Samstag, 19. September 2015

Von Titusville über Naples und Miami nach Marbach.... der letzte Teil der Florida Rundreisen Saga Erzählung...

Seit ich mich von der People Fotografie am Ende des letzten Jahres entfernt habe, sprich: ich habe es drangegeben, verbringe ich deutlich weniger Zeit am Rechner und im Netz als vorher.

Das tut mir als Mensch und Familienvater echt gut, aber richtig gut für mein Blog ist es nicht. Es dauert immer wieder und immer länger, bis ich aufraffe und endlich meine Blog Einträge schreibe.

Es ist ja nun schon ein paar Wochen her, aber ich will dann doch noch den letzten Rest von der Florida Rundreise hier beschreiben, damit es auch alles ein gutes Ende findet.

Nach dem überwältigenden Besuch des Kennedy Space Centers wollten wir die letzten Tage in Ruhe verbringen und etwas wirkliche Erholung einstreuen.

Von Titusville machten wir uns auf und hatten die einzige wirklich lange Etappe zu fahren. Es ging nach Naples. Die Fahrt an sich lief sehr ereignislos. Die üblichen Raststellen Stops, schön leere Autobahnen und gemütliches Cruisen.

Viel Platz für grosse Autos....

... da macht fahren Spass!

Gewitter von rechts!




Etwas länger fiel die Pause in Sarasota aus, wo wir für 2 Runden Adventure Golf in einer Piratenlandschaft angehalten haben. Unserem Junior wollten wir nicht den ganzen Tag ununterbrochen im Auto zumuten. Ausserdem bekamen wir einen guten Eindruck davon, was uns in den nächsten Tagen erwarten sollte: schwüle Hitze! Der Wechsel von der Atlantik Küste zur Golf Küste macht einem dann doch zu schaffen, zu unserer gewählten Jahreszeit.

Minigolf mal wieder anders

Alles im Piraten(schiff)-Look

Gespielt wird auch hier auf Kunstrasen

Smugglers Cove Mini Golf Infos...


Irgendwann am späten Nachmittag trudelten wir dann in Naples ein. Zimmer beziehen und ab in den Pool war das einzige, was wir noch wollten. Dummerweise entpuppte sich der Pool als echte Badewanne, gross und schön, aber fast körperwarm. Uah! Da war nicht mehr viel Erfrischung über. So machte es einen Eindruck nach "Kinderwanne mit reingepullert" und es hatte sich noch kein Pool in Florida so angefühlt. Trotz das wir im Ramada Hotel abgestiegen waren.

Ramada Hotel in Naples


Schöne Zimmer, nichts zu mäkeln!


Das Abendessen war eher enttäuschend und führte uns zu einem thailändischen Restaurant in Naples. Wir haben die Prunk und Protz Ecken von Naples bewusst gemieden.

So langsam sehe ich auch entspannt aus beim Abendessen

Thailändisches Nudelgericht. Schmeckte leioder
nicht so toll wie es aussah!

Ein wenig Glutamat in Reinform und dazu "Nachwürz"-Sossen.
Eine schöne Schärfe tröstet über mangelnden Geschmack oftmals hinweg.


Der ganze Ort riecht nach Geld. Und man zeigt was man hat. In Richtung Strand gab es neben dicken Häusern auch ziemlich viele, ziemlich dicke Autos. Das war mir dann doch schon wieder zuviel. Als neidgezüchteter Deutscher kann man dort seine Probleme mit dem zur Schau gestellten Prunk und Pomp und Geld, dass wie Gras aus der Tasche wächst bekommen.

Es ging geruhsam zu. Wir verbrachten den nächsten Morgen am Strand. Aber auch nur den Morgen. Die Sonne grillte uns am Strand derartig durch, dass wir Mittags die Flucht ergriffen und einen netten kleine Pizza Laden aufsuchten. Leckere Hoagies und Pizza. Der Eigentümer selbst hinter dem Tresen, ein ehemaliger Wall Street Banker aus dem Investment Bereich. Er war ausgestiegen, hatte sich den Laden organisiert und lebte happy in dem Ort der reichen Rentner, der pro 500 Einwohner einen Golfplatz besitzt. Nachdem die Klimaanlage des Restaurants uns auf Normaltemperatur gebracht hatte, wollten wir wieder los. Aber das war nix. Die Hitze draussen war nicht auszuhalten und so verzogen wir uns noch etwas in die nahe gelegene Mall und genossen weiter die klimatisierte Shoppingwelt.

Der Strand. Sehr schön.

Das BvB Handtuch wurde auch in Florida gezeigt!

Hinter Palmen versteckt liegen die Strandvillen.


Valentino's Pizza & Hoagies
Sehr empfehlenswert!

Typisch amerikanisch Ambiente.

Sonnenuntergang am Strand von Naples....

.... zieht täglich eine Menge Schaulustige an.


