnotpeinlich! Schämt Euch. Das ist keine künstliche Intelligenz, dass ist Computerdummheit. Die einfach nur noch bewirkt, dass ich bei dem Unternehmen sämtliche Newsletter und Informationen abbestellen werde. Wenn Sie nicht mehr können als meine Mailbox mit unnützen Zeug vollmüllen können, sollen sie mich lieber in Frieden lassen.

Bitte, liebe Leser, bleibt mir auch im Kleingedruckten gewogen..... Bis bald!

PS: Im Kleingedruckten taucht der Specht wieder auf.... das Tier hat da mächtig Spass dran, die alte Antenne anzupicken. Das macht ein dumpfes, vibrierendes Geräusch - wohl ähnlich einem alten abgestorbenen Ast. Auf solchen Ästen tackern die jungen "Hack-Spechte" rum, um weibliche Spechtlein-Damen anzulocken. Na hoffentlich hört das bald mal ein Specht-Weib. Das Dauergetacke geht den Hausbewohnern langsam auf den Nerv; das Tier hat Ausdauer.




Sonntag, 27. April 2014

Der greise Hai im Hallenbad....

Seit geraumer Zeit schlage ich mich ein paar sehr unangenehmen Rückenproblemchen rum und es scheint ausser Training der unteren Rückenmuskulatur keine wirklich brauchbare Abhilfe zu geben.

Geschichte von vorn:
November 2013 - Es zwickt im unteren Rückenbereich - nix Neues. Kommt immer wieder mal in verschiedenen "Härtegraden" vor. Bisserl Wärme hilft und wirds schon richten. Nix da. Diesmal bleibt es hartnäckig.

Dezember 2013 - Einen vorweihnachtlichen Termin beim Orthopäden erwischt.

Januar 2014 - Erst MRT - Befund: Alles prima. Nichts kaputt, keine Nerven gequetscht, keine Bandscheiben beschädigt. Die Behandlung mit Elektro-Bearbeitung meiner Schultern (waren die Probleme nicht woanders?) und Wasserstrahlmassage beginnt. Nebenher noch etwas Physiotherapie.
Tip vom Doc: Laufen ist nicht so Bringer. Radfahren auch nicht. Schwimmen wäre gut. Kraulschwimmwen oder Rückenschwimmen. Nö, Brustschwimmen dann doch nicht.

Und dann waren Sie da - die 3 Probleme meiner sportlichen Apokalypse:
1.) Mein Lieblingssport ist Laufen! Kein Wandern oder nordisches Stockstelzen. Joggen. Laufen. Bis Halbmarathon Entfernung.
2.) Alternativ bzw. zusätzlich bin ich Radfahren gegangen. Hatte mir erst ein nettes Bike zugelegt.
3.) Wenn schon Schwimmen, dann Brustschwimmen. Lang und ausdauernd.

Prima - alles 3 vom Doc als untauglich abgelehnt. Was also tun?

Trenne ich mich wohl oder übel vom Radfahren und baue eine Schwimmeinheit pro Woche zusätzlich zu Rücken-Gymnastik (daheim vorm Fernseher) und Lauftraining ein. Das mit Laufen weglassen ist nicht, kann sich der Doc abschminken. Ohne Laufen geht nichts.

Nun erstmal nach ordentlicher Betriebsanleitung für ordnungsgemässes Kraulschwimmen im Internet gesucht, gefunden und studiert. Danach ab ins Hallenbad. Im Januar sind Freibäder eher nicht so mein Favorit.

Im Hallenbad lernt man dann die Grausamkeit der modernen, öffentlichen Schwimmstätten und den Verlust der Höflichkeit kennen.

Die erste Herausforderung besteht darin, dass man eine Zeit findet, die es einem ermöglicht Bahnen im Schwimmbad halbwegs ungestört ziehen zu können. Also faktisch nie. Besonders wenn man beginnt und sich nicht auf die Sportschwimmer-Bahnen traut, weil man die dortigen Olympia-Anwärter nicht stören möchte.

Man erlernt fürderhin den Schwimmslalom:
- herum um Gruppen von rüstigen Frauen im gehobenen Alter, die sich im Tratsch-Synchron-Schwimmen üben. Synchron heisst in diesem Fall möglichst gleich langsam mit mindestens 3 Personen nebeneinander auf 2 Bahnen (oder auch mehr Bahnen bei mehr Personen) gleichmässig synchron verteilt. Während man synchron/asynchron ununterbrochen über die Probleme der Welt plaudert.
Wenn insgesamt nur 6 Bahnen zur Verfügung stehen, führt das zu permanenten Tauchübungen, die einen aus dem Rhythmus bringen.
- herum um sonstige Schwimmer, die nicht gradeaus bzw. quer im Becken schwimmen
- herum um die Möchtegern-Nato-Kampfschwimmer, die sich ebenfalls nicht in die Sportschwimmerbahnen begeben. Aber mit einem ramboesken "Diese Bahn gehört mir!"durchs Wasser pflügen und keine Rücksicht auf niemanden nehmen. Warum sollten Sie als verkannter Navy-Seal der Provinz auch für irgendwen Platz machen? Das führt schonmal zu blauen Flecken, wenn beim Kraulen ordentlich ausgeteilt wird.

 Nach einigen Wochen des Trainings und dem Austesten diverser Wochentage und Uhrzeiten traut man sich dann irgendwann in die Sportschwimmerbahnen. Man hat sich mal genau umgesehen und festgestellt, dass dort eher selten die genetischen Erben von Mark Spitz oder Michel Phelps tummeln.
Aber immerhin gewinnt man das Gefühl, dass man dort mehr Interesse am tatsächlichen Schwimmen hat und daher doch etwas mehr Rücksicht aufeinander nimmt.

Leider begreifen noch nicht alle, das der käufliche Erwerb von Badekappe und Schwimmbrille NICHT automatisch Menschen zu Sportschwimmern macht. Da kommt es schon auch mal vor, dass ich fast ertrunken wäre, weil ich nicht soooooooo langsam schwimmen konnte wie der Mensch vor mir seine Brustbahnen zog. Ich bin dabei regelmässig untergegangen,  da man aufgrund der entgegenkommenden Schwimmer in der selben Bahn nicht überholen konnte.

Es spielt dabei auch keine Rolle, ob man morgens um 07:00 Uhr geht oder Abends um 20:30 Uhr. Man trifft zu allen Uhrzeiten alle diese Menschen. Es geht kein Weg dran vorbei. Auch nicht am Eindruck, das die Höflichkeit bei Hobby-Sportlern oftmals wohl vollkommen abhanden gekommen ist und jeder sein Schwimmtraining als Profi-Einheit ansieht, auf die jeder andere Rücksicht zu nehmen hat. Nur man selber nicht auf andere Mitsportler. Das ist nicht nur beim Schwimmen so - kann man auch gerne und oft bei Lauf-Events beobachten. Mag sein, dass es sich auch nur um deutsches Phänomen handelt. Ich weiss es nicht.

Trotzt man allen diesen Mitschwimmern noch mit buddhistischer Gelassenheit, dann fühlt sich die öffentliche Schwimmanstalt berufen: Mal schauen, wen wir alles aus der Ruhe bringen können.

Während der öffentlichen Öffnungszeiten mache ich los ins Hallenbad. Es gibt 6 Bahnen. Aus dem Nichts heraus tauchen plötzlich Kinder und Jugendliche in Massen auf. Das Bademeister-Personal sperrt 3 von 6 Bahnen ab und fordert alle Schwimmer auf sich gefälligst auf nur 3 Bahnen - also auch für Nichtrechenkünstler erkennbare 50%; auch "Die Hälfte" genannt - zusammenzupferchen.

Kurze Frage meinerseits an das Aufsichtspersonal: Warum sperren Sie bitte 3 Bahnen ab?
Antwort: Das Bad ist zur Hälfte an den örtlichen Schwimmverein vermietet.

Hallo? Jemand zu Hause? Geht es noch? Während der öffentlichen Schwimmzeiten? Bei vollem Eintrittsgeld? Ohne Vorwarnung oder Aushang oder was auch immer?
Ich habe ja nichts dagegen, wenn man das tut. Aber dann möchte ich das vorher wissen. Dann gehe ich nämlich gar nicht erst schwimmen. Den Auftrieb im restlich, verbliebenen Schwimmbereich kann ich mir allein vorstellen. Das will ich nicht ausprobieren oder live erleben.