Am Abend gab es dann den totalen Schock für mich.... An dieser Stelle bekenne ich mich offen dazu: ich bin ein riesiger Fan der Serie "Big Bang Theory" und in Naples gleich neben der Mall war ....... und Tusch.... eine Filiale der "The Cheesecake Factory" .... kleiner Ausraster vor Freude und Abendessen dort. Uff.... was war das denn? Das sah aber gar nicht aus wie die Cheesecake Factory, die man aus der Fernsehserie kennt.... Du keine Kellnerin, die aussah wie Penny oder Bernadette. Nicht mal annähernd. Denn man trägt dort auch keine Uniform, wie sie in der Serie gezeigt wird. Alles vollkommen anders. Aber trotzdem: superschön, super leckeres Essen in üppigen Portionen. So das wir direkt beschlossen haben auch am nächsten Tag dort wieder zu Abend zu essen.

The Cheesecake Factory

So sieht es von innen aus.


Der nächste Tag brachte bedeckten Himmel, mir eine morgendliche Joggingrunde am Strand und einen Tag im Zoo von Naples für meinen Junior. Unter schattigen Bäumen und bei "ohne Knallsonne" konnte man den Tag wirklich geniessen und aushalten. Anbei ein paar Impressionen aus dem Zoo, der mit  jeder Menge Tierpräsentationen mit Show Charakter aufwartet. Alles unspektakulärer als Seaworld und sicher angenehmer für die Tiere. Aber es hinterlässt auch hier einen faden Beigeschmack. Überzeugen kann der Zoo mit seinen Affengehegen, die alles kleine Inseln in einem grossen See sind und wo man die Besucher mit Böötchen rund um die Inseln fährt, damit man die Affen beobachten kann. Keine Zäune. Nahe dran und wirklich nett.

Spass mit einem 2-Zehen-Faultier

Dieser kleine Igel entpuppte sich als Womanizer

Welche Frau kann diesem Blick widerstehen?


Warten auf das Boot zu den Affeninseln


Das Boot und sein Käptn!

Äh? Schon wieder Gaffer an meiner Insel?

Affen-Lunch-Break

Turnen über der Wasserlinie

Giftschlangen hautnah! 



Hinterher haben wir die berühmte Eisdiele in Naples aufgesucht. Endlich mal richtig Eis und keine Softpampe. Selbstgemachte Eishörnchen. Unendlich viele leckere Sorten und das ganze Lokal ein rosafarbener zuckersüsser Traum mit sehr netten Menschen, die einen in ein Eisparadies entführen. unbedingt zu empfehlen. Nebenan der erste Heimatblick: das Black Forest Restaurant. Eindeutig deutsch. Kölsch. Currywurst und andere Leckereien von daheim. Leider war es geschlossen als wir dort vorbeikamen.

Ein klassische Eisdiele

Im Stile eines Diners und zuckersüsses Rosa an den Wänden

Na, wenn das mal keine deutsche Lokalität ist....

Sie hätten wenigstens richtiges Bier anbieten können!

Aber: es gibt Curry Wurst!

Das Ende unserer Florida Tour näherte sich mit Riesenschritten. Es ging am nächsten Tag zurück nach Miami. Quer durch die Everglades. Und mit Stop an einer Alligatoren-Farm. Leider.

Swampbuggy kannten wir schon. Gähnend langweilig und Garantie für ätzende, lange juckende Mückenstiche übelster Sorte. Propellerboot fahren? Ist nix für Junior. Viel zu laut trotz Gehörschutz.
Also nur rein zu den Tiergehegen. Das war man zu sehen bekommt, war leider erschreckend.

Eine Alligatorenvorführung, wo nur 5 deutsche Touris inclusive uns zuschauten. Der Mann machte das alles professionell und liess immer Pausenbei seinen Ausführungen, damit ich für alle übersetzen konnte. Stolz zeigte er sein narben und trieb allerlei Schabernack mit eine durchaus furchteinflössend grossen Alligator. Am Ende wird man dann zum Alligator kuscheln "gezwungen".

Alligatorenfarm!

Show-Alligator

Das Tier macht schnapp und beim Typ ist was ab!
Wenn er nicht gut aufpassen würde. Ist aber schon einige Male
bei der Show gebissen worden. Wie seine Narben zeigten....

Kiss a Gator! Nix für Touris!

So... Aligator-Halten für Alle zum Abschluss!

Aufzuchtbecken mit bedrohlicher Enge

Die Geier waren auch schon da!

In diesen Boxen hielt man ausgewachsene Raubkatzen wie
z. Bsp. einen Florida Puma.

Artgerechte Haltung stelle ich mir anders vor.

Home of a gator!

Die Terrarien-Ecke mit Giftschlangen Exponaten!
Das Ambiente sprach für sich. Man sollte es besser lassen.