Ein kurze Nachfrage beim Betreiber der Bäder brachte folgende Antwort - im groben Wortlaut:
Wir wissen gar nicht, was sie wollen. Das das Bad nicht vollständig während der Öffnungszeiten zur freien Verfügung aller zahlenden Besucher steht ist die Regel - nicht die Ausnahme. Daher kann man auch nicht vorwarnen.

Tja, was soll man davon halten? Ich meine nichts. Das ist für mich eher Unverschämtheit. Nicht so die reine Tatsache der Doppelbelegung, sondern die Antwort und die Kaltschnäuzigkeit mit der seitens des Betreibers agiert wird.

Irgendwie will man mir wohl den "Spass" am Schwimmen nehmen. Aber noch funktioniert es nicht.... ich schwimme weiter.

Also liebe Leser bleibt mir gewogen und lernt fleissig Slalomschwimmen!

Donnerstag, 13. März 2014

Wenn der Traum von der Uhr fürs Leben sich zu Altmetall-Schrott verwandelt...

Irgendwie bin auch ich dann und wann noch behaftet mit dem Wunsch nach Status-Symbolen. Meine Versuche mich von Luxusgütern zu lösen mehren sich und machen Fortschritte. Bei Uhren konnte ich das noch nicht hinbekommen... bis jetzt.

Mein Wunsch war immer eine schöne, mechanische Uhr zu besitzen. Am besten eine Automatik.

Geprägt durch meinen Grossvater hatte ich immer eine Affinität zu Uhren der Marke Omega. Eine Omega Seamaster begleitete das Leben meines Grossvaters solange ich denken kann. Und diese Uhr aus den 60er Jahren ist eines der ganz wenigen Erinnerungsstücke an meinem Grossvater, die ich behalten habe.

Nach seinem Tod habe ich das gute Stück bei einem Uhrmacher aufarbeiten lassen und trage es jetzt selber dann und wann bei besonderen Gelegenheiten.

Ganz in dieser Tradition habe ich dann beschlossen auf eine eigene Omega zu sparen. Und 1998 war es soweit. Eine Constellation Automatik Chronometer hatte es mir angetan. Das gute Stück war schlicht, aber elegant und sehr bequem am Handgelenk. Das sollte mein Chrono fürs Leben werden. Das Teil wollte ich meinem (damals noch nicht existierenden) Sohn vererben.

Dumm nur, dass der Wecker nach ein paar Wochen den Geist aufgab. Der Chrono liess sich nicht mehr aufziehen. Dafür gibt es die Garantie und gut.

Ein paar Jahre später... genau der selbe Fehler wieder. Sinnigerweise ziemlich genau nach der Zeit, die der Hersteller für eine "Überholung" der Uhr angibt. Fand ich ein wenig seltsam. Fand ich ein wenig blöd. Das gute Stück habe ich nicht jeden Tag getragen, die Beanspruchung der Uhr war also eher mässig bis bescheiden. Na gut. Ist bei teuren Chronos wohl wie beim Auto. Regelmässige Inspektion.
Wieder wurde der Chrono repariert und tat wieder seinen Dienst.

Nun rate man mal, was dieses Frühjahr passiert ist? Genau. Der Chrono lässt sich wieder nicht aufziehen. Ab zum Uhrmacher. Kostenvoranschlag.

Ein paar Tage später ein Anruf:
Uhrmacher: "Die Uhr muss generalüberholt werden - komplett auseinander bauen. Neue Krone, neue Zeiger. Macht 435€. Sollen wir das für Sie machen?"

Tom: *hüstel, räusper,hüstel* "Bitte wieviel?"

Uhrmacher: "435€"

Tom: "Neeee. Nicht Ihr Ernst, oder?"

Uhrmacher: "Doch"

Tom: "Nein. Nicht machen. Steht in keinem Verhältnis zum Wert der Uhr"

Also latscht Tom los. Holt seine Uhr ab und zahlt eine Kostenvoranschlag-Gebühr.
Uhrmacher hakt nochmal nach, ob ich den Chrono nicht doch reparieren lassen müsste. Sei ja ein schönes Stück und für einen Chrono in dieser Qualität und Klasse müsste man heute so ab 4000€ aufwärts rechnen. Dumm nur, dass meinen Chrono als Gebrauchtzeitanzeiger für rund 700€ mit 1-jähriger Garantie kaufen könnte.