Ansonsten wartete man mit ein paar stark vernachlässigten Terrarien für Giftschlangen, kleinen Gehegen mit Raubkatzen diverser Grössen und 2 sibirischen Tigern in einem fast schattenlosen Gehege auf, Die Hinweise, dass man neue Gehege plane und die aktuellen schon grösser und luxuriöser sein als der Gesetzgeber vorschreibe überzeugen den Besucher nicht wirklich.

Wir verliessen den Ort gefühlter tierischer Grausamkeiten und fuhren weiter in Richtung Miami.

Ein letztes Abendessen im TGI Fridays, eine letzte Hotelübernachtung im nirgendwo von Plantation  und einem Frühstück im Tower Deli, der Stelle, wo unser Trip begann, endete er auch. Auf zum Flughafen, den schön üppig riesigen und an mein Herz gewachsenen Luxus SUV wieder abgeben und dann gings zum Heimflug. Natürlich nicht ohne 3 Stunden Verspätung. American Airlines bietet echt was fürs Geld. *Grummel*

Ob das so wirklich ein Fun Fact ist?

Das letzte Dinner musste ein typisch amerikanisches Steak sein.


Das grossartige Tower Deli im Plantation District of Miami.

Das schlechteste Flugzeug Essen, an dass ich mich überhaupt in meinem
Leben erinnern kann: Maccaroni & Cheese von American Airlines!
Die Airline sollte sich schämen, sowas zu servieren.


Epilog

Nein, so einfach ging es dann doch noch nicht zu Ende. Dieser Urlaub hatte einen Fluch auf Hin und Rückreise. keine Ahnung warum. Aber als wir denn mit Verspätung in Deutschland gelandet war, ging die Horror Odysee noch weiter. Die Deutsche Bahn wollte American Airlines in Nichts nachstehen und hatte aufgrund eines "Personenschadens im Gleis" irgend wo bei Bonn mal wieder das Totalchaos im ICE und IC Verkehr. Eine Störung und in ganz Deutschland bricht der gesamte Fernzugverkehr zusammen. keine Reservierung, übervolle Züge, Umsteigeorgien ohne Anschlüsse, das volle Programm. Auch der deutsche Kundenservice - warum soll ma denn auch Kunden an der Theke vom Bäcker bedienen, wenn man sich vor dem Backoffen mit einer Kollegin unterhalten kann - hatten mich nach nicht mal 30 min. schon wieder in den Amoklauf Modus befördert. Ich hätte direkt wieder zurück gewollt nach Amerika. Nicht mit American Airlines, aber wieder zurück.
Irgendwann hatten wir es nach Stuttgart geschafft. Da schlägt der schlechteste, teuerste und elendigste ÖPNV Verkehrsverbund Deutschlands, den ich kenne, wieder zu. Ja, ich weiss, ich wiederhole mich, aber es wird auch nix besser in Benztown - trotz grünem Bürgermeister der vor seiner Wahl, scheinbar von irgendwas mächtig berauscht, noch gross von "attraktiver machen" faselte. Siganlstörung, Kirchentag und das S-Bahn Netz in Stuttgart war die Hölle, 2. Teil. und irgendwann doch... nach mehr als 6 Stunden statt regulär 2,5 Std. hatten wir es vom Frankfurter Flughafen nach Marbach geschafft. Wir waren wieder daheim.

Fazit: Florida ist immer eine Reise wert und mit einer untypisch deutschen Entspannungshaltung kann man dort viel Spass haben.

Noch ein paar nette Sachen zum Schluss:
Exotisches in der Gemüseabteilung: Boniato & Yam.

Das Kühlregal mit Dosenbier in einem Supermarkt

Das ist ne Chipstüte für den laaaaaaaaaaangen Filmabend

Tequila rein und gut. Knapp 5l Instant Magarita!

Ihgitt!

Ihgitt - Teil 2

Ich habe den Grössten!
Wagen auf dem Hotel-Parkplatz!
Leider war es nicht unser Fahrzeug.

Getränkeautomat mit Kreditkartenzahlung

St. Pauli Girl Bier.... das kenne ich nicht mal aus Deutschland.


Vielen Dank liebe Leser, dass Ihr es mal wieder mit mir ausgehalten habt. Vielen Dank, dass Ihr die Geduld aufgebracht habt meine Florida Memoiren von Anfang bis Ende zu lesen. Bitte bleibt mir gewogen und bis bald!  

Kommentare:

  1. Hihi, da bin ich ja mal wieder beruhigt dass ich nicht die einzige bin, die ewig braucht um Erlebnisse niederzuschreiben ;) Muss aber sagen: Florida reizt mich irgendwie so gar nicht, nach deinem Bericht mit diversen Klischeebestätigungen noch weniger. In den USA liebäugle ich nur mit Seattle, und das auch in erster Linie wegen Freunden dort.

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    1. Na ja.... Meine Erfahrung bisher war, dass die USA immer Klischees erfüllen. Egal an welcher Stelle von Amiland man sich aufhält.... ;-)

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