Dann ran an den PC und an Omega geschrieben. Bin sauer. 3x mal mit dem absolut selben Fehler gibt die Uhr den Geist auf.  Wenn ich mir eine 60€ Swatch kaufe, ok. Aber bei einer Uhr, die vor dem Jahrtausendwechsel schon ein erkleckliches Sümmchen gekostet hat, hätte ich mehr erwartet.

Omega findet nix in seinen Archiven. Aber die deutschen Ableger von Omega würden sich bei mir melden. Tun Sie auch. Sie holen meine Uhr per Kurier ab und wollen das Teil untersuchen.
Tun Sie auch. Mit dem Ergebnis, das ich jetzt 580€ zahlen soll. Die Uhr sei von innen verunreinigt und das Armband sei hin.

Da war ich dann stinksauer. Eine Uhr, die ich weder zum Sport noch zu sonstigen Abenteuern trage, sondern nur im Office oder zu besonderen Anlässen, ist also von innen verunreinigt.
Wie kommt das denn?

Entweder hat der Service vorher Bockmist gebaut - was übrigens bei einem offiziellen Omega Händler und Service Point war - oder die Uhr ist wirklich nur Altmetall-Schrott mit eingebauter, wiederkehrender Soll-Bruchstelle.

Beeindruckend war für mich auch die Chuzpe des Herstellers. Selbst die windigsten Autoverkäufer, die mir in meinem Leben begegnet sind, hätten nicht versucht einen Totalschaden zu reparieren. Da gehen die Herren eher her und versuchen mit mir einen Deal über ein neues Fahrzeug zu machen, statt den Restwert des Wagens als Reparaturkosten zu veranschlagen.

Das ist fast so als würde mann für 100.000€ einen Porsche kaufen und beim Kundendienst heisst es dann: Wir bauen Ihr Auto mal total auseinander, machen neue Wischer dran und das kostet dann 80.000€. Gelle? Wir machen das für Sie! Und wenn der Wischer nächstes Jahr wieder hin ist, dann bauen wir das Teil für Sie wieder total auseinander. Und der Wischer ist garantiert hin, nächstes Jahr.

Mein Fazit:
Luxus-Uhren sind für mich gestorben. Mein Sohn wird keinen Omega Chrono von mir erben. Der Traum von der Uhr fürs Leben hat sich in Altmetall-Schrott verwandelt. Ich kaufe wieder Uhren von C*sio, S*iko, Jun*ers, und was weiss ich noch. Dafür jetzt alle paar Jahre einen neuen Wecker. Falls da einer kaputt geht? Nicht schlimm. Die Teile sind bei weitem nicht so teuer, dass man über eine Reparatur in Höhe des Neuwertes überhaupt nachdenken möchte. Und von dem Geld was ich damals für die Omega bezahlt habe, würde ich heute noch was über haben, wenn ich nicht gedacht hätte, dass ich ein Status Symbol brauche. Jetzt brauche ich keins mehr. Und will keins mehr. Besitz belastet. Wieder einmal hat sich das bewiesen.

Meine Frau wird es freuen. Hatten Uhren-Läden auf mich doch die gleiche Anziehungskraft wie Schuh-Läden auf Frauen.

In diesem Sinne, liebe Leser, passt gut auf Eure Chronos auf. Und überlegt, ob Euch Status-Symbole wirklich glücklich machen. Bitte bleibt mir status-symbol-losen Schreiberling gewogen.




Samstag, 1. Februar 2014

Geschafft! - 12 Tage Detox.....

"Halli Hallo Hallöle!" würde eine deutsche Werbeikone grüssen und bei der Dame würde "Wem" geholfen.

Nach Tag 6 des familiären Detoxens habe ich Euch nicht mehr mit täglichen Wasserstandsmeldungen überschwemmt. Es gab nicht wirklich viel zu berichten. Also, was den Ablauf angeht. Ein paar Fotos von ein paar netten Gerichten kommen dann am Ende dieses Blog-Posts.

Das Programm hatte seinen letzten Tag bereits am Mittwoch - sprich vor 3 Tagen. Die ganze Geschichte hat soviel Spass gemacht und so gut geschmeckt, dass wir beschlossen haben noch ein paar Tage in entspannter Form dranzuhängen.

Yeah! Da guckt Ihr? Klar, dass hört sich so viel cooler an als wenn ich sagen würde, dass die Mengenangaben für die Zutaten etwas sehr grosszügig waren, ein paar Gerichte geshiftet wurden und wir irgendwie die Reste an Gemüse wegessen müssen.

Ein bisschen stolz bin schon: 2 Wochen keinen Kaffee oder schwarzen/grünen Tee. Keine Süssigkeiten! Null komma null! Obwohl ich sonst vom Haribo Virus befallen bin. Umstieg von Milch und Joghurt auf Soja Drink und Soja Joghurt geglückt! Und mit der "roten Currypaste" eine tolle Würz-Zutat entdeckt.

Ergebnis der ganzen Aktion: Donnerstag morgen zeigte die Waage 5,3kg weniger an.

Die wirklich spannende Zeit startet aber jetzt erst. Wie geht es weiter? The Return and Revenge of the Goldbär? Ich weiss es noch nicht. Es ist eine Kopfsache, sagt meine Frau. Vermutlich hat sie recht. Sie hat mit sowas ziemlich oft recht.

Donnerstag Abend ging es zumindest einer Minitüte Gummibärchen an den Kragen - Ihr kennt die fuzzeligen, kleinen Tütchen? Wo so 8-10 Miniatur Gummibärchen, also die Spanferkelversion oder Milchlammversion, der normalen Bären drin sind?

Gefolgt von einer kleinen Packung "Jelly Beans" und dem letzten Rest - noch von vor dem Detox stammenden - Jumbo Erdnussflips.

Kopfsache halt. Ich muss mich dran erinnern, dass ich bei der Rückkehr zu meinem alten Ess-Programm wieder zunehmen würde. Demzufolge bleibt es u. A. bei Sojaprodukten statt Milchprodukten für die Zukunft.

Von Kaffee habe ich mich bis heute fernhalten können. Der doppelte Espresso im Kaffeladen mit dem Meerjungfrau-ähnlichen Markenlogo hat mich nicht begeistert. Das erwartete Geschmackserlebnis fiel ziemlich schmal aus. :-( Die Bitterbrühen Abstinenz werde ich so noch etwas länger aushalten können. Muckefuck sei Dank!

Aber besser Essen steht für die Zukunft weiter an. Weniger essen. Weniger Kohlenhydrate. Weniger Fertigfrass aus der Convenience Küche. Das Ziel ist noch weitere 7 Kg Körpermasse zu entfernen. Das tut auch meinem Rücken gut, der grade wieder mal von Problemen geplagt wird.

Wenn es nicht eine Copyright Verletzung wäre, hätte ich Euch den Plan mal hier eingestellt.... aber so... leider... müsst Ihr Euren eigenen Detox Plan suchen und finden.

Und jetzt muss ich wieder weiter an meinem selbstgemachten Snickers arbeiten. Arterienverstopfer erster Kategorie... knapp ein Pfund Schokolade und 2 Kg Zucker.... :-) Das wird eine tolle Belohnung für 12 Tage Detox! Alleine die Karamelmasse darin hat runde 1800kcal. Und das ist die kleinste Zutat!

Ich werde Euch auf dem laufenden halten, was meine "Kopfsache" macht und ob ich die 7 Kg zusätzlich noch erreichen werde.

Bleibt mir gewogen, liebe Leser! Und bis bald! Hier kommen die versprochenen Fotos von den besten Gerichten:


Warmer Spinat-Kartoffelsalat mit Orangen-Senf-Dressing
Schmeckt viel besser als es sich anhört!
Viktoriabarsch auf Karotten-Fenchel-Gemüse.
Dem Rezept nach wäre es Zander, aber der war grade nicht zu kriegen.

Gebackene Auberginen mit Gurke, Zuckerschoten, Feta und Oliven

Gelbe Linsen mit Paprikagemüse und viel roter Curry-Paste!
Scharf, ey